Survivors Zero – CMXCIX (Review und Kritik)


Survivors Zero - CMXCIX

Oftmals ist es sehr ärgerlich wenn man ein Konzept aufgestellt hatte, am Ende aber leider feststellen muss, dass es aus irgend einem Grund nicht so ganz aufgeht. Je nach Wichtung kommt man schnell darüber hinweg oder aber braucht etwas Zeit. Survivors Zero werden den Untergang ihres Konzeptes wohl schneller verkraftet haben. So sollte ihr Debütalbum ursprünglich am 09.09.09 erscheinen – daher auch der Albumtitel CMXCIX (= 999), aber nachdem das Album nun verschoben werden musste, verliert der Titel natürlich etwas an Witz. Auch wenn das Namenskonzept geplatzt ist, geht das generelle Konzept hinter der Musik noch auf? Lest weiter!

Aber zuerst einmal die Frage: Wer steckt hinter Survivors Zero?  2006 entschied sich Sami Jämsén (hier an der Gitarre) dazu, erneut musikalisch tätig zu werden (nachdem das Vorgängerprojekt Messiah Paratroops bzw. Aeon ja nicht recht laufen zu wollen schien)  und besorgte sich einiges an Unterstützung. An den Vocals gibt sich Tommi Virranta (Ex-Deathchain, Winterwolf) die Ehre, Tapio Wilska (Ex-Finntroll, Soulgrind) zupft den Bass, Reima Kellokoski (Impaled Nazarene)sitzt an den Drums und letztendlich ist noch Jani Luttinen (Ex-The Scourger, The Wake) an der Leadgitarre vertreten.  Wir sehen: Erstklassige Musiker haben sich hier zusammengefunden, um ein gemeinsames Werk zu schaffen. Werfen wir jetzt ein paar Blicke auf die Musik an sich.

Gespielt wird hier schneller, größtenteils melodischer Death Metal, wobei hier die klare Abgrenzung zum Melodic Death Metal gesehen werden muss. Survivors Zero kombinieren Druck mit viel melodiösem Gefrickel, ohne dabei die gewisse Brutalität aus den Augen zu verlieren. Gepaart werden auch hier höhere Screams mit tiefen, bösen Growls. Beim Opener Embrace the Inferno präsentiert man direkt die volle Bandbreite der eigenen Künste. Ein melodiöses Riff leitet diesen Song ein, bis schwere Riffs und Screams die Führung übernehmen. Im Refrain dominieren dann Melodie und fast geschriene Growls, was erheblich zur Melodieführung beiträgt.  Abgerundet wird der Song durch ein kleines Solo im hinteren Drittel.

Schon im zweiten Lied Armageddon Cult läuft der Hase etwas anders. Auch hier gibt es durchaus Screams und Growls, jedoch ist der Song wesentlich melodielastiger als noch der Vorgänger und auch im Drumming wird hier etwas weiter aufgedreht. Ebenso wird der Refrain wieder eher geschrien als gegrowlt und ein Solo im hinteren Drittel unterstreicht die Melodiösität weiter. Generell sind die Songs auf dem Album alle auf einem ähnlich hohem Niveau, zwar wechseln die Aufteilungen in Sachen Melodie und Schwere von Lied zu Lied durchaus, aber man erkennt nach welchem Konzept gearbeitet wurde.  Was auf der einen Seite gut ist, hat aber natürlich auf der Anderen auch seine Nachteile. So gut jeder Song für sich auch ist, wenn man das ganze Album durchhört kommt eine gewisse Langeweile auf, hauptsächlich bedingt durch ähnliche Songstrukturen und dem Fehlen an genereller Innovation.

Fazit:

nilgoun
nilgoun

Die klare Produktion und generelle Instrumentbeherrschung besticht hier und zeigt, dass viel Potential vorhanden ist. Das Problem dabei ist aber, dass es nicht vollends genutzt wird. Trotz der Abstriche die hier klar zu machen sind, ist dennoch zu sagen, dass das Album als Debüt durchaus zu überzeugen weiß. Mögt ihr Death Metal mit melodischen Einschlägen, solltet ihr definitiv reinhören .




Tracklist:

  1. Embrace The Inferno
  2. Armageddon Cult
  3. Lucifer Effect
  4. Scavengers Of Christ
  5. Thorns Of Rapture
  6. Fortress Of Lies
  7. I Bury Them Deeper
  8. I Am The Gun
  9. Trial Of Fears
  10. Reclaim My Heritage

Wertung:

7/10
7/10

Anspieltipps:

Reclaim My Heritage, Embrace The Inferno, Armageddon Cult

Veröffentlichung:

16.10.2009

Survivors Zero bei Myspace

Survivors Zero – Homepage



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