Mystery of Dawn - Augenlicht

Mystery of Dawn – Augenlicht (Review und Kritik)

Mystery of Dawn - Augenlicht
Mystery of Dawn - Augenlicht

Mir wird nun die Ehre zu Teil, dass ich das Album von Mystery of Dawn (im folgenden: MOD) namens „Augenlicht“ mehr als 2 Wochen vor dem Release-Termin (12.12.2008) bewerten darf. Die im Jahre 2000 gegründete Electro-Rock-Band, die aus Stephan Lampe und Holm Mika besteht, stellt damit ihr drittes Album ins Regal. Und es ist ein ziemlich voll gestopftes Album mit satten 19 Tracks. Zusätzlich gibt es ein 24-seitiges Booklet, das ich jedoch nicht in Augenschein nehmen konnte.


Kommen wir nun noch kurz zur Band und deren Einstellung, bevor wir uns mit dem Album an sich befassen. Für MOD ist es wichtig, dass sie ihre eigene Note haben, aber sich auch vieler unterschiedliche Facetten bedienen. So gleicht kein Track dem anderen. Damit haben sie auch großen Erfolg. Diesen sieht man an deren Auftritten zusammen mit Szene-Größen, wie Apoptygma Berzerk, Tanzwut, Welle:Erdball oder Projekt Pitchwork. In ein festes Genre kann man sie nicht einordnen. Selbst, wenn man sie als „Electro-Rock“ einordnet, wie es von ihnen selbst getan wird, dann wird man der Varianten-Vielfalt nicht gerecht. Sie vermischen in ihren Tracks unter anderem Synthpop, EBM, Industrial, Dark Wave, aber auch Techno. Und heraus kommen immer unterschiedliche Tracks. Nun kommen wir aber zum Album.

Das Album trägt den Namen „Augenlicht„. Und das Auge bekommt hier auch einiges geboten. So kann man sich ein 24-seitiges Booklet während des Hörens anschauen, das eine ausgiebige Foto-Session protokolliert.

Mystery of Dawn
Mystery of Dawn

Die Tracks auf dem Album sind englisch, deutsch oder beinhalten beide Sprachen zugleich. Hier wird das erste Mal die Vielfalt sichtbar. Wenn man sich durch die 19 Tracks hört, dann muss man sich mehrfach vergewissern, dass sie auch alle von MOD sind, denn manchmal gibt es schnelle, tanzbare Lieder, manchmal etwas rockiges und manchmal auch etwas, was man vielleicht zum Einschlafen hört. Durch die große Vielfalt ist jedoch auch kein festes Thema, wie man es von vielen Alben anderer Bands kennt, vorhanden. Es geht um Liebe, es geht um den Menschen. Es geht um Sex, ums Tanzen und um viele weitere Themen. Hier ist nichts eingleisig. Das ist zwar gut, weil man viele Leute anspricht, aber bedeutet auch immer, dass man gar nicht alles gut finden kann, was auf diesem Album geboten wird, weil manches einen gar nicht anspricht.


Ich möchte hier einfach mal zeigen, wie ich das meine. Es gibt für mich echt gute Songs auf dem Album. So wären zu nennen „Evolution„, „Last Words„, „Endlich frei„, „Schlaflos“ oder auch „Dancing„. Besonders gut gefällt mir auch „Suicide„, da dieses deutschen und englischen Text vermischt. Alles tanzbare oder von der Thematik her richtig gute Lieder, wo es auch Spaß macht zuzuhören. Genauere Inhalte sollte lieber jeder selbst herausfinden. Ich möchte nun nicht zu sehr spoilern.
Dann gibt es aber auch sowas, wie den Track „Krümel“, wo ein kleiner Junge das Märchen von Hänsel und Gretel erzählt und das Ganze musikalisch ein wenig unterlegt ist. Gefällt mir gar nicht. Auch den Track „Waves“ fand ich persönlich nicht gut.

Lordy
Lordy

Fazit:
Wer auf elektronische Musik steht, der wird diesem Album viel abgewinnen können. Mir persönlich gefallen mehr als die Hälfte der Tracks sehr gut. Manche sind Mittelmaß und wenige sind schrecklich. Hier kommt die satte Menge an Tracks dem Album sicher gelegen, weil man so viel Material hat, was einem die Meinungsbildung erleichtert.
Für mich persönlich war das Album in dem Moment gut, wo ich am Bahnhof stand und mich dabei ertappt habe, dass ich nun am liebsten Tanzen würde. Wenn sich sowas entwickelt, dann kann das Album gar nicht schlecht sein.

Tracklist:

  1. Evolution
  2. Sex sells
  3. Schlaflos
  4. Waves
  5. Blood screaming
  6. Suicide
  7. Collapsing world
  8. Control
  9. Stolz 2006
  10. Somebody said
  11. Dancing in the moonlight
  12. Sunbeam
  13. Vergiss nicht
  14. Live the moment
  15. Krümel
  16. Last words
  17. Endlich frei
  18. Endlich frei – EN RMX
  19. Friendly fucked (statiCViolence)


( 8 / 10 )
( 8 / 10 )

Release:

12.12.2008

Anspieltipps:
– Evolution
– Dancing
– Suicide

Homepage: www.mystery-of-dawn.de


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