Nargaroth - Spectral Visions Of Mental Warfare
Nargaroth - Spectral Visions Of Mental Warfare

Nargaroth – Spectral Visions of Mental Warfare (Review und Kritik)

Nargaroth - Spectral Visions Of Mental Warfare
Nargaroth - Spectral Visions Of Mental Warfare

„Spectral Visions of Mental Warfare“ – endlich wieder mal ein Album dessen Titel scheinbar durch einen „Black Metal Song-Generator“ entstanden ist und der auf dem ersten Blick keinen nachvollziehbaren Sinn macht. Der früher unter dem Pseudonym „Kanwulf“ bekannte René Wagner von Nargaroth nennt sich heute Ash, aber trainiert keine Pokémon sondern nimmt neuerdings Burzum-Tribute Platten auf. Sollte man zumindest denken wenn man das neueste Werk des Sachsen mit dem obskuren Titel zu hören bekommt. Wer also eigenständige Meisterwerke des deutschen Schwarzmetalls, wie sein letztes Album „Jahreszeiten“ erwartet spart sich das Lesen der folgenden Rezension evtl. lieber und widmet sich wieder seinen alten Werken, die noch nicht (fast ausschließlich) auf Ambient-Klänge aufgebaut waren.

Wir alle erinnern uns an Ash? Der Mann der entweder als Inbegriff des deutschen Black Metal oder als Varg Vikernes kopierende Lachnummer gilt? Mit „Spectral Visions of Mental Warfare“ dürfte er endlich den Vogel diesbezüglich abgeschlossen haben. Der Count ist frei und haut ein 90er Jahre TNBM-Überbleibsel nach dem anderen raus, da scheint sich Ash zu denken es ist Zeit der „Szene“ den Rücken zu kehren. Sein großes Vorbild hatte es nach seiner Inhaftierung vorgemacht.

Ash
Ash

Und so veröffentlicht auch das sächsische Pendant mit seinem siebten Streich ein Album mit dem wohl niemand so recht gerechnet hätte. Besonders nicht nachdem nur zwei Jahre zuvor mit „Jahreszeiten“ ein neuer Meilenstein der Bandgeschichte abgeliefert wurde. Bei Nargaroth konnte ich mir seit „Herbstleyd“ trotz aller Skandale um den Musiker sicher sein erstklassigen Black Metal abgeliefert zu bekommen. Sei es bodenständig und brutal oder melodiös und leicht depressiv wie auf der Rasluka II.

So war die Erwartungshaltung an sein neuestes Werk natürlich groß – und das tatsächliche Ergebnis mehr als ernüchternd. Auf der kompletten Scheibe finden sich ganze drei Stücke die man überhaupt weitestgehend Black Metal nennen kann, und die auch die einzigen sind die über Gesang und Texte verfügen. Der Rest ist eine einzige Orgie aus ruhigem, melancholischen Synthieklängen, die wie im Opener „Odin’s Weeping for Jördh“ gelgentlich von Samples „gewürzt“ werden. Beim ersten Anspielen der Platte hielt ich eben jenes Stück noch für ein recht stimmungsvolles Intro. Man wartet also, und wartet… und wartet. Und kann selbst nach knapp 7 Minuten Spielzeit noch nicht so recht begreifen dass dieser Mix aus elektronischen Klängen und Rabengekrächze tatsächlich schon ein kompletter Song war. Es folgt ein kurzer Hoffnungsschimmer mit dem ruhigen „An Indifferent Cold in the Womb of Eve“ dass sowohl über typischen Gesang als auch über rauschenden Gitarrenklang verfügt. Nichtsdestotrotz ist auch dieses Stück sehr Keyboard-dominiert, und der Eindruck dass hier Songs wie Burzum´s „Dunkelheit“ als erkennbar großer Einfluss herhalten mussten, drängt sich ebenfalls auf.

