Spineless Fuckers - Piggy Puppies

Spineless Fuckers – Piggy Puppies (Review und Kritik)

Spineless Fuckers - Piggy Puppies
Spineless Fuckers - Piggy Puppies

Die Tschechische Republik ist anscheinend die Hochburg für qualitativen Grindcore. Aus „Brno“ kommen nun die „Spineless Fuckers“ (Im Übrigen die Nachfolgeband dreier Mitglieder der recht bekannten „Mincing Fury and the Guttural Clamour of Queer Decay“)welche mit „Piggy Puppies“ )eine herrlich geisteskranke Schlachtplatte liefern, garniert mit absolut einzigartigen Einfällen jenseits irgendwelcher musikalischen Normen. (Selbst für Grindcore-Verhältnisse).

Lasst die Schweinewelpen los!

Wer meint sofort abschädeln zu können bekommt erstmal durch das Intro einen Bremser verpasst. Dance-Beats die aus jeder beliebigen Dorfdisco stammen könnten mischen sich mich Jubelschreien und irgendwelchem Gelaber (welches leider auf tschechisch ist).

Aber dann stürmt brachialer Grind vorran, erstmal klingt alles recht normal. Schnelle Drums, sägende Gitarren, typische Growls und Pig-Squeels. Aber hier kommt das ins Spiel was diese Scheibe von anderem Schweinegeschredder abhebt und sie so besonders macht. Nackter Irrsinn.

Spineless Fuckers
Spineless Fuckers

Nicht nur dass die Tschechen ihren Grind ausgesprochen abwechslungsreich gestalten, auch die Einfälle die in die Songs einfliessen können sich sehen bzw. hören lassen.

Ob nun der Hochzeitsmarsch gesummt wird, der Sänger anfängt zu wimmern und zu heulen, mit teilnamslos stumpfer Stimme ein deutscher Porno übersetzt wird, oder der Song abbricht und indische Folksmusik ertönt. Das Hören des Albums gleicht einer Schnitzeljagt bei der man immer wieder aufs Neue überrascht wird.

Es macht einfach unglaubliche Laune dieses Album zu hören, man kann sich kaum entscheiden ob man nun wild losbangt oder sich totlachen soll. Hier ist wirklich ein guter Spagat zwischen abwechslugsreicher Musik und vielen geisteskranken Schnapsideen gelungen.


Johannes
Johannes

Fazit:

Nicht dass die Grindcore-Welt nicht facettenreich wäre, aber „Spineless Fuckers“ setzen dem Allen die Krone auf.

Wer sich nicht von dem nicht grad subtilen Humor abschrecken lässt und ein ausergewöhnliches und schräges Stück Metal sucht sollte hier sein Ohr riskieren. Meinen Geschmack hat es jedenfalls getroffen.



Tracklist:

  1. Prodavac Destniku (Umbrella’s Seller)
  2. My Chemical Molitan (My Chemical Foam)
  3. Kolobezka 650 (Scooter 650)
  4. Demeterhet (Demether’s Head)
  5. (AL) Gore
  6. Posuka Harata (Crank Harata)
  7. 100 Plen (One Hundread Nappies)
  8. 8 mm
  9. Emo Pitcho (Emo You Cuunt)
  10. Chicksty (Poultry-house)
  11. Nehet (Nail)
  12. Vedynk (Wedding)
  13. Skaaacko (Skaaa Sooong)
  14. Kokakola Kamion (Coca Cola Truck)
  15. Sel Tudy, Mela Dudy(He Came Over Here, She Has A Big Tits)
  16. Siks Fiit Ap (6 Feet Up)
  17. Nasta (Natasha)
  18. US Brutal Rakvicka (US Brutal Small Coffin)
  19. Brej Vecir (Goood Ivening)
  20. Hejblit (HeyVomit)
  21. Otinoffka (Otyn’s Song)


9/10
9/10

Anspieltips:

Alles


Links:

Spineless Fuckers auf Myspace




About Kettenhund

Mir wurde hier erlaubt meine bescheidene Meinung über Musik zu äussern, dieses geniesse ich auch freudestrahlend und ich vollsten Zügen. Ich bin 22 Jahre jung und lebe im schönen Emsland in einem abgeschiedenen und weltfremden Dorf das ich hier nicht näher beschreiben muss.

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