Der Meister sitzt bequem

Neue Tourtermine und Interview von und mit ASP

Der Meister sitzt bequem

Anlässlich der heutigen Veröffentlichung des neuen ASP-Albums „Fremd“ wollen wir euch mit den neuesten Tourterminen (inklusive Zusatzkonzerten!) und einem ausführlichen Gespräch mit Asp zum nächsten Kapitel versorgen:

„Das Anderssein ist immer eine Chance, eine Keimzelle für neue Gedanken und Ideen“, so Asp über das Grundthema seines neuen Albums. „Das sich Fremdfühlen in einer Gesellschaft fördert auch das Hinterfragen von Bestehendem, von Traditionen, und ruft letztendlich Veränderung hervor.“
Der Frankfurter Künstler betreibt mit seinem Werk jedoch keine Meinungsmache – vielmehr beschäftigt er sich tiefgreifend und philosophisch mit dem Gefühl des Fremdseins und all seinen Energien, die es freisetzt. Ganz so wie sich das in der Welt der Subkultur „Gothic“ bereits seit einigen Jahren feststellen lässt: kaum eine Subkultur definiert sich so sehr und so optisch sichtbar über Abgrenzung wie die sogenannte Schwarze Szene. Kaum eine Szene ist andererseits so produktiv und charakterstark. Gothic-Veranstaltungen weisen nicht selten höhere Besucherzahlen auf als die meisten kommerziellen Events. In kaum einer Szene sind thematische Vielfalt, geistreiches Reflektieren und fundierte Bildung so wichtig wie bei den „Gothics“.  Philosophische Ansätze und ein tiefgründiges Auseinandersetzen mit der Gesellschaft sind zentrale Werte.

Kein Wunder, dass die Szene gerade im Hinblick auf die derzeitige gesellschaftliche (Aufbruchs-)Situation insbesondere in den letzten Monaten einen krassen Zulauf zu verbuchen hat. Aufgrund der hohen Nachfrage mussten bei ASP bereits zwei zusätzliche Shows in Bochum und Frankfurt für die bevorstehende Wintertournee hinzugebucht werden.
“Es zeichnet gerade diese Szene aus, einen offenen Geist und ein offenes Herz zu besitzen. An der gesellschaftlichen Akzeptanz hat sich trotzdem rein gar nichts geändert. Schwarze Kleidung oder die Art sich zu schminken, wie es Gothics gerne tun, besitzt immer noch einen ausgeprägten Exotenstatus. Es wird als Provokation empfunden, und das soll auch so sein. Obwohl wir schon sehr lange Musik machen, hat es für mich immer noch etwas sehr Rebellisches.“

Auf dem Album „Fremd“ reflektiert Asp all die Emotionen, mit denen er sich aufgrund seiner „Andersartigkeit“ im Laufe seines Lebens und seiner Karriere konfrontiert sah. „Fremd“ ist ein philosophisches Handbuch für all diejenigen, die an der Gesellschaft schon einmal gezweifelt haben oder das Gefühl hatten, Dinge überdenken zu wollen. „Ich habe mich in dieser Welt immer schon fremd gefühlt. Mir macht auch sehr zu schaffen, dass wir in einer immer kälteren und härter werdenden Welt leben. Ich fühle mich fremd in einer Welt, in der ich mir ständig bewusst bin, welch schreckliche Dinge Menschen anderen Menschen antun. Ich habe in meiner Musik noch nicht eine Horrorstory erzählt, die auch nur annähernd so schlimm ist wie das, was Menschen anderen Menschen antun können. – Generell herrscht in Bezug auf die Weiterentwicklung des menschlichen Seelenlebens bei uns oftmals fas finstere Mittelalter.“

ASP auf Tour:
21. Oktober, Dresden, Alter Schlachthof
22. Oktober, Potsdam, Waschhaus
23. Oktober, Bielefeld, Ringlokschuppen
25. Oktober, Stuttgart, Theaterhaus
26. Oktober, Saarbrücken, Garage
27. Oktober, München, Muffathalle
28. Oktober, Schwabach, Markgrafensaal
29. Oktober, A-Wien, Gasometer
02. November, Köln, Live Music Hall
03. November, Hamburg, Docks
04. November, Bremen, Modernes
05. November, Leipzig, Haus Auensee
16. November, Bochum, Matrix – ZUSATZKONZERT

17. November, Bochum, Matrix
18. November, Bochum, Matrix – AUSVERKAUFT
22. November, Frankfurt, Batschkapp – ZUSATZKONZERT

23. November, Frankfurt, Batschkapp
24. November, Frankfurt, Batschkapp
30. November, CH-Zürich, X-tra

Weitere Informationen findet ihr hier.

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