Nadiwrath - Nihilistic Stench
Nadiwrath - Nihilistic Stench

Nadiwrath – Nihilistic Stench (Review und Kritik)

Nadiwrath - Nihilistic Stench
Nadiwrath - Nihilistic Stench

Sieht man sich die ersten Promobilder der der 2007 gegründeten Nadiwrath vermutet man zunächst wohl nur eins: rumpelig räudigen Schwarzmetall im Stil früherer Darkthrone oder ähnlicher Konsorten. Begriffe wie „Old School“ bilden sich in der Vorstellung ohne überhaupt einen Ton von den Griechen gehört zu haben – und führen einen direkt auf eine vollkommen falsche Fährte, denn ihr Debüt „Nihilistic Stench“ ist alles andere als ein weiteres Black Metal Album einer Gruppe die sich zu sehr den 90ern verschrieben hat.

Tatsächlich erinnert mich der rockige Einstieg mit einem plakativen „Fuck You!“ als Begrüßung im Opener „Darkness Has Lost Its Meaning“ zunächst eher an die Horrorpunker von den Murderdolls als an eine Schwarzmetall-Kapelle.

Nadiwrath
Nadiwrath

Sowohl das Riffing als auch der Gesang des Frontmannes Wrath machen zunächst eher den Eindruck vom Punk-Rock wesentlich stärker beeinflusst zu sein als Promobildchen und Auftreten den Eindruck machen. Den Mann hinter dem Mikro kennt man ja schon von diversen anderen griechischen Gruppen (u. a. Dodsferd und Grab) wodurch man durchaus schon über seine wandelbare Stimmgewalt im Bilde sein kann.

„Wandelbar“ ist dabei das Schlüsselwort, denn selten wurden in einem Album das ich bisher hören durfte, so viele Stilwechsel durchgezogen wie auf „Nihilistic Stench.“ An Abwechslung fehlt es einem wirklich nicht, denn die Griechen scheinen auf ihrer Scheibe alles mal ausprobieren zu wollen. Vom Rotzrock Sound geht es über zu depressiven Tönen wie in „There Is no Light“ die jeder DSBM Band gut zu Gesicht stehen würden oder absolut brutalen Passagen die dem puren Black Metal tribut zollen. Seinen eigenen Stil findet die Gruppe auf ihrem Debut nicht, und sollte man auch denken bei so viel Abwechslung kann keine Langweile aufkommen kommt hier die nächste Überraschung. Ein zu hoher Punk-Anteil kann einem nämlich auch derbe auf die Nerven gehen. In der Zeit, in der ich eigentlich diese Scheibe rezensieren wollte, habe ich mittlerweile ganze fünf andere Alben besprochen. Und warum? Weil sich die Motivation, diese kranke Mischung durchzuhören spätestens nach dem zweiten Song in Folge in Luft aufgelöst hat. Für zwischendurch okay, für eine Party mit Bier und anderen Spirituosen sogar sehr angebracht – aber wirklich aufmerksam bis zum Schluss anhören und bei der Stange bleiben dürfte hier nicht nur mir schwer fallen.

Fazit: Nach dieser Rezension wird die Musik erst mal weit weg verbannt. Und das sage ich nicht weil das Album technisch schlecht wäre – nette Produktion, fähige Musiker, aber einfach viel zu wirr um es über einen längeren Zeitraum zu ertragen. Möchte ich Horror-Punk, höre ich mir was anderes an – und einen Black Metal/ Punk Mischmasch haben Darkthrone nun schon seit vier Alben wesentlich besseren gemacht. Aber wie gesagt – musikalisch ist es schon okay. Wer auf einen solchen Stil steht kann es ja mal antesten – mir gefallen auch andere hochgelobte Gruppen wie Nuit Noire nicht.

Titelliste von „Nihilistic Stench“

  1. Darkness Has Lost Its Meaning
  2. Two Face Shit Fuckers
  3. Horns
  4. There Is no Light
  5. Another Pimping Whore
  6. Winter Nights
  7. Eyes Full of Vengeance
  8. Memories are Dead

( 5 / 10 )

Anspieltips:
> Darkness Has Lost Its Meaning

Erscheinungstermin:
25.01.2011

http://www.myspace.com/nadiwrath

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