Schock - Band

Schock – Interview Nordhorn 25.10.08

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Die Alternativ Rocker Schock legten am 06.06.08 mit ihrem dritten Studioalbum „Halt Still“ nach. Ob Schock die hohen Erwartungen ihrer Fans nach den grandiosen ersten beiden Alben halten konnten, erfahrt ihr im nachstehenden Link.

Schock – Halt Still Review

Direkt nach der Veröffentlichung startete die Halt Still Tour. Wir von Schwarze News.de haben es uns nicht nehmen lassen, die 5 über ihr Album, die Tour und Zukunftspläne zu befragen.

Schwarze-News: 5 Jahre lang mussten eure Fans auf das kommende Werk Halt Still warten! Warum hat es diesmal so lange gedauert?

Michael Schock: 5 Jahre wahrscheinlich, weil mit unserem letzten Werk, das Glamour betitelt war, Probleme auf uns zu kamen, die wir nicht eingeplant hatten, z.B. das Ende der Kooperation mit unserem damaligen Plattenlabel und diverse Besetzungswechsel, die uns durch Höhen und Tiefen gingen ließen, die wir aber verarbeitet haben und in diesem Album präsentieren können.


Schwarze-News: Habt Ihr in der Zeit an eine Auflösung der Band gedacht?

Michael Schock: Oh ja. Nicht nur einmal. Ich glaube jeder von uns hat mal den Gedanken gehabt. Man hat hat irgendwann einfach keinen Bock mehr, die neuen Musiker einzuarbeiten und jedes Mal das Set und die Songs neu zu schreiben und neu zu arrangieren und man reißt sich den Arsch auf und nichts geht vorwärts. Irgendwann kommt man an den Punkt, wo man sich fragt: Ist es das noch wert? Wir haben aber niemals aus den Hinterkopf verloren, wie wichtig uns das eigentlich ist. Jedes mal, wenn wir dachten, wir ziehen uns 3 – 4 Wochen zurück, haben wir gemerkt, dass irgendetwas fehlt und von daher muss die Sache einfach weitergehen.


Schwarze-News: Halt Still setzt wieder wie der Vorgänger mehr auf melancholische Lyrics als auf rockig harte Songs wie Erwacht! War das Absicht und wird es bei dem nächsten Album auch so sein?

Michael Schock: Melancholisch sind die Lyrics wahrscheinlich durch die lange Zeit, die zwischen beiden Alben lag, geworden. 5 Jahre hat es wie schon gesagt gedauert und in der Zeit haben wir lange danach gesucht, wie es weitergehen soll. Wie soll Schock weiterhin klingen? Es kamen neue Musiker und neue Einflüsse hinzu. Wir hatten weniger Keyboards bzw. gar keine mehr und haben auschließlich Keyboards per PC gemacht und so war es schon klar, dass es eher melancholischer wird.


Schwarze-News: Wie kam es jetzt dazu, dass ihr „Halt Still“ im Eigenvertrieb veröffentlicht habt?

Michael Schock: Wir haben natürlich auch geguckt, in wie weit wir uns wieder mit einem Label zusammen tun, um die Platte raus zubringen, aber wir haben keinen passenden Partner gefunden. Weiter wollten wir uns auch nicht groß in unsere Arbeit reinreden lassen und haben uns für diesen Weg entschieden, um alle Fäden selbst in der Hand zu haben und zu schauen, was passiert. Wenn es sich noch irgendetwas ergibt, werden wir – denke ich – drüber nachdenken, aber im Augenblick ist das ein ganz guter Weg für uns.


Schwarze-News: Diese Frage ist speziell an Michael Schock gerichtet, da er für die Texte verantwortlich ist. Mit dem Album Glamour hast du hauptsächlich eigenes aus dem Leben und deinem Umfeld erzählt. Wie verhält es sich mit Halt Still?

Michael Schock: Das ist eine Mischung und ich denke man hört es auch vereinzelnt. Es ist alles irgendwo aus meinem Umfeld, aus dem, was uns alle umgibt, sowie einige sehr persönliche Sachen, die in der langen Zeit vorgefallen sind und die irgendwie verarbeitet werden müssen. Ich habe das Glück, dass ich vieles über Texte verabeiten kann und davon lebt das Werk. Daher ist es eher melancholisch geworden.


Schwarze-News: Eurer Homepage konnten wir entnehmen, dass ihr auf dem WGT 2009 auftreten werdet. Kommen noch andere große Festivals hinzu?

Matthias Fahrig: Derzeit lässt sich dazu leider noch sehr wenig sagen, das WGT und das Hexentanz-Festival sind bisher bestätigt. Wir sind auf jeden Fall noch auf der Suche nach einem Booking. Das Booking ist halt eine Arbeit, die man als Band selber nicht machen kann, das geht einfach zu weit.


Schwarze-News: Euer gestriges Konzert mit Lacrimas Profundere ist per Live Stream übertragen worden. Wie lief es und wie kam es dazu?

Michael Schock: Diese Live Stream-Übertragung ist von einer neuen jungen Firma gemacht worden. Der ganze Abend wurde übertragen und wir hatten das Glück mit reinzurutschen und es in Anspruch nehmen zu können und ich denke es lief ganz gut. Wir selber haben wenig mitbekommen. Wir haben später mit Freunden darüber gesprochen, die zu Hause am Rechner geguckt haben. Die, die es verpasst haben, können es noch auf unserer Homepage anschauen, da es aufgezeichnet wurde.


Schwarze-News: Auf eurer Homepage sind 2 Live Videos zu sehen. Folgen bald mal richtige Videos?

Michael Schock: Wir sind im Moment auf der Suche nach fähigen Leuten, die bereit wären, sowas als Uni-Projekt zu machen, weil die finanzielle Unterstützung von einem Label momentan nicht da ist. Wenn wir die Möglichkeit haben, dann werden wir es natürlich gerne in Anspruch nehmen, da letztendlich nicht viel ohne Video geht. Aber im Augenblick beschränken wir es eher auf diese Live Videos.


Schwarze-News: Damit sind wir auch schon am Ende angelangt. Möchtet Ihr den Schwarze-News Lesern noch etwas mitteilen?

Michael Schock: Vielen Dank an all die Leute, die uns seit der langen Zeit unterstützen und immer noch an uns glauben und ich hoffe, dass unser Album den Leuten, die es hören, gefällt und dass wir uns alle mal sehen.


Zum Schluss möchten wir uns von Schwarze-News noch bei Schock für das sehr interessante Interview und das sehr gute Konzert bedanken.

Dennis “Bieberpelz” Knoll (Technik, Management)

Florian “Unheilig” Speet (Interviewführung)

Bernd “Clawwulf” Meyer (Foto, Interviewführung und Interview-Schreiber)

Gruppenbild mit Frontmann von Schock und Schwarze-News.de (von links; Clawwulf, Michael Schock, Bieberpelz)
Gruppenbild mit Frontmann von Schock und Schwarze-News.de (von links; Clawwulf, Michael Schock, Bieberpelz) Foto: Jörg Maire


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