So weit so schlecht – doch ab jetzt ist ganz Schicht im Schacht. Bis zum nächsten Metal-Stück „A Whisper Underneath the Bark of Old Trees“ bekommt man erst einmal 17:30 Minuten lang die volle Synthieladung. Bei der längsten Tortur „Journey Through my Cosmic Cells (The Negation of God)“ bekommt man dabei zwischenzeitlich das Gefühl in einer Techno-Disco zu stehen und ich erwische mich mehr als einmal die Skip-Taste beinahe zu drücken. Den Impuls unterdrückt und weiter gelauscht ist es endlich soweit – das was man von René „Ash“ Wagner hören möchte und das was er beherrscht – neben dem schon erwähnten Song finden sich mit dem Titelsong „Spectral Visions of Mental Warfare“ ganze zwei Stücke makellosen Black Metals. So wie man ihn von ihm gewohnt ist ist – emotional, mit wunderbaren Riffs und so gar nicht von Varg abgekupfert. Warum ging das nicht über die komplette Albenlänge? Wenn ein Ambient-Album, warum unter dem Banner einer neuen Nargaroth-Scheibe? Die Synthie-Stücke mögen (teilweise) zum entspannen bei der richtigen Atmosphäre und der nötigen Grundstimmung ganz brauchbar sein, aber ein wirklich gutes Gefühl hier Nargaroth zu hören will sich erst bei den zwei hinteren Metal-Stücken einstellen. Eigentlich hätte Ash sich denken können, dass der Kram nicht gut ankommt – bei Burzum mochte das auch niemand.

Fazit: Klingt dieses Review jetzt sehr negativ? Sollte es nämlich nicht einmal – nur maßlos enttäuscht. Vom großen Namen Nargaroth erwarte ich etwas. Ich erwarte Black Metal – und zwar so großartigen wie man ihn hier in ganzen zwei Stücken geboten bekommt. Dass zumindest auch die „Odins weeping…“ Stücke überzeugen können, steht an dieser Stelle nicht zur Debatte. Sie hätten als In- und Outro super funktioniert – aber wie gesagt: Hier bin ich engstirnig. Ich bin sicher nicht der einzige der sehnsüchtig auf etwas neues von Ash gewartet hat und nun nach Abzug all der elektronischen Klänge auf der neuen Scheibe gerade noch eine EP-länge an guter Musik bekommt. Die Bonustracks, die sich noch auf den ganzen fünf (!) Sonder-Editionen des Albums finden, habe ich jetzt einfach mal außen vor gelassen – dabei dürfte es sich um ähnliche Töne handeln.

Dennis "Bieberpelz" KnollSpeck-Taler im Durchfall: War die Euphorie über ein neues Nargaroth Werk groß – so war die Enttäuschung danach größer. Wo man auf anderen Werken Black Metal in vielen Facetten erlebt hat, erlebt man hier große Ernüchterung und der Funke blieb lange versteckt. Wissen die Melodie-Strukturen im allgemeinen ganz gut zu harmonieren – der Song „A Whisper Underneath the Bark of Old Trees“ sogar gänzlich zu überzeugen – plätschert der Rest leider nur nebenher und die Aufmerksamkeit des Hörers verschwindet schnell. Ich selber habe mich dann näher mit dem Booklet befasst, mir die Stelle aus dem Film „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ von 1931 angeschaut, und das ganze noch etwas wirken lassen. Mit der Zeit gewinnt auch dieses Werk seine positiven Seiten, hat gewissen Charme … aber auf ganzer Länge weiß es nicht zu überzeugen. Wenn man aber etwas zum nebenbei hören haben möchte – dafür ist dieses Album wirklich gut geeignet. Hat mich das ganze Werk auch nicht überzeugt – so bin ich doch froh mit „A Whisper Underneath the Bark of Old Trees“ ein sehr ergreifendes Stück Musik erleben zu dürfen. Bei mir wären es gerade noch 7 von 10 möglichen Punkten. Die Songs die lediglich auf der LP Version zu finden sind sind aber absolut unnötig.

