Rock in Hell: Festivalbericht + Bilder

In der Schule würde es bei Rock in Hell (04.04.2015 in Colmar/Frankreich) heissen: Thema verfehlt. Die einzige Band die Rock spielte, waren Crucified Barbara. Alle anderen waren „metalisch“ unterwegs. Das Line-Up: Smash Hit Combo, Bukowski, Rise of the Northstar, Dagoba, Black Bomb A, Crucified Barbara, Madball und Behemoth. Bis auf Crucified Barbara und Behemoth alles französische Metal-Bands. Bei den Zuschauern und auch bei den Bands herrschten im Gegensatz zur deutschen Metalszene kurze Haare und „Freizeitkleidung“ vor. Aber auch hier trägt man die T-Shirts seiner Lieblingsbands.

 

Dagoba-01002

Die erste Band, Smash Hit Combo, habe ich knapp verpasst. Somit fing mein Festivaltag mit Bukowski an. Diese betraten in Freizeitkleidung die Bühne. Aber mit Ausruhen hatte das was kam nichts zu tun, sie legten sofort richtig los. Auf ihrer FB-Seite bezeichnen sie ihren Stil als Power Rock, aber das ist es nicht, eher Power Metal. Und immer wieder forderte Sänger Mathieu die „Wall of Death“, dieser Aufforderung wurde nur zu gerne nachgekommen. Es wurde nicht nur gepogt, auch  Crowd-Surfing wurde praktiziert, sogar Sänger Mathieu surfte im Publikum.
Hier nochmal ein großes Lob an die Ordner (und das den ganzen Tag/Abend): Sehr, sehr freundlich, auch zu den im Minutentakt wiederkommenden Crowd-Surfern. Und sie verteilten auch Wasser an die Zuschauer.

Mit der nächsten Band Rise of the Northstar kam zum Metal auch noch Rap. Schwarz und einheitlich gekleidet im Japan-Look erschienen sie auf der Bühne. Auch RotN wurde vom Publikum begeistert aufgenommen.

Das wurde noch getoppt durch die nächste Band: Dagoba. Sie stellten sich als absolute Publikumslieblinge heraus, und hier vor allem Drummer Franky Constanza und Sänger Shawter. Auch hier wieder die Wall of Death, die von Shawter mit kleinen Handzeichen gefordert wurde.

Black Bomb A war einer meiner Favoriten des Festivals. 2 Sänger mit unterschiedlichem Stil, einer screamte, der andere growlte. Das hat sehr gut zusammengepasst, super!

Die nächste Band war für mich eine Enttäuschung: Crucified Barbara. Sie passten mit ihrem Stil nicht in das Line-Up. Sie waren zwar nett anzusehen, aber ihre Musik und sie selbst wirkten „bemüht“… und langweilig.

Bei Madball änderte es sich wieder, auch sie beim Publikum äusserst beliebt. Die Ordner hatten inzwischen große Mühe alle Crowd Surfer aufzunehmen. Man konnte sich nicht mehr vorstellen, dass die Stimmung noch gesteigert werden konnte.

Der Top-Act des Festivals war natürlich Behemoth. Sie traten in ihrem typischen Bühnen-Outfit auf. Der Stil war jetzt ein ganz Anderer, vorher hauptsächlich Hardcore, jetzt Death. Aber sie konnten nicht ganz an ihre Vorgänger (bis auf Crucified Barbara) anknüpfen. Bei denen war die Stimmung einfach besser. Und gegen Ende wurde es im Zuschauerraum sogar schon merklich leerer. Ihre Show war natürlich perfekt, vielleicht zu sehr. Der Kontakt mit dem Publikum fand nicht statt. Aber trotzdem habe ihren Auftritt genossen. Die Gestik und auch die „Blicke“ von Nergal sind einzigartig.

Fazit: Super Bands, super Organisation, es hat alles gepasst und das 10 Stunden lang!!!
Und mein persönliches Fazit: Wenn es noch mit dem Fotopass geklappt hätte, wären die Fotos besser geworden, so sind es mehr „Notfotos“ mit meiner Kompaktkamera.

Bukowski

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Rise of the Northstar

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Dagoba

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Black Bomb A

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Crucified Barbara

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Madball

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Behemoth

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