Rezension: KATAKLYSM – OF GHOSTS AND GODS

 

In knapp 25 Jahren haben sich die Franko-Kanadier Kataklysm an die Spitze der Death-Metal Szene ihrer Heimat gesetzt und auch international respektablen Ruf erlangt. Nach einer leichten Abwärtstendenz, sind sie aber mit ihrem zwölften Album „Of Ghosts and Gods“ wieder voll da.

Kataklysm_Band

Dass Kataklysm wieder on Top sind, zeigt sich bereits im coolen Intro des Openers „Breaching The Asylum“, das eine düstere fast filmische Stimmung erzeugt, die im Verlauf des Tracks konsequent und brachial fortgeführt wird. Doch anstatt alles nieder zu knüppeln setzen die Kanadier auf intelligentes Songwriting, das sich großenteils im Midtempo abspielt. So stehen epische Stücke („Hate Spirit“) gleichberechtigt neben den Ausbrüchen brachialer Naturgewalten („Marching Through Graveyards“). Die klug inszenierte Ausgewogenheit von Northern Hyperblast und monstermäßigem Groove zieht sich komplett durch das Album und hält so die Spannung beim Hören auf höchstem Niveau. So ist es nicht verwunderlich, dass sich bei jedem weiteren Durchlauf immer wieder Überraschungen und feine Details offenbaren.

Fazit:
Mit „Of Ghosts and Gods“ haben Kataklysm einen echten Kracher hingelegt, der die vorübergehende Flaute in ihrer Karriere wohl endgültig beenden dürfte. Das Album überzeugt mit intelligent durchdachten Songs und einem unglaublichen Facettenreichtum. Monumentale Riffwände, treibende Grooves und grabesdüstere Growls hier passt einfach alles zusammen. Welcome back Guys!

Tracklist:

  1. Breaching The Asylum
  2. The Black Sheep
  3. Marching Through Graveyards
  4. Thy Serpent’s Tongue
  5. Vindication
  6. Soul Destroyer
  7. Carrying Crosses
  8. Shattered
  9. Hate Spirit
  10.  The World Is A Dying Insect

 

About Martin Sadat

Bin ein musikverrückter Mittvierziger, der es nie zum Musikerdasein gebracht hat und deshalb seine Leidenschaft mit Schreiben über die schönste Sache der Welt auslebt, auch Radiomoderation und ein eigener Sender gehören zu meinen künstlerischen Ambitionen. Musik hat die besonders schöne Eigenschaft, dass sie nicht nur Emotionen transportiert, sondern auch für ein Leben lang wach hält, wer kennt nicht die besonderen Momente im Leben, an die man sich beim Hören bestimmter Stücke erinnert. Deshalb bin ich der Auffassung, dass der eigene Musikgeschmack nie breit genug sein kann, denn die Qualität zählt und nicht das Genre. So hat John Coltrane ebenso seinen Platz in meinem Leben wie die Beatles und Black Sabbath. Sonst halt ich's einfach mit Neil Young: Keep On Rockin' In The Free World.

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