Titelliste von „Spectral Visions of Mental Warfare“

  1. Odin’s Weeping for Jördh
  2. An Indifferent Cold in the Womb of Eve
  3. Diving Among the Daughters of the Sea
  4. Odin’s Weeping for Jördh – Part II
  5. Journey Through my Cosmic Cells (The Negation of God)
  6. A Whisper Underneath the Bark of Old Trees
  7. Spectral Visions of Mental Warfare
  8. March of the Tyrants

(5,5/10)
(5,5/10)

Anspieltips:
> Odin’s Weeping for Jördh (Ambient)
> A Whisper Underneath the Bark of Old Trees (Black Metal)

Erscheinungstermin:
26.03.2011

http://www.nargaroth.de/

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  • Saggi612

    -__-

    Ich stimme mit eurem Review ganz und gar nicht überein!

  • Dafür sind musikalische Geschmäcker ja auch zu Unterschiedlich als das jeder dort jedem übereinstimmen würde.

    Wie siehst du es denn?

  • Saggi612

    Ich möchte hier und jetzt nichts zur Musik von Spectral Visions of Mental Warfare schreiben (Phrase: Geschmack…), aber das Review ist einfach schlecht recherchiert!!!

    Zitat „Der früher unter dem Pseudonym “Kanwulf” bekannte René Wagner von Nargaroth nennt sich heute Ash.“
    – Heutzutage…? Mittlerweile sind das schon einige Jahre…
    Zitat: „da scheint sich Ash zu denken es ist Zeit der “Szene” den Rücken zu kehren. “
    – das hat er bereits vor einigen Jahren mündlich-visuell kundgetan
    Zitat:“Wenn ein Ambient-Album, warum unter dem Banner einer neuen Nargaroth-Scheibe?“
    – das hat Ash ebenso bereits erklärt und ich bin froh, dass er kein Nebenprojekt dafür ins Leben gerufen hat! Wer benötigt X-Bands bzw. X-Bandformierungen mit ein- und denselben Personen dahinter? Ist es nicht glücklicher gewählt, wenn das Schaffen einer Band/Gruppe sich stets wandelbar je nach Lebensabschnitt, Geflühl, Intension etc. sich dem Publikum präsentiert, so dass man die eine wie die andere musikalische Äußerung erleben darf. Nichts ist langweiliger und ermüdent immer dasselbe Klangmuster ertragen zu müssen!
    Darüber hinaus….
    Zitat: „…eigenständige Meisterwerke des deutschen Schwarzmetalls, wie sein letztes Album “Jahreszeiten” “
    – dazu schreibe ich nichts, denn der geneigte Hörende wird es merken

    Zitat: „…bei Burzum mochte das auch niemand.“
    – doch ICH!

    Biberpelz, hast du dir mittlerweile den Film M – Eine Stadt sucht einen Mörder angesehen? Oder nur den yt-Ausschnitt?

  • Bitte was ist daran „schlecht recherchiert“ ? Ich habe gar keine Recherchen vorgenommen bevor ich das hier geschrieben hab. Wozu auch? Ich verfolge das Schaffen dieser Band schon einige Jahre, weil es wohl eine der ersten war die mich im BM interessiert haben. Mir ist wohl bewusst, dass er schon länger Ash „heißt“ – genau so wie mir bewusst ist dass er schon immer über den BM gemeckert hat. Ändert aber nichts daran dass die vorangegenen Alben trotzdem dem Black Metal zugehörig waren und erst dieses Album es nur zum kleinen Teil ist.

    Nimm´s mir nicht übel, aber dass du irgendwelche Belanglosigkeiten falsch auffasst, macht mein Review nicht schlechter. Mir geht es hier um die Musik, die unter dem Banner eines neuen Nargaroth Albums verkauft wird und nicht um sein Pseudonym oder seine Sicht des Black Metal.

  • Saggi612

    Zitat:“Mir ist wohl bewusst, dass er schon länger Ash “heißt” “
    – warum wird diese Gegebenheit immer mal wieder als NEU „verkauft“ – bloß um irgendetwas mehr Text zu produzieren?

