ROME – To Die Among Strangers (Review und Kritik)

rome_cover_300
ROME - To Die Among Strangers

Wow. Ich wusste gar nicht, dass es im kleinen Luxemburg sogar Szenebands gibt. Naja, Schwamm drüber – Was andere Länder an Quantität haben und an Qualität vermissen lassen, hat das kleine Dörfchen mit Nationenstatus andersrum – Nur eine verdammt großartige Band – ROME. Die nach der ewigen Stadt benannte Band ist eine mir bis gerade unbekannt gewesene Band, die nach dem gehörten eine der absoluten Speerspitzen des Post Punk/Neofolk-Genres darstellt. Leider ist es nur eine Single – Doch die macht schon eine Menge Lust auf mehr – Eine große musikalische Leistung!

rome_01_400
ROME

Doch ehe wir zu sehr in die Lobhudeleien abdriften, einige kleine Informationen zur Band. ROME wurden zunächst als Soloprojekt von Jerome Reuter gegründet und blieb ein Projekt, bis Patrick Damiani dazustieß. Seitdem wurden 3 Alben veröffentlicht, die wohl sehr sehr gute Kritiken erhielten – Und leider bisher völlig an mir vorbeigingen, ein Versäumnis, das ich schleunigst nachholen sollte. Mit „To Die Among Strangers“ liegt hier ein kleiner Vorgeschmack zum demnächst erscheinenden, kommenden Album vor, der reinhaut ins Post Punk- und Neofolkbegeisterte Herz.

Zunächst einmal der Titeltrack. Dieser beginnt warm, einschmeichelnd und schwer melancholisch mit Lagerfeuerakustikgitarren und Windgeräuschen in Kombination mit Jeromes tiefer und ergreifender Stimme und gipfelt in ein absolut episches Violinsolo, das für Gänsehaut sorgt. Eine Gänsehautballade, die bisher ihresgleichen sucht- Auch auf dieser verdammt hochklassigen Single, was aber auf gar keinen Fall bedeuten soll, dass die anderen Songs – „Reversion“, „Wir Götter Der Stadt“ und „Mourir a Madrid“, ein verflucht dunkler Ambientartiger Song, durchschnittlich oder gar schlecht sind. Das sind sie nicht einmal ansatzweise. Insbesondere „Reversion“ sollte man noch oft hören. Es beginnt mit schönen Cure-Gedächtnisklampfen und endet in einem flotten Akustikgitarrensong mit elektronischen Anleihen.

Fenriz
Fenriz

Fazit: Eine kurze Review für  eine viel zu kurze CD. Doch das, was an Qualität aufgeboten wird, wiegt die mangelnde Quantität doch extrem auf – Ich habe in der letzten Zeit kaum ein solch ergreifendes und melancholisch schönes Werk gehört wie ROMEs neueste Single. Man bekommt eine unwillkürliche Lust, das neue, demnächst erscheinende Album sofort zu holen, ins Herz zu schließen und immer und immer wieder anzuhören. Meine Fresse, was für ein geiler Anheizer! Doch die Höchstpunktzahl gibt es erst für das komplette Album, wenn es denn hält, was die Single verspricht.


Tracklist:

  1. To Die Among Strangers
  2. Reversion
  3. Wir Götter der Stadt
  4. Mourir A Madrid
8/10
8 / 10

Veröffentlichung: 15.05.2009

Anspieltipps:

– Alle

www.myspace.com/romecmi

About Fenriz

Check Also

Galerie: Hell Boulevard – Dead Serious Tour + Florian Grey + The Fright

The Fright Florian Grey Hell Boulevard   All Pics by Hel 7t9