Necropsy - Deathprayer

Necropsy – Deathprayer (Review und Kritik)

Necropsy - Deathprayer
Necropsy - Deathprayer

Necropsy – Deathprayer (Review und Kritik)

Wenn man die Scheibe und das Artwork der Death Metal Debütanten „Necropsy“ in den Händen hält, kommt es einen vor als habe die jedes noch so kleine Splatter-/ Gore- Metal Klischee erfüllen zu versucht. Richtig schwer soll sich dann allerdings die Recherche zu der relativ jungen Band erweisen, denn beim Namen ist man ähnlich vorgegangen. Alleine in deutschen Landen scheint es zwei Gruppen des Namens zu geben, von den drölfzig in aller Welt einmal abgesehen. Da bleibt letztendlich nur zu hoffen das „Deathprayer“ selbst Innovativer als seine Aufmachung ist.

Immerhin geht man bei „All the Grief“ schon einmal recht solide vor. Riffs und Drumming können überzeugen und den Hörer mehr als einmal den Kopf im Takt mit wippen. Das einzige Manko dabei scheint zu sein, dass die Stimme von Sänger Chriggy sich etwas sehr im Hintergrund befindet. Growling hat man schon besseres gehört, aber man solch kleine Bands selbstverständlich nicht an Größen wie Cannibal Corpse messen. Außerdem wird das musikalische Massaker mit dem Titeltrack „Deathprayer“(Video weiter unten) auch rein technisch sehr gut fortgeführt.

Aber bleibt wirklich Langzeitmotivation vorhanden? Das Titellied war wohl einfach zu langsam. Beim schnelleren „Blood on Me“ wandern die Gedanken immerhin zurück zur Musik. Und langsam beginnt man sich auch an die, leider nicht sehr variable, Stimme zu gewöhnen. Aber es handelt sich immerhin um eine Extrem Metal Band. Und wer einfach mal die Matte schütteln will ist hier und auch beim folgenden „Last Revenge“ recht gut beraten. Besonders letzteres klingt so brutal wie es der Death Metaller hören möchte. Donnernde Drums und hartes und dennoch melodisches Riffing wissen zu gefallen. Erstmalig scheint auch die Stimme einen leichten Groove Einschlag zu bekommen, der zum Glück bei „The Chosen One“ weiter anhält.

Necropsy
Necropsy

„Hate“ scheint einen vollkommen anderen Weg einschlagen zu wollen. Zunächst einmal etwas ruhiger Gehalten und mit einem „relativ“ hohem Schrei zu Beginn, war man kurzweilig an Black Metal erinnert, bevor es doomig schleppend zurück in härtere Gefilde geht. Trotz eines offensichtlich recht simplen Textes hat man es hier schon mit einem der hervorstechensten Stücke der Scheibe zu tun. Zumindest schallt „My Tormentor“ da schon wieder um längen Old Schooliger aus den Boxen.

Und was will man schließlich mehr als Old School Death Metal im Sinne von „Hostage of War“? So lange ein Song ordentlich knüppelt und evtl. noch ein toller Groove vorhanden ist, hat die Band ihre Aufgabe erfüllt. Walzende Riffs tun auch hier ihr Übriges. Warum auch ein bewährtes Erfolgsrezept ändern? „Empty Words“ und „Preaching Insanity“ sind keine wirklichen Überraschungen mehr, aber die Band wird den Todesmetallern der Welt durchaus gefallen und so manchem sicher auch mit ihrer ausgefeilten Gitarrenarbeit den Mund wässrig machen können.

Tobias "Zigeunerjunge" GeersFazit: Auch wenn es mich persönlich nicht fesseln kann, ist dem Album nicht ab zu streiten, dass die Arbeit sehr Solide ist. Fans von Old School Death Metal Bands könnten hier etwas neues für ihre Plattensammlung finden. Mir fehlt hier besonders gesanglich die Abwechslung. Sänger Chriggy schafft es tatsächlich die komplette Platte ohne große veränderung der Tonlage stumpf durch zu growlen. Schreie wie der am Anfang zu „Hate“, sind da leider schon ein rares Highlight. Außerdem hab ich bis zum Ende der Scheibe hin das Gefühl gehabt, dass seine Stimme extrem in den Hintergrund geraten ist. Schade, denn etwas abwechslungsreicher und innovativer könnten die Nürnberger sehr viel mehr erreichen.


Tracklist von „Deathprayer“

  1. All the Grief
  2. Deathprayer
  3. Blood on Me
  4. Last Revenge
  5. The chosen One
  6. Hate
  7. My Tormentor
  8. Hostage of War
  9. Empty Words
  10. Preaching Insanity

( 6,5 / 10 )
( 6,5 / 10 )

Anspieltips:
> Last Revenge
> Hate

Erscheinungstermin:
Bereits Erschienen

http://www.myspace.com/necropsynrnberg





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