Nattefrost - Terrorist (Necronaut Pt. I)

Nattefrost – Terrorist (Necronaut Pt.1) (Review und Kritik)

Nattefrost - Terrorist (Necronaut Pt. I)
Nattefrost – Terrorist (Necronaut Pt. I)

Dass Nattefrost (Carpathian Forest) nicht ganz normal ist, weiss schon so ziemlich jeder. (Besonders die armen Seelen die seine Capathian Dancers in rhytmischer Aktion erleben durften).

Auch das Nattefrost getaufte Soloprojekt kann die Vermutungen um seinen Geisteszustand nicht grade widerlegen.

Unter dem Banner des „True Primitive Norwegian Narrow-Minded Elite Black Metal“ geht die geisteskranke Höllenfahrt los.

 

Der jetzt schon kultige Opener „Nekronaut (Cunt Cunt gimme more)“ macht klar dass dieses Album mit einem Augenzwinkern betrachtet werden muss (Alleine schon die Textstelle: „My grim Necropenis wants more“). Nattefrost will hier zeigen wie Black Metal seiner Meinung nach wieder sein sollte: Abstossend, respektlos, verachtend und widerlich. Und seine Rechnung geht auf, denn Necronaut trifft genau ins Mark eines jeden nicht zu zart besaiteten Schwarzmetallers mit Hang zur Selbstirnonie.

Nattefrost
Nattefrost

Musikalisch beschränkt sich Nattefrost glücklicherweise nicht auf lahmes Geprügel von der Stange, sondern liefert 1A Blackened Thrash Metal, garniert mich dreckigen Solos und fetten Riffing.

Die Songs verursachen ein tierisches Verlangen einfach loszubangen.

Auch Nattefrosts Einlagen in den Songs wie z.B. das Koksgeschnüffel in „Primitive Death“ (I need Kokain!) oder „Eine kleine Arschmuzick“ wo man Nattefrost, begleitet von chilliger Lounge-Mukke, beim Urinieren zuhören „darf“ erheitern Hörer mit „speziellerem“ Humor.

Den Vogel schiessen aber „Catapvltam Vrinam Philosophiam“ und „Dinsadansdjeveldyrkaar!!!“ ab.

„Catapvltam Vrinam Philosophiam“ ist eine geschmackvolle Aufnahme von Nattefrost beim Rückwärtsessen die man sich eigentlich hätte sparen können.

Das verwirrende „Dinsadansdjeveldyrkaar!!!“ wird gesungen von „The Transsexual Uberdwarves“ und klingt wie Schlager. Ein netter Bonus, aber kein wirklich unterhaltsamer Song.

Was aber überhaupt nicht gemusst hätte ist das über 15 Minuten lange Schlussstück „The Death of Natefrost (Still Reaching for Hell, Pt. 2)“. Trompeten und wirre Soundcoulagen und sogar ein Berghorn irgendwo im Geräuschebrei machen dieses Stück zu einer absoluten Folter.

Alle anderen Stücke siedeln sich zwischen Black und Thrash Metal ein und laden zum bangen und gröhlen ein. Absolut tauglich für jede Metal-Party.

 

Fazit:

Johannes
Johannes

 

Zart besaitete Menschen sollten einen grossen Bogen um diese CD machen, sie ist anstössig, menschenverachtend und teilweise extrem widerlich. Aber genau das finde ich an „Necronaut“ grade so anziehend.

Ein sehr selbstironischer Ausflug ohne moralische Grenzen oder Bedenken.

Wer damit klarkommt, den erwartet ein kompromissloses Stück Black Metal.

 

 

Trackliste:

  1. 8,5 / 10
    8,5 / 10
    1. Nekronaut (Cunt Cunt Gimme More)
    2. Black Metal Suicide (Claws Of Perdition)
    3. Hellcommander
    4. Terrorist
    5. Merket For Helvete
    6. Eine Kleine Arschmuzick
    7. Satan Is Endless, Satan Is Timeless
    8. Primitive Death
    9. Goat Worship
    10. Catapvltam Vrinam Philosophiam
    11. Preteen Deathfuck
    12. Dinsadansdjeveldyrkaar !!!
    13. The Death Of Nattefrost (Still Reaching For Hell Part II)
  • Anspieltipps:
  • Nekronaut (Cunt Cunt gimme more)
  • Satan is Endless, Satan is Timeless
  • Hellcommander

 

 

 

 

 

 

 

 

 

About Kettenhund

Mir wurde hier erlaubt meine bescheidene Meinung über Musik zu äussern, dieses geniesse ich auch freudestrahlend und ich vollsten Zügen. Ich bin 22 Jahre jung und lebe im schönen Emsland in einem abgeschiedenen und weltfremden Dorf das ich hier nicht näher beschreiben muss.

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