Overunitmachine - Antropophobia

Overunitmachine – Antropophobia (Review und Kritik)

Overunitmachine - Antropophobia
Overunitmachine - Antropophobia

Manche Musik geht merkwürdige Wege und Overunitmachine aus Italien gehen eben über viele verschiedene Wege um zu ihrem Ziel zu gelangen. Von leicht elektronischen Anklängen, über Crossover bishin zu progressivem Metal ist alles vorhanden und so frag ich mich nun, was ich zu einer Musik sagen soll, die mich an sich nicht wirklich berührt.

Ja, durchaus, die Ideen sind nett, arrangiert wurde das Ganze auch recht fett und das Material besitzt sogar einen gewissen Charme (der italienische Akzent in den englischen Texten ist schon liebenswert), aber so ganz warm werde ich mit der Musik der Band nicht wirklich. Nette Momente sind schon vorhanden, beispielsweise der psychedelische Beginn von „Dust to Dust„, der hymnische Charakter von „1000„, was sicherlich als Hit in der alternativen Dorfdisko gut laufen könnte, mich aber leider kaum vom PC-Sessel reißen kann. Aber gerade in „1000“ sind schließlich sphärische Elemente vorhanden, die mich dann doch noch aufhorchen und den schon zur Skip-Taste wandernden Zeigefinger erst einmal zurückschrecken lassen.

Overunitmachine
Overunitmachine

Das Stück ist jedenfalls eingängig ohne Ende, trotz gewisser Sperrigkeit, die vor allem die Rhythmusfraktion mit sich bringt. Was mir dabei etwas in den Ohren klingelt, ist der abwechslungsreiche, aber gerade in den Stellen, bei denen Sänger Klown in gleichbleibender Höhe seine Wut heraus brüllt, etwas Nerven aufreibende Gesang. Musikalisch pendeln die Stücke zwischen atmosphärischer Ruhe, deren Passagen mir am besten gefallen wollen, und Neumetallischer Kraft. Ein richtiger Hinhörer ist das letzte Stück „Ghosts“ geworden, welches mit Akustikgitarren und ausgeprägten Keyboardteppichen den Grundstein für eine anständige Ballade legt. Ist zwar nichts wirklich besonderes, aber eine willkommene Abwechslung auf dem sonst eher von Rhythmik dominierten Album.

Was danach kommt hätte ich dann beim besten Willen nicht erwartet. Elektronik bis zum umfallen, Industrial mit derben Noise-Elementen, quasi als Hiddentrack sofort an „Ghost“ anschließend. Klingt interessant, wäre aber in Verbindung mit der eigentlichen Musik Overunitmachines noch spannender. Aber wer weiß, vielleicht beim nächsten Mal?


iskharian3Fazit:

Ich bin wohl nicht ganz der Richtige, um zu Overunitmachine großartig etwas sagen zu können. Handwerklich auf jeden Fall stark, die Songs mögen sogar mir etwas gefallen, aber mit der musikalischen Ausrichtung der Italiener kann ich eigentlich wenig anfangen. Fans des angesprochenen Genremixes können also durchaus noch zwei bis drei Punkte drauf legen.



Trackliste:

  1. Ten seconds to…
  2. Breathe
  3. Dust to dust
  4. 1000
  5. Teethgrinder
  6. Unnamed Track
  7. Son of shame
  8. I know who you are
  9. Judge my sins
  10. Machinemade humans
  11. Ghosts (1119)

 

( 5 / 10 )
( 5 / 10 )

Anspieltipps:


1000, Ghosts, Ten secons to…

Erscheinungsdatum:

22.05.2009

Overunitmachine Myspace

About Iskharian

Check Also

Review: AC/DC „POWER UP“

Warum hört und liebt man AC/DC? Nicht um im neuen Album etwas zu erwarten, dass …