Rezension: Chapel of Disease – The Mysterious Ways Of Repetitive Art

Chapel of Disease sind eine deutsche Band aus dem Jahre 2008. Mit „The Mysterious Ways of Repetitive Art“ erschien Anfang Januar 2015 ihr zweites Album auf dem Markt. Euch erwarten sieben finstere Tracks voller Tod und Verderben.

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Das Album beginnt mit „The Mysterious Ways“. Düstere Ambient-Elemente und durchdachte Gitarren-Riffs heizen die musikalische Hölle erst vor, da folgt auch schon der zweite Song.
Mit „The Dreaming of The Flame“ ist die infernalische Beschwörung unvermeidlicher Schrecken in vollem Gange. Die Band nimmt sich Zeit für ruhigere Parts und gibt ihren eindringlichen Riffs damit genug Raum zur Entfaltung. Unter dynamisch variierenden Drums schickt die Stimme aus den Tiefen hallend Vers um Vers von feurigen Phantasien.

Der dritte Song heißt „Masquerade In Red“. Satte Beats und abwechslungsreiche Riffs erschaffen zunächst die ersehnte Härte. Doch grade als man den musikalischen Fortgang des Themas zu erahnen glaubt überraschen tiefdringende Einzeltöne mit einem einzigartigen Ambiente und der grollende Gesang lässt den Zuhörer einen Blick hinter die Maske des roten Todes erhaschen.

Direkt im Anschluss folgt „Lord of All Death“ und damit ein sehr vielseitiges Lied. So unvermeidbar wie der Tod selbst finden Schlagzeug, Gitarren und Gesang unter wechselndem Tempo immer wieder zu einem brutalen treibenden Kern zurück. Ein Lied von dem man nie genug bekommen kann.

Der fünfte Song trägt den Namen „Symbolic Realms“ und braucht ein wenig Zeit um sich aufzubauen. Während Anfang und Ende eher als nachdenklich oder atmosphärisch beschrieben werden können überzeugt der Hauptteil durch teils trashige oldschool-Parts die die Erinnerung an altbekannte Bands aufleben lassen.

Das vorletzte Stück „Life is But a Burning Being“ wartet Geknüppel der feinsten Sorte auf. Gitarrengewitter mit brachialen Drums wechseln sich unter dem unvermeidbaren Grollen des Gesangs mit ruhigen Stellen ab. Wie ein Seelenfeuer an dessen Höhepunkt die Erkenntnis über das Sein den Geist befällt.

“…of Repetitive Art” ist der siebte Song des Albums. Durchdachte Übergänge zwischen unterschiedlich schnellen Parts erschaffen eine eigenwillige Atmosphäre, die den Hörer intensiv fesselt und damit einen gelungenen Abschluss bildet.

 

Fazit:
“The Mysterious Ways of Repetitive Art“ ist ein Album, welches auch nach dutzenden Malen des Anhörens immer wieder mit überraschenden Elementen aufwarten kann und nie langweilig wird. Definitiv eine gute Investition beim nächsten CD-Kauf.

 

Tracklist:

  • The mysterious ways…
  • The dreaming of the flame
  • Masquerade in red
  • Lord of all death (between the rim and pegana)
  • Symbolic realms
  • Life is but a burning being
  • …Of repetitive art

About Rost

Musik ist eine der schöpferischten Dinge die es gibt. Sie kann verborgene Kräfte freisetzen und ungeahnte Tiefen aufdecken. Ein und derselbe Moment kann durch die "richtige" Musik unvergleichlich werden. Musik ist der Versuch ein Gefühl in wenigen Minuten Spielzeit einzufangen. So viele unterschiedliche Facetten es von menschlichen Emotionen gibt, so unterschiedlich kann auch die Musik sein. Und so erschlossen auch schon das Feld der Interpretationen von musikalischen Themen scheint, so überraschter ist man doch, wenn hier und da neue Werke entstehen, die noch tiefer unter die Haut gehen als jemals für möglich gehalten. Lasst uns schwache Momente haben in Sphären voller Traurigkeit, lasst uns von Zerstörung träumen in Zeiten der Wut und lasst uns mit einem Lächeln die Augen schließen wenn der Klang der Melodien die Hoffnung nährt. Musik ist lebendig. Also lasst uns gemeinsam die richtige Musik suchen für den richtigen Augenblick.

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