Noisuf-X – Voodoo Ritual (Review und Kritik)

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Noisuf-X - Voodoo Ritual

Jan L. aka X-Fusion aka Noisuf-X ist eine sehr umtriebige Person. Seit dem letzten Album aus seinem Studio, X-Fusions „Vast Abysm“, ist gar nicht mal so lange vergangen, schon steht ein neues Album seines zweiten Projekts Noisuf-X in den Regalen. Dazu kommt noch das mit Spannung erwartete, in Kooperation mit Suicide Commandos Johan Van Roy entstehende Kombat Unit-Album, welches ebenfalls noch dieses Jahr erscheinen soll. Da hat er sich jedenfalls eine Menge vorgenommen. Neben dem eher komplexen Material von X-Fusion, das den Hörer sehr herausfordert, gibt es also mit Noisuf-X nun ein Projekt, das sich voll und ganz den vollen Tanzflächen verschrieben hat.

Da wird das Projekt jedenfalls ankommen. Mit „Hit me Hard (and Hit me fast)“ (auf diesem Album auch im X-Fusion-Remix vertreten) oder „Tinnitus“ setze man bereits ganz respektable Akzente und machte die Tanzflächen voll und auch das Album war ein Riesenerfolg, der sich mit diesem Album sicherlich fortsetzen wird.

Noisuf - X
Noisuf.X

Amazon - SchattenschleierIm Gegensatz zu seinem eher komplex-experimentellen Projekt X-Fusion setzt Jan L. hier eher auf Einfachheit und Eingängigkeit. Dabei macht er sich auch gar nicht mal so schlecht, wo man doch gemeinhin sagt, dass in der Beschränkung der wahre Meister liegt – Wo ich im Falle dieses Albums absolut zustimme. Die Songs sind sicherlich nicht sonderlich abwechslungsreich, auf so manchen Schnickschnack – Ein Effekt hier, ein anderer da und Streicherbombast – wurde genauso verzichtet wie auf Gesang. Stattdessen gibt es ständig wiederholende, noise-lastige Soundschleifen und harte Beats, über die meist eine simpler, aber hoch effektiver Keyboardline gelegt wurde und eine ganze Reihe von mehr („Noise and Bouncing“) oder minder („Voodoo Ritual“) interessanten Sprachsamples.

An sich sind alle Voraussetzungen für ein gutes Clubalbum erfüllt. Alle Songs sind dafür ausgelegt, das schwarzbunte Volk zum Tanzen zu bringen, was sie mindestens bis zum nächsten Noisuf-X-Album locker schaffen werden. Voraussichtlich werden sich die Songs „Noise and Bouncing“, „Krach Bumm“, „3000 Phon“ (mit coolem Pink-Panther-Sample), „Intellectually Retarded“ und „Just a Trip“ am besten durchsetzen können, da diese Songs den tanzbarsten und eingängigsten Eindruck machen. Die DJs sollten sich nach diesem Album die Finger lecken: Die Songs kann man getrost durchlaufen lassen, da alle Songs (sehen wir mal von dem Intro „Void“ ab) auf der Tanzfläche super funktionieren sollten.

Fenriz
Fenriz

Fazit: Wo X dransteht, ist auch X drin, das hört man überall ganz deutlich. Somit sollte das Album auch nicht in Gefahr laufen, in der großen Masse der synthetischen Tanzmusik unterzugehen. Viel eher besteht die Gefahr, dass die Songs totgedudelt werden, das bekannteste Beispiel dafür ist Agonoizes „Koprolalie“. Da die Chance auf einen Nachfolger bzw. neues L.-Futter recht groß ist, ist die Chance, sich in den Clubs daran satt zu hören, eher klein. Es wird eigentlich sein wie immer: Die Tanzflächen werden brechend voll sein und die Massen nach weiterem Material lechzen. Ergo ist doch alles im grünen Bereich. Und jetzt los, Kinder – Er will euch tanzen sehen! Ich mach mit, wer noch?




Tracklist:

  1. Void
  2. Krach Bumm
  3. Just a Trip
  4. Intellectually Retarded
  5. Voodoo Ritual
  6. Last Dance
  7. Creepage Current
  8. Destroyed
  9. 3000 Phon
  10. It could Work
  11. Halluzinogen
  12. Noise and Bouncing
  13. Game Over
  14. Dance of the Knights
  15. Hit me Hard (X-Fusion-Remix)
(8/10)
(8/10)


Release:

27.02.2009

Anspieltipps:

  • Noise and Bouncing
  • Krach Bumm
  • 3000 Phon
  • Intellectually Retarded
  • Just a Trip

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