Nebelhexe - Dead Waters

Nebelhexe – Dead Waters (Review und Kritik)

Nebelhexe - Dead Waters
Nebelhexe - Dead Waters

Dass Andrea Haugen, ihreszeichen Kopf der beliebten Ambient Folk Band Hagalaz Runedance, mittlerweile unter dem Pseudonym Nebelhexe neue Alben veröffentlicht, dürfte etlichen, die das Schaffen der Norwegerin verfolgt haben, bekannt sein. Immerhin sind seit der Umbenennung im Jahre 2004 zwei Alben unter dem Namen erschienen. Etwas elektronischer geht man zu Werke, etwas weg von den organisch traditionellen Wurzeln von Hagalaz Runedance, doch der Anteil nordisch inspirierten Folks ist immer noch vorhanden. Mit Dark Waters legt Frau Haugen ihr nun drittes Album vor.

Im Vordergrund steht die einzigartige Stimme der Nebelhexe selbst, welche angenehm eigenständig wirkt, verfügt sie doch nicht über das Trällerelsen-Syndrom, möglichst künstlerisch (oder künstlich) aufgeblasen von ihrer Stimme Gebrauch zu machen, sondern wirkt einfach natürlich und auf ihre eigene Art und Weise erdig.

Andrea "Nebelhexe" Haugen
Andrea "Nebelhexe" Haugen

Musikalisch pendelt Nebelhexe zwischen elektronischen Tribal-Rhythmen, orientalischen Anklängen, wie beim Titelstück, welches in sich absolut spannend aufgebaut ist und mir persönlich auch am besten gefällt, und kann eben neben warmen Synthieklängen auch mit eisiger nordischer Atmosphäre aufwarten. Um Abwechslung wird sich bemüht, beispielsweise bei „In my dreams I am free„, welches sich von prasselndem Regen begleitet allein durch gesprochene Worte und einer stets gleichen Elektroorgel Melodie entfaltet. Keineswegs monoton, wie man denken mag, sondern durch den tollen Schluß, der durch das wiederholen der Worte „i am free“ sehr in sich einnimmt, einfach ein wunderbares Stück Musik. Gelegentliche E-Gitarren, wie bei „Beyond the ninth wave“ lockern die Stücke auf, bieten ihnen etwas organischen Unterbau, bei all den manchmal etwas steril wirkenden elektronischen Klängen. Gerade bei „Fallen“ wirken sich diese sehr positives auf das Gesamthörereignis aus und untermalen das Stück insofern, dass sie den zerbrechlichen Synthieklängen Unterstützung bieten.

Trotz aller popigen Anklänge bleibt das Album angenehm heimelig und versprüht eine gewisse Natürlichkeit. Leider etwas kurz ist es geworden, doch wofür wurde die Repeat-Taste erfunden, denn wer sich einmal mit Nebelhexe auseinander gesetzt hat, wird sich von dem Album schnell gefangen nehmen lassen.


iskharian3Fazit:

Eine spannende Sachen ist „Dead waters“ geworden. Zwar sind die Voraussetzungen etwas anders, als noch bei Hagalaz Runedance, doch schafft es Nebelhexe auf eine ähnliche Art und Weise mich einzunehmen. Ein Album für ruhige Abende.



Trackliste:

  1. Again the wall
  2. Skindeep
  3. Digital sleep
  4. Dead waters
  5. Charmed (again)
  6. In my dreams I am free
  7. 19th century ghost
  8. Beyond the ninth wave
  9. Fallen
  10. The nightguard

( 8,5 / 10 )
( 8,5 / 10 )

Anspieltipps:

Dead waters, Fallen, Again the wall

Erscheinungstermin:

04.05.2009

Nebelhexe Homepage

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