Cover: Revolution Nation

Requiem in Black – Revolution Nation (Review und Kritik)

Cover: Revolution Nation
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Um mal eine gemächlichere Art des Industrial zu zeigen, soll’s hier nun um Jessie und Aeren aus Denver, Colorado (USA) – besser bekannt unter dem Bandnamen Requiem in Black – gehen. 2005 gegründet, releasten das Musiker-Duo schon zwei Jahre später „Requiem in Black“. Ein weiteres Jahr liegt zwischen dem Debütalbum und dieser Scheibe: „Revolution Nation“ (2008). RiB supportete bisher Künstler wie Seabound, De/Vision, London after Midnight, Rome, Hocico und viele mehr.
Einmal mehr mussten wir erfahren, dass das Porto aus den Staaten nach Eurpoa unangemessen hoch ist…

Das Künstlerduo wird im englischen Sprachraum der Szene vergleichsweise hoch angesehen, nicht zuletzt durch den besonderen Musikstil. Steven Goins (ReGen Magazine) beschrieb die Band und ihren Stil einst folgendermaßen: „This band has amazing stage presence. They are talented artists and their music is like a breath of fresh air.“ (Diese Band hat eine eindrucksvolle Bühnenpräsenz. Sie sind talentierte Künstler und die Musik ist wie ein Atemzug klarer Luft.) Derzeit begleitet RiB Nitzer Ebb auf deren Tour. Zeitgleich ist RiB fester Bestandteil in diversen Radioprogrammen.

Jessie hat professionellen Gesangsunterricht genossen, seit sie acht Jahre war, sowie Unterricht an verschiedenen Instrumenten. Ihre Erfahrung und Ausbildung kommt dem Künstler-Duo in mehrfacher Hinsicht zugute.
Aeren komplettiert mit seinem Können das Duo. Seit mehr als einer Dekade an Jahren spielt er Schlagzeug und kann ebenfalls auf einen umfassenden Schatz an Erfahrung zurückgreifen.

Das Album „Revolution Nation“ besteht aus 10 eigenen Tracks und vier Versionen anderer Künstler. Knapp eine Stunde dauert das abwechslungsreiche Werk, dass sich trotz industriellen Einflüssen durchaus auch zum Sammeln neuer Kräfte nach einem harten Arbeitstag eignet. Die Variationen spendierten Assemblage 23, Taury Goforth, Tristraum und Invisible ASPS.

Der Stil der beiden Amerikaner zeichnet sich durch die vollelektronische Klangerzeugung aus. Kreativ programmierte Drumsets und durchdacht gesetzte Synths ergänzen Jessies poetische Texte. Als Themen dienen Krieg (Front Line), Sensationsgeilheit (Ether), Destruktive Politik (Revolution Nation) und einige Alltagsthemen.


BassTierchen
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Fazit: Für mich zu träumerisch und „nich-fetzend“. Ich fürchte die mitteleuropäische Industrial-Markt verlangt eher nach EBM-orientierteren Produktionen, die die Tanzfächen füllen. Nichtsdestotrotz eine ernstzunehmende Band, die auch hierzulande eine große Zahl Anhänger mobilisieren kann.



Tracklist:

  1. Front Line
  2. Ether
  3. Salvation
  4. Captive
  5. Revolution Nation
  6. Convince Yourself
  7. Escape
  8. Life
  9. Victory
  10. Worthless
  11. Captive (Assemblage 23 Remix)
  12. Revolution Nation (Taury Goforth Remix)
  13. Ether (Tristraum Remix)
  14. Victory (Invisible ASPS Remix)
7,5/10 Punkte
Anspieltipps

  • Worthless
  • Ether
  • Revolution Nation
  • Victory

Erscheinungsdatum: bereits veröffentlicht (2008)

Requiem in Black auf MySpace

Requiem in Black Homepage

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