    Zitat: „Ändert aber nichts daran dass die vorangegenen Alben trotzdem dem Black Metal zugehörig waren und erst dieses Album es nur zum kleinen Teil ist.“
    -aha und haha! du bedienst also die berühmt – berüchtigte Gehirnschublade – hauptsache das Etikett stimmt…Anders gesagt, ist das nicht zu naiv gedacht?

    Zitat:“Mir geht es hier um die Musik, die unter dem Banner eines neuen Nargaroth Albums verkauft…“
    Es ist ein neues Album von Nargaroth, schließlich hat der Typ (und kein anderer) es musikalisch und textlich zusammengespielt und -geschrieben. Es ist das Schaffen von Nargaroth, von einem einzelnen Individuum, und alles was er an musikalischem Output hat, ist Nargaroth, ist er eben selbst. Ein Nebenprojekt würde den bereits bekannten Musiker 1. verschleiern (d.h. der dieser wartet erstmal ab, ob das neue Werk überhaupt Wirkung zeigt, sprich positive Kritiken) 2. würde letztlich der große Name immer wieder mitgeführt werden als Augenfänger…

    Wenn er sich mit seiner Musik indentifiziert, was man wohl sicherlich sagen kann, so ist es nur folgerichtig, dass er kein Nebenprojekt für Spectral Visions of Mental Warfare angestrengt hat. Es ist sein musikalisches Schaffen, warum sollte er dafür ein anderes Etikett bemühen? Ein erfolgreicher Maler würde auch nicht auf die Idee kommen seinen Namen zu ändern, nur weil er eine Zeitlang nicht mehr Expressionistisch, sondern Surrealistisch malen möchte. Ein Max Ernst bleibt ein Max Ernst, ob Expressiv, Surreal oder ganz und gar Ungegenständlich….

  • Saggi612

    Nachtrag:
    Zitat von Biberpelt: „Die Songs die lediglich auf der LP Version zu finden sind sind aber absolut unnötig.“

    Warum? Darf ich dafür eine Begründung erfahren?

  • ^^ natürlich wäre das mit dem Namen überflüssig gewesen, aber ohne das hätte der riesen Brüller mit den Pokémon nicht gezogen :D… nein ernsthaft – da steht nirgends dass es „neuerdings“ ist. Ich habe Nargaroth als Kanwulf kennengelernt, und da fand ich es eben noch einmal erwähnenswert. Zumal mir das alte Pseudonym wesentlich besser gefiehl,. Ich weiß natürlich dass der Name vom Tanz der Teufel kommt – ob du´s glaubst oder nicht, ich sehe mich nämlich irgendwo als Nargaroth Fan. Das heißt aber nicht, dass ich alles vergöttern muss was er so verbricht. Das tausend Nebenprojekte quatsch währen stimmt vollkommen und da gebe ich dir uneingeschränkt recht – aber ein komplettes Album rauszuhauen, was so an den Erwartungen vorbei geht finde ich übertrieben. Wäre das Verhältnis Metal/ Ambient anders herum würde dieses Review sich sicher ganz anders lesen. So finde ich es einfach nur unglaublich Schwach – und im Vergleich zu dem 1/10 Punkte Review dass ich sonst noch gelesen hab war ich da echt gnädig. Das war allerdings sicher auch von jemandem der Ash/ Kanwulf und seine Musik sowieso nicht ab kann.

  • Hallo Saggi612:
    „Biberpelz, hast du dir mittlerweile den Film M – Eine Stadt sucht einen Mörder angesehen? Oder nur den yt-Ausschnitt?“
    Nein, noch nicht ganz. Habe aber damit angefangen gehabt. Darüber hinaus, es heißt Bieberpelz und bezieht sich nicht auf den Biber 😉

    >>“Nachtrag:
    Zitat von Biberpelt: “Die Songs die lediglich auf der LP Version zu finden sind sind aber absolut unnötig.”

