Review + Galerie 15. Pluswelt Festival 2014

Schon früh warteten etliche Besucher des ausverkauften Pluswelt Festivals vor der Krefelder Kultur Fabrik auf Einlass. Um 19:05 Uhr öffneten sich die Tore, um die Besucher zum 15.mal im Rahmen des Pluswelt Festivals einzulassen. Auf dem Gang vom Eingang zur Halle und in dem Café der Kultur Fabrik wurde es ein wenig eng. Denn die Tür zum Bühnenbereich blieb weiterhin geschlossen. Bei Temperaturen um 5°C treib es fast nur die hartgesottenen Raucher nach draußen.

Laut dem Programmzeiten auf www.pluswelt.de sollte die erste Band um 19:30 Uhr beginnen.  Genau zu dem Zeitpunkt öffnete sich auch die Tür zu der Halle, in der die Bühne aufgebaut war. Doch die Bühne war leer und William Control PW14blieb es auch noch für eine weitere halbe Stunde.

Um kurz vor 20 Uhr begann die Show von „WILLIAM CONTROL“. Die Band ist zur Zeit als Supporter von „COMBICHRIST“ auf Tour und heizte an diesem Abend dem Publikum gut ein. Melodischer Darkwave in Kombination mit dem Pirouetten drehenden Sänger Will Francis sorgten für ausgelassene Partystimmung bei dem im Takt schwingendem Publikum. Nach einer guten halben Stunde hatten die Gäste nun Zeit zum Verschnaufen ehe es mit „PROTAGIELD“ weiter ging.

Der Stil von „PROTAFIELD“ wird mit „industrial Rock“ beschrieben, doch bei ihrem Auftritt ging der „industrial“ Part wohl ein wenig unter. Es erinnerte mehr an „Death Metal“, was beim Publikum leider nicht gut ankam. Die Reihen lichteten sich merklich und die, die nicht das Café aufsuchten, wirkten anderweitig beschäftigt. Positiv gesehen konnte man seine Kräfte für den weiteren Abend sparen, denn die wurden später noch bis zum letztenGrendel 2 PW14 erschöpft.

Um 21:10 Uhr holten „GRENDEL“ den Dampfhammer raus und sofort kehrte die positive Stimmung von „WILLIAM CONTROL“ wieder zurück. Obwohl nicht viel Bewegungsfreiheit vor der Bühne vorhanden war, tanzten die Besucher und feierten einen mitreißenden Auftritt der Band.  Satte 50 Minuten waren wie im Flug vergangen und „GRENDEL“ übergab das Mikro an „AESTHETIC PERFECTION“.

Während man in den viertelstündigen Pausen zuvor sich Getränke und Snacks kaufen konnte und bei der Rückkehr zu Beginn der nächsten Band immer noch einen Platz in der ersten Reihen ergatterte, war es nunmehr eine schlechte Idee. Schon lang vor den ersten Klängen von „AESTHETIC PERFECTION“ stand das Publikum dicht gedrängt. Sänger Daniel Graves spielte gekonnt mit seiner charismatischen Ausstrahlung und nicht nur die Frauen lagen der Band zu Füßen. Trotz des engen Zeitplans eines Festivals, dem man so oder so schon hinterher hinkte, beglückte „AESTHETIC PERFECTION“ die Besucher mit einer Zugabe, um die Wartezeit bis zum Headliner des Abends zu verkürzen.

Combichrist PW14Doch die gewohnten 15 Minuten zwischen den Bands wurden dieses Mal überzogen und die Gäste begannen sich zu sorgen. Bereits früh am Abend kamen Gerüchte auf, dass „COMBICHRIST“ den Auftritt canceln würde da ein Bandmitglied im Krankenhaus läge. Andere wussten zu berichten, das die Band wegen ihrer Tour einfach nur „durch sei“ und kränkelt. Wurde das alles vorher als „Gerede“ abgetan so kam, kurz vor der erwarteten Auftrittszeit, doch Unruhe auf. Gesteigert wurde diese noch , als anstelle der Band, der Moderator die Bühne betrat und dem Publikum mitteilte, dass Gitarrist Eric seit dem Mittag in einem Krefelder Krankenhaus lag und die Show nicht wahrnehmen konnte. Doch ganz nach dem Motto „The Show must go on“ war „COMBICHRIST“ da und zog den Auftritt durch.  Trotz der Sorge um das fehlende Bandmitglied lieferte „COMBICHRIST“ ein Feuerwerk ab. Sänger Joe war sogar zu Scherzen aufgelegt. So stibitzte er, einer Frau aus der ersten Reihe, eine Mütze und setzte sie selber auf , ehe er sie lachend mit den Worten „It`s very purple“ zurück gab. Hätte man die Ankündigung verpasst und verstünde man kein Englisch, so wäre es gar nicht aufgefallen, dass jemand fehlte. Sie schafften es den leeren Platz auf der Bühne zu füllen und gemeinsam mit den Festivalbesuchern eine geniale Party zu feiern, die einerseits viel zu früh, andererseits rechtzeitig zum Ende der Kraftreserven um 1:10 Uhr ihren Abschluss fand.

 

[justified_image_grid ids=54736-54744]

[justified_image_grid ids=54745-54753]

[justified_image_grid ids=54754-54758]

[justified_image_grid ids=54759-54760]

 

About Shotroth

Es war einmal vor sehr langer Zeit. Da schnappte ich mir eine Kamera und unter argwöhnischen Blicke machte ich meine ersten Gehversuche. Doch Blümchen waren mir zu langweilig. Ich brauchte Action! So kam ich zum Bereich der Festivalfotografie, denn dies lies sich gut mit meiner anderen Liebe der Musik vereinbaren ( Was gibt es auch besseres als Musik und hübsche Fotos?)

Check Also

NCN12 - Nocturnal Culture Night 2017

Preview: NCN 12 – Nocturnal Culture Night 2017

Round 12! Vom 8. bis 10. September 2017 lockt das 12. NCN Festival wie gewohnt …