Orden Ogan – Easton Hope (Review und Kritik)

Orden Ogan - Easton Hope

Episch und krachend, das beschreibt es am besten, das neue Album der Melodic Power-Metaller Ordan Ogan. Easton Hope ist der Drittling der sechs Herren aus NRW.
Mit einem Cover, das klischeehafter nicht sein kann, laden Orden Ogan auf eine Reise ein, die vor Überraschungen nur so strotzt, und von Klischee sicher auch nicht ganz befreit ist.

Mag sein, dass ich vom vorherigen Durchhören beeinflusst wurde, aber mich erinnert das Intro Rise and Ruin stark an Piratenfilme und Seefahrt. Klassik und Epik lassen hier sicher nichts zu wünschen übrig.
Abgelöst wird das Instrumental von unerwartet energiegeladenen schroffen Riffs und Drums. Die Geschwindigkeit steigert sich mit stimmlichen Einsatz noch mal und bildet einen schönen Gegensatz zur Epik im Intro. Nobody Leaves hat jedoch nicht nur Power zu bieten, sondern setzt auch chorale Gesänge und klassische Instrumente ein.
Vielfalt ist aber sicher im ganzen Album groß geschrieben, sowohl der episch klingende Gesang im Refrain beweist dies, als auch der Folgetrack.
Bei Goodbye musste ich anfangs an Nightwish denken, jedoch fügt das Sextett seine eigene Note bei, und macht es wieder zu seinem Eigen. Die für das Genre ungewöhnlich vielfältig einsetzbare Stimme von Sänger Seeb bringt eine Schwere in den Song, die in der Einleitung nicht zu spüren war. Chorgesang wird auch hier nicht ausgelassen.
Beim Titeltrack Easton Hope haben die Gitarren mal Sendepause, bzw. spielen nicht wie üblich im Vordergrund mit. Der Refrain klingt nach einer kleinen Hymne und wie auch bei vielen anderen Titeln, scheint der Song sich innerhalb seiner Spielzeit zu verändern. Zum Ende hin wirkt er ruhiger und gequälter, fast wie ein ganz anderes Stück. Doch der Refrain befreit das Lied wieder von dieser Last.

Der Titel verrät schon, wie es folgend beginnt: Mit einem befreienden Welcome Liberty„. Wie in den vorherigen, so strotzt auch dieses Werk vor Abwechslung und symphonischen Einflüssen.
Aber die Jungs können auch härter, wie z.B.: in All these dark years oder The black heart.
Richtig fantasy-geladen wird es nochmal mit dem Requiem, einem ruhigen leisen Track ohne großartig markanten Instrumentaleinnsatz.
Und schon beinahe am Ende des Albums taucht nochmal ein richtiger Leckerbissen auf.
We are Pirates ist ein -wie unerwartet!- episch metallisches Werk voller Gitarren, stampfenden Trommeln, einprägsamer Melodien, und einem Duett Seebs mit Gastsänger Majk Moti (ehemaliges Mitglied der Heavy Metal Band Running Wild).
Eine Hymne an die Freiheit der Piraten, mit dem Leitspruch „die in the waves or live on your knees„- We are Pirates ist ein kleines Meisterwerk und sehr zu empfehlen, besonders auch das Musikvideo, ein sehr unterhaltsames und kitschgeladenes Video.

feature

Fazit: Alles in Allem haben Orden Ogan mit ihrem neuen Album ein kleines Meisterwerk abgeliefert.
Meines Erachtens kommen sie nah an Größen wie Blind Guardian heran, wobei sie natürlich einen eigenen Stil besitzen.
Die ausgeprägte Stimme, und der abwechslungsreiche Einsatz jedes Instrumentes gemischt mit Epik und Power bilden eine perfekte Einheit – mit vielleicht ab und an etwas zuviel Kitsch.
Übertroffen wird das alles nur noch von einer brennenden Kirche auf dem Cover von Easten Hope.
Naja, Klischees erfüllen muss manchmal wohl auch sein.

Tracklist:

  1. Rise And Ruin
  2. Nobody Leaves
  3. Goodbye
  4. Easton Hope
  5. Welcome Liberty
  6. All These Dark Years
  7. Nothing Remains
  8. Requiem
  9. We Are Pirates
  10. The Black Heart
  11. Of Downfall And Decline

( 8,5 / 10 )

Anspieltips: Easton Hope, All These Dark Years, We Are Pirates

Release: 15.01.2010

Orden Ogan Myspace

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