    Warum? Darf ich dafür eine Begründung erfahren?
    <> Ich erschuf dieses Album und alle darauf enthaltenen Stücke in der Treue zu den Idealen und Werten sowie in Würdigung der Traditionen des Black Metals, denen ich mich seit 15 Jahren verpflichtet fühle! <<
    Link: http://www.nargaroth.de/releases/inhalt_deu/rel_pdf_deu/13_svomw.pdf

    Zur Rezensionen und Recherche:
    Nicht immer kann und will man ein Werk komplett bis ins letzte Detail recherchieren. Dafür sind wir zu viel Hobby-Musiker/Redakteure als bezahlte Rezensenten. Ich für meinen Teil habe dieses Werk genauer recherchiert, mir die passenden Dinge dazu durchgelesen, den Film recherchiert(und teilweise geschaut) und den Hintergrund zur Thematik mir angeschaut. Aber mir fehlte eben auch die Zeit zur Kritik selber, weshalb Zigeuner (der es eh besser kann wie ich) das gemacht hat.

    Diese Rezension, wie manch andere auch, ist eben ein verriss. Von mir auch abgesegnet das dieses Album viele enttäuschen wird die sein vorheriges schaffen beobachtet haben. Ich für meinen Teil bin auch enttäuscht, auch wenn mir das Album nach langer Zeit dann doch ganz gut gefällt und oft gehört wird. Aber nichts desto trotz ist es eben ein verriss und da schreibt man dann auch etwas gröber.

    Ich danke dir für deine Anregungen, freut mich mit dir darüber zu sprechen 🙂

  • Saggi612

    Zitat von Bieberpelt: “Die Songs die lediglich auf der LP Version zu finden sind sind aber absolut unnötig.”
    Zitat von Saggi612: „Warum? Darf ich dafür eine Begründung erfahren?“
    Zitat von Bieberpelz enthält die Aussage von Ash: “ Ich erschuf dieses Album und alle darauf enthaltenen Stücke in der Treue zu den Idealen und Werten sowie in Würdigung der Traditionen des Black Metals, denen ich mich seit 15 Jahren verpflichtet fühle! <<
    Link: ;

    Was willst du mir damit sagen? Das ist keine Antwort auf die Frage, warum man die letzten LP-Stücke nicht hören müsse.

    Zitat von Bieberpelz: "…den Film recherchiert(und teilweise geschaut) und den Hintergrund zur Thematik mir angeschaut."

    Die Information, dass in einem Liedstück der Prolog von Peter Lorre aus dem Fritz Lang' Film "M – Eine Stadt sucht einen Mörder" vorkommt, hast du von mir!!! Ich habe dies mit der Hörprobe damals ins Black-Metal-Forum bei http://www.spin.de geschrieben und eingestellte.

    Zitat von Bieberpelz: "Ich für meinen Teil habe dieses Werk genauer recherchiert, mir die passenden Dinge dazu durchgelesen, …"

    Was hast du den zum Werke genau recherchiert und welche passenden Dinge hast du dir da angesehen? Hast du dir eine Interpretation der Radierung Melancholia I von A. Dürer (und die dazugehörenden drei weiteren Meisterstiche), die jüdische Geschichte des Flavius Josephus, die Edda und das Neue Testament (usw.) durchgelesen? Über die psychologischen Aspekte, die er mit anführt, kann ich ad hoc nichts sagen…

  • Hallo,

    „“ Was willst du mir damit sagen? Das ist keine Antwort auf die Frage, warum man die letzten LP-Stücke nicht hören müsse. „“

    Also da ist wohl was beim Beitrag erstellen durcheinander gekommen. Eigentlich war mein Beitrag länger und ich hatte dort aufgeführt, das die Stücke die lediglich auf der LP zu finden sind, grausam und belanglos klingen.
    Ich hatte außerdem geschrieben das es „leiherhaft“ klingt und ich erst mal schauen musste ob mein Plattenspieler kaputt ist, der Rest klingt ja ganz gut sonst, der Anfang der Scheibe aber als wäre was mit der Platte nicht in Ordnung. Man könnte meinen das wären irgendwelche Walgesänge die absolut verschoben sind. Absolut unbrauchbar.

