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Slartibartfass – Funkenfeuer (Review und Kritik)

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Das Leben eines Musikers kann schwer sein und man muss wohl einiges an Charakterstärke mitbringen, wenn man im Geschäft voran kommen will. Dies gilt auch für die Meute von Slartibartfass. Wenn diese fünf eines haben, dann ist es Durchhaltevermögen. Sowohl ihr Debütalbum Nordwind, als auch ihre zweite Scheibe Nebelheim begeisterten die Massen wohl nicht so, wie es sich die Band erhoffte. Mit ihrem dritten Album Funkenfeuer will die Band wohl alles besser machen, ob es ihnen gelingt lest ihr hier!

An den ersten beiden Scheiben der Formation gab es einiges zu bemängeln, sei es unkreatives Keyboardgeleier, ausgelutschte Humppamelodien oder einfach die teils dürftige Produktion. Eine Weiterentwicklung der Band war schon auf dem zweiten Album zu sehen, doch nicht alle Kritikpunkte wurden umgesetzt. Vergleicht man Lieder von der Nebelheim mit dem Funkenfeuer so scheint ein regelrechter Weitsprung erfolgt zu sein. Doch jetzt im Detail.

Funkenfeuer wird traditionell von einem Intro eingeleitet, doch in der Praxis könnte man schon fast von zwei Intros sprechen. Nach den ersten zwei Minuten folgt nämlich ein rein Instrumentales Stück namens Ruf aus fernen Zeiten, welches zwar nahtlos ans Intro ansetzt und ebenso Stimmung aufzubauen vermag, jedoch die eigentliche Introzeit auf fast sechs Minuten erhöht.

Nach diesem Intromarathon ist man dann auch recht froh, wenn es richtig los geht. Folgend zeigen sich die Stärken der Band: Die harschen Pagan Metal Parts mit Folkuntermalung wirken sehr gelungen. Analog zu den Stärken lassen sich aber auch einige Schwächen auffinden, an vorderster Front die störende Keyboarduntermalung.

Wie viele Alben hat auch dieses seine Höhen und Schwächen was die Lieder an sich angeht. Die ersten drei Tracks bildeten noch eine Einheit durch gekonnte Überleitungen und konnten über gutes Werk an den Instrumenten überzeugen, doch leider verfolgte man dieses Konzept nicht weiter. Der Titeltrack des Albums ist definitiv der Tiefpunkt der Scheibe, da hier nicht nur uninspirierte Keyboarduntermalungen vorkommen sondern gleich der bandeigene Industrial Abschnitt sein zuhause findet.  Generell ist zu sagen, dass die Band öfter gute Ideen nicht weiter verfolgt, neue Ansätze hineinbringt und nicht zuletzt deswegen eine gewisse Ungereimtheit innerhalb der Songs zu vernehmen ist.

Fazit:

Euer Autor!

Slartibartfass haben sich im Vergleich zu den Vorgängeralben definitiv gesteigert, schaffen es aber dennoch nicht komplett ihre Ideen ansprechend umzusetzen. Viel zu selten wird das Keyboard richtig eingesetzt, um eine gewisse Epik zu schaffen, viel zu oft die Spannungskurve innerhalb des Songs links liegen gelassen. Dies ist Schade, da die Band so zwar schon ansprechender geworden ist, aber dennoch nicht aus dem Mittelfeld des Pagan Metal treten kann. Hoffen wir, dass die Band weiterhin hartnäckig bleibt und sich weiter verbessert, denn dann wird das nächste Album definitiv ein Kracher! Ich empfehle euch vor dem Kauf in die Scheibe reinzuhören, da sich sonst durchaus eine gewisse Enttäuschung bei euch breit machen könnte.

Tracklist:

  1. Schleier der Vergangenheit
  2. Ruf aus fernen Zeiten
  3. Der letzte Winter
  4. Funkenfeuer
  5. Die Mär von der schönen Lau
  6. Schwabenkinder
  7. Einst träumte ich…
  8. … von ungefühlten Nächten
  9. Stimme des Windes

Wertung:

( 6 / 10 )

Anspieltips:

Die Mär von der schönen Lau, Der letzte Winter, Stimme des Windes

Veröffentlichung:

bereits erschienen

Slartibartfass bei Myspace

Slartibartfass – Website

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