Oil10 - RetroFuture

Oil10 – RetroFuture (Review und Kritik)

Oil10 - RetroFuture
Oil10 - RetroFuture

Seit zehn Jahren macht Oil10 elektronische Musik und gehört eigentlich in jede gut sortierte Electrosammlung. Nun meldet sich Gilles Rossire zurück in der Szene und präsentiert eine Retroview auf sein musikalisches Schaffen mit dem Album RetroFuture.

Oil10
Oil10

Bei RetroFuture handelt es sich aber keineswegs um einen schnöden Zurückblick, viel mehr beinhaltet das Album ausnahmslos neu aufgenommene Klassiker der bisher veröffentlichten Alben. Nehmen wir uns doch ein wenig Zeit und betrachten das am 03. April in den Handel gekommen Album ein wenig. Auch wenn es sich im Grunde genommen um ein BestOf-Album handelt, merkt man dies beim hören nicht. Durch die CD zieht sich wie ein roter Faden eine klare musikalische Synthese eines genialen Musikerhirns und eines Synthesizers. Es ist bei jedem Track erstaunlich, was Gilles Rossire aka Oil vollbringt. Die Songs sind extrem gut strukturiert und bieten höllisch guten, tanzbaren Electropop. Es ist wunderbar den Synthieklängen zu folgen und man verspürt schnell den Drang sich zu den Rhytmen und Vibes zu bewegen. Oil10 schafft es immer und immer wieder mit dezenten Synthie-Klängen den Zuhörer in andere Wleten zu ziehen, die herrlich detailgetreu ausstaffafiert sind. So kann man bei “Lost in Metropolis” sehr real den Eindruck gewinnen, in einer Metropole verloren zu sein – hervorgerufen durch Gilles ruhige sehr monoton wirkende Stimme, die immer von neuem, wie bei einem Mantra “Lost in Metropolis” verkündet. Dieses Mantra wird dem Zuhörer so effizient eingegeben, bis dieser das Gefühl hat verloren in einer großen Stadt umherzuirren. “Fade to black” hingegen zeichnet ein ganz anderes Szenario, – es wird eine dunkle düstere, leicht bedrohliche Tristes aufgebaut, die sich auf den zweiten Blick garnicht als so leer und trist heraussellt. In ihr liegt eine gewisse beruhigende Dynamik, die doch trotz der augenscheinlichen Bedrohlichkeit zum Verweilen einlädt, schon fat tröstlich und auf eine gewisse Art wie eine alte Bekannte ist. Im Gegensatz dazu strozt “Fade to black” “Oil5” geradezu vor Lebensenergie, einem Funken Energie eines kleinen Elektrons, die vermag die Nacht taghell zu erleuchten. “Oil5” animiert einen, einen Teil dieses Quantums Energie für sich zu beanspruchen und zu tanzen, tanzen bis eine lange Clubnacht zu Ende geht. “Electric Angels” geht sogar noch ein Stück weiter, zeigt sich mit leichten Sounds, die zum davontreiben einladen, dazu sich einfach fallen lassen. “Electric Angels” ist eine angeheme Überraschung zum genießen.


Fazit:

RetroFuture ist eine selten geile CD. Sie ist viel mehr als “bloß” eine Retroperspektive auf 10 Jahre Oil10. Für die CD wurden schöne Tracks ausgewählt und sehr gut remastert. Wüßte man nicht, dass es sich um eine Retroperspektive handelt, könnte man fast auf den Gedanken kommen, dass hier ein wunderschönes Konzeptalbum vorliegt, bei dem man eine qualitativ sehr hochwertige Verarbeitung bemerkt, sowohl was die Auswahl der Songs betrifft als auch deren Aufnahme.
Wenn morgen Weihnachten wäre, würde RetroFuture bestimmt ganz weit oben auf meinem Wunschzettl stehen, darum gibt es von mir satte 9,5 von 10 möglichen Punkten. Alles andere wäre nach meinem Empfinden einfach nicht fair und von mir unanständig.


Tracklist:

  1. Airway
  2. Oil5
  3. Propaganda
  4. Synthetic Skin
  5. Strange Days
  6. Lost in Metropolis
  7. Grand Illusion
  8. Electric Angels
  9. Oil2
  10. Second Moon
  11. Fade to black
  12. The Beast
  13. Counter Clock

( 9,5 / 10 )
( 9,5 / 10 )

Anspieltips:



Lost in Metropolis, Counter Clock, Oil5, Snthetic Skin

Erscheinungstermin:

03.04.2009

Format: CD

Label: Funkwelten

Vertrieb über: NovaMedia

Oil10 ist:  Gilles Rossire

Gründungsjahr:  1998

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