    „“ Die Information, dass in einem Liedstück der Prolog von Peter Lorre aus dem Fritz Lang‘ Film „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ vorkommt, hast du von mir!!! Ich habe dies mit der Hörprobe damals ins Black-Metal-Forum bei http://www.spin.de geschrieben und eingestellte. „“
    Das ist auch falsch.
    Du hast es zwar dort gepostet – einiges vorher habe ich diese Stelle schon im Nachtblut Forum gepostet gehabt. Dort ist das Thema um das damalige Preview aufgekommen. Die genannten Stellen habe ich dann über google (also das Film-Zitat) gesucht und bin später auf eine YouTube Aufnahme des Films gestoßen, welche ich dort damals verlinkt hatte.
    Aber selbst wenn ich es von dir hätte – wo wäre das Problem?

    „“ Was hast du den zum Werke genau recherchiert und welche passenden Dinge hast du dir da angesehen? „“
    Das was du alles aufgezählt hast, was auch immer das sein mag, selbstverständlich nicht. Ich habe mich mit dem Booklett auseinander gesetzt, mit dem Hintergrund zu diesem Album, teilweise den Texten und eben genannte Stelle aus dem Film.
    Da ich selber nicht vor hatte ein Bericht zu schreiben war es für mich auch absolut irrelevant da noch mehr zu suchen. Es sind eben die Dinge die für mich absolut von Interesse waren.

    Nur wo ist jetzt eigentlich das Problem?

  • Nachtrag: Jetzt weiß ich auch warum mein ganzer Beitrag verschwunden ist. Die >(doppelt) Zeichen für die Zitierung von mir haben alles zerschossen, bei diesem Beitrag auch. Habe es zum Glück vorher kopiert gehabt und auch gesehen. Jasses.

  • Saggi612

    Zitat von Bieberpelz: „Du hast es zwar dort gepostet – einiges vorher habe ich diese Stelle schon im Nachtblut Forum gepostet gehabt.“

    Leider kann ich das nicht nachvollziehen, da ich in jenem besagten Forum nicht auf die entsprechenden Beiträge zugreifen kann.

    Zitat von Bieberpelz: „Aber selbst wenn ich es von dir hätte – wo wäre das Problem?“

    Diesen Umstand finde ich amüsant und interessant!

    Zitat von Bieberpelz: „Ich habe mich mit dem Booklett auseinander gesetzt, mit dem Hintergrund zu diesem Album, teilweise den Texten und eben genannte Stelle aus dem Film.“

    Also konkret heißt das, du hast das Booklet gelesen?!

    Zitat von Bieberpelz: „…mit dem Hintergrund zu diesem Album, …“
    Oh, gibt es da etwas Nennenswertes zu erwähnen, abgesehen von der Booklet-Info?

  • Kann ich kurz fragen was der Hintergrund des Albums mit der musikalischen Umsetzung (die hier schließlich kritisiert wird) zu tun hat? Ob er da nu ganz toll psychologische Aspekte verarbeitet oder nicht ist doch da irrelevant?

    Achja: Schreib doch selbst ein Review und erwähne alles was dir wichtig ist als ultimative Stellungnahme?

  • Ernsthaft – „Wo ist das Problem?“ ist die richtige Frage.

    Bieber hat das Booklet gelesen und sich damit mit dem Thema auseinandergesetzt. Was willst du noch? Sicher hast du dich mit Ash zu nem kleinen Plausch bei Tee und Plätzchen getroffen um über das Sterben des wahren Black Metal und die Bisasam-Aufzucht zu philosophieren, und weißt daher sehr viel besser über Hintergründe bescheid als wir Normalsteblichen. Aber sowas steht in einer CD Kritik wenn überhaupt nur marginal zur Debatte und ändert rein gar nichts an der Musik.

