Primo Victoria – Sabaton live in Berlin

Kaum eine andere Band hat in den letzten Jahren einen derartigen Aufstieg hinter sich, wie die True Metaler von Sabaton. Von einer kleinen Band aus Schweden ist, innerhalb kürzester Zeit, einer der bedeuteten Acts der Metal-Szene geworden.

 

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Mit ihrer letzten Veröffentlichung „Heroes“ festigen die Mannen um Joakim ihre Ausnahmestellung in der Welt der harten Töne. Nun stand mit Berlin eine der schwierigsten Stationen ihrer Tour an, gilt das Publikum der Hauptstadt doch als sehr verwöhnt.

Mit den Klängen des „Europe“ – Klassikers „The final Countdown“ wurde die Show zwischen Krieg und Frieden eingeläutet. Bemerkenswerter Weise war sogar dieses Konzert ausverkauft, Metal hat es in Berlin schließlich nicht leicht. Als dann aber die ersten Klänge der „Ghost Division“ zu hören waren, gab es kein Halten mehr. Das Publikum ging von der ersten Sekunde ab und feierte gemeinsam mit der Band ein rauschendes Fest. Bereits der zweite Song „To hell and back“ dürfte in die Geschichte eingehen, so wurde schon lange nicht mehr in Berlin gefeiert. Eine grandiose Bühne und eine Band, der die Spielfreude ins Gesicht geschrieben war, machten diesen Abend perfekt. „Carolus Rex“ entpuppte sich zu einem wahren Live-Garanten. Man hatte das Gefühl in einem Meer von Pommesgabeln zu stehen. Eine unglaublich gute Stimmung versetze den Club in einen Hexenkessel. Die Temperatur stieg unaufhaltsam. Eine der Hymnen, mit denen Sabaton insbesondere die Herzen der polnischen Fans im Sturme eroberte, ist zweifelsohne „40:1“. Ein Stück, das den Überfall auf Polen durch die Wehrmacht thematisiert und die polnische Armee als tapfere Widerstandskämpfer ehrt. Eine Besonderheit, die der Band ausschließlich in Deutschland zuteilwird, sind die „Noch ein Bier“ – Rufe. Man nimmt es innerhalb der Band mit Humor und hat diesen Rufen den Song „Gott mit uns“ gewidmet. Mit einem der älteren Sabaton Songs ging es dann weiter direkt nach vorne. „The Art of war“ wird wohl auch noch in 100 Jahren als Song bestehen bleiben und als eine der Hymnen alle Zeiten überdauern.

Der Abend nahm langsam immer mehr Fahrt auf, ob nun „7734“ oder „resist and bite“, die Fans zelebrierten jeden Song gemeinsam mit der Band. Zwischen den Songs griff Frontmann 476897_10151034988157738_539877737_13362186_305645949_oJoaim auch gern selbst zur Gitarre und spielte Riffs von Michael Jackson bis Iron Maiden. Für Kurzweil und Spaß war also mehr als gesorgt. Eine der Lieblingssongs der Fans ist sicherlich „Swedish Pagans“ und so ließ sich die Band nicht lange bitten und erfüllte ihren Supportern auch diesen Wunsch. Nach „A lifetime of war“ kam das legendäre „Attero Dominatus“ zu Aufführung. Ein Song, der den Untergang des Dritten Reiches und den Vormarsch der Alliierten nach Berlin thematisiert. Durch die besondere örtliche Nähe zum Inhalt des Songs, wurde dem Track noch mehr Authentizität eingehaucht. Mit „White Death“ wurde das reguläre Set beendet.
An Aufhören war jedoch nicht zu denken, die Meute feierte munter weiter, bis Sabaton die Bühne erneut eroberten und mit „Night witches“ die Fans erneut anstachelte, ihr Haupthaar zu schütteln. Das legendäre „Primo Victoria“ folgte im Anschluss und ließ die Halle erbeben. Jeder sprang und sang den Refrain lauthals mit. Als traditionelles Ende wurde der Song „Metal Crue“ auserwählt, dessen Text ausschließlich aus Band-Namen besteht. Nun waren keine Wünsche mehr offen und die erschöpften, aber glücklichen Fans verließen die Halle.

Fazit: Sabaton gehören mittlerweile zu den einflussreichsten Metalbands dieser Welt. Ihre Live-Präsenz ist unglaublich gut und sie schaffen es jeden Fans mit auf ihre Reise zu nehmen. Wenn also die Möglichkeit besteht, diese Schweden live zu sehen, solltet ihr es euch nicht entgehen lassen.

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