  • Saggi612

    Zitat von nilgoun: „Kann ich kurz fragen, was der Hintergrund des Albums mit der musikalischen Umsetzung (die hier schließlich kritisiert wird) zu tun hat? Ob er da nu ganz toll psychologische Aspekte verarbeitet oder nicht ist doch da irrelevant?“

    Solange es um die Musik geht, denke ich schon, dass der Hintergund (in welcher Form auch immer) wichtig ist. Ich setze im Folgenden voraus, dass mit dem „Hintergrund des Albums“ der Text im Booklet gemeint sein soll.
    Semper idem! Solange es um die Musik geht, denke ich schon, dass auch der Text wichtig ist. Ansonsten könnten sich die Musiker den Text zur Musik ganz und gar sparen, d.h. gar keinen Gesang bringen oder aber den Liedtext nicht abdrucken. Meines Erachtens nach ist der Text zur Musik relevant! Denn schließlich wird mit jedem Liedstück „eine Botschaft (abstrakter: eine Information)“ vom „Sender/Musiker zum Empfänger/Hörer“ vermittelt.
    Würde der Musik letztlich nicht etwas Entscheidendes fehlen, ohne deren spezifische Texte, ohne diese ‚gesehen/gelesen‘ zu haben?

    Zitat von nilgoun: „Schreib doch selbst ein Review und erwähne alles was dir wichtig ist als ultimative Stellungnahme.“

    Wozu? Ist es nicht gestattet, Kritik zu äußern?

  • Zige <3

    "Würde der Musik letztlich nicht etwas Entscheidendes fehlen, ohne deren spezifische Texte, ohne diese ‘gesehen/gelesen’ zu haben?"
    Das kommt immer auf das jeweilige Werk an.
    Wenn wir die allgemeinen Hörer mal betrachten, dann achten die wenigsten Menschen dabei auf den Text. Das ist sehr schade, es gibt aber immer weniger Menschen die sich mit dem Text auseinander setzen und daher sind Rezensionen die sich auf die Musik (ohne den Text) beziehen in vielen Fällen auch brauchbar. In diesem Falle spielt der Text eine Rolle für den, den es interessiert. Aber eben nicht für alle.
    Und sollte nicht jeder für sich entscheiden dürfen ob er lieber Musik oder beides zusammen konsumiert?

    Wenn die Musik nicht gefällt – dann interessiert der Text dahinter oft wenig. Und Musik wird meistens dem ersten Eindruck nach über den Klang gehört, ob man da Text versteht oder nicht.

    "Wozu? Ist es nicht gestattet, Kritik zu äußern?"
    Jeder darf Kritik äußern. Würde diese auch so ankommen wäre sie erwünscht.
    Es wirkt hier mehr aber nach reinem Provozieren und denunzieren. Also erwarte bitte nicht das wir es nach so vielen Ausflüchten deinerseits noch ernst nehmen wollen.

    Wenn du was zur Musik/den Texten zu sagen hast – dann tu dies auch bitte. Wenn nicht, dann dienst du eben weiterhin zu unserer Unterhaltung.

    Ich bedanke mich

  • Natürlich darfst du auch Kritik äußern Saggi, dass Ding ist doch nur, dass diese sich fern abseits von „realitätsnahen“ Reviews zu einer Scheibe befinden. In einer Idealen Welt sind die Texte zúr Musik natürlich wichtig aber zum Einen interessieren sich viele nicht dafür (=> nicht relevant für ein Review) und zum Anderen ändert es weder was am Aufbau noch am Klang der Musik um was es aber nunmal hier ging.

    Der Punkt ist also: Das Review bearbeitet alle Punkte die es muss in angemessener Form, d.h. deine „Kritikpunkte“ wären wenn dann höchstens „Add-Ons“, die aber nunmal nicht Pflicht sind. Willst du sie aber irgendwo veröffentlicht sehen wirst wohl du selber ran müssen

  • Saggi612

    Zitat von Bieberpelz: „Wenn die Musik nicht gefällt – dann interessiert der Text dahinter oft wenig. Und Musik wird meistens dem ersten Eindruck nach über den Klang gehört, ob man da Text versteht oder nicht.“

    Da gebe ich dir Recht, dass zuerst die Musik überzeugen sollte, denn, wenn dies nicht der Fall ist, ist der Liedtext ja sowieseo egal. Wenn das Musikstück aber überzeugt, ist es doch nur folgerichtig, dass der Hörer sich dann auch mit dem Text befasst, um beide Aspekte, Musik und Text in einer Symbiose, genießen zu können. Dass die Liedtexte bei Kritiken, seien diese nun positiver oder negativer Art, in der Regel unbeachtet bleiben, finde ich daher einfach schade…

    Zitat von nilgoun: „In einer idealen Welt sind die Texte zur Musik natürlich wichtig aber zum einen interessieren sich viele nicht dafür (=> nicht relevant für ein Review) […]“
    Ok, dass sich wahrscheinlich viele nicht für den Liedtext interessieren, muss ich wohl letztlich akzeptieren. Aber vielleicht könnten die Liedtexte, wenn diese in Kritiken besprochen und interpretiert werden würden, einige Hörer ästhetisch ansprechen, so dass sie sich nicht nur mit der Musik, sondern auch mit deren Inhalten auseinandersetzen.

    Zitat von nilgoun: „Willst du sie aber irgendwo veröffentlicht sehen, wirst wohl du selber ran müssen.“
    Tja, Licht und Perlen in die Dunkelheit und in den Dreck streuen, aber ich glaube, das Gewächs würde keine Früchte tragen.
    …-entweder selbst oder gar nicht (gedacht)-…

  • Saggi612
  • Herzlichen Glückwunsch – du bist der größte Fanboy von dem ich im ganzen weiten Internet bisher lesen durfte. Es ehrt mich fast in deiner Doktorarbeit über Nargaroth als schlechtes Beispiel herzuhalten. Falls ich soweit reinkriechen kann, besuche ich dich vllt. mal zu ner Tasse Kaffee in Ash´s Hintern.

  • Jens

    Also ich denke nicht, dass saggi ein Fanboy ist. Ich würde doch glatt meine komplette Sammlung an Nasenhaarschneidern verwetten, das saggi Mister Nargaroth persönlich ist.
    Wetten dass…? :-)))

  • Du glaubst nicht wie oft wir uns das innerhalb der Redaktion schon gefragt haben 😀

  • Jens

    Und ich hatte schon die Befürchtung, das fällt keinem auf 🙂
    Generell finde ich es aber schön, wenn Musiker versuchen ihrer Musik einen ansprechenden intellektuellen Unterbau zu verpassen. Aber im Falle von Spectral bringt das leider keine zusätzlichen Pluspunkte. Und Kritiker jetzt damit mundtot zu machen, sie würden die Musik nicht verstehen, weil sie Buch X nicht gelesen und Film Y nicht gesehen hätten, halte ich für absurd.
    Intellektueller Anspruch und musikalisches Spielvermögen klaffen hier einfach meilenweit auseinander, weswegen die Mischung auch nicht wirklich gut funktioniert.

  • Saggi612

    Saggi isn’t Nargaroth! Nargaroth isn’t Saggi!
    No Comment!

  • Alles klar, René.

  • Unbekannt

    „Nichtsdestotrotz ist auch dieses Stück sehr Keyboard-dominiert, und der Eindruck dass hier Songs wie Burzum´s “Dunkelheit” als erkennbar großer Einfluss herhalten mussten, drängt sich ebenfalls auf.“

    So ein Schwachsinn! So ein Schwachsinn den man immer lesen muss… Nie stimme ich mich mit Metal Alben Reviews ein… Man kann ein ganzes Album nicht bewertet… Das geht einfach nicht! Black Metal ist und bleibt einfach Krieg und das wird es auch immer bleiben…

  • Zige

    😀 wie geil… wie alt bist du denn, dass du Phrasen wie „Black Metal ist Krieg!“ herumkrakehlst? 12?

    Zum Album selbst: Meine Meinung dazu hat sich mittlerweile etwas geändert. Es hat zwar gedauert, aber ich hab mich letztendlich echt damit angefreundet – in der richtigen Stimmung dazu ist es schon sehr atmosphärisch. Aber die anfängliche Enttäuschung vieler darüber muss man schon verstehen – man geht mit anderen Erwartungen an ein neues Nargaroth Album.