Syven - Aikaintaite (Albumcover)

Syven – Aikaintaite (Review & Kritik)

Syven - Aikaintaite (Albumcover)

Bei Syven handelt es sich um ein finnisches Duo, das ein Geheimnis daraus macht, welche Namen wirklich dahinter stecken. Sie beschreiben ihre Musik selbst als düster, schwer und schamanisch. Bei der Komposition verwenden sie verstärkt die Kantele, ein traditionelles finnisches Saiteninstrument und verbinden ihren Klang mit atmosphärischen Synthesizer-Teppichen und Ritualtrommeln. Verzerrte Gitarren werden nur sparsam eingesetzt. Der Gesang variiert von tiefen Growls bis zu cleanen Männerchören. Mit ihrer Musik wollen Syven sich beiden Seiten der Natur widmen: der kraftspendenden, aber auch der bedrohlichen. Wie die finnischen Schamanen auf ihrem zweiten Studioalbum „Aikaintaite“ dabei vorgehen, soll im Folgenden rezensiert werden.

Atmosphärisch, getragen und düster ist die Musik zweifelsohne, jedoch hätten die Komponisten ein wenig kreativer sein können. Das Album enthält fünf Stücke, von denen sich eins nicht sehr stark vom anderen unterscheidet. In jedem Stück werden sehr ähnliche Akkordmuster verwendet und auch der Einsatz der Instrumente ist immer gleich. E-Gitarren kommen nur sehr selten zum Einsatz, ebenso wie der gutturale Gesang – da fragt man sich spätestens in der Mitte des zweiten Songs, warum dieses Album in zahlreichen Metal-Magazinen rezensiert wird. Andernorts wurde die Band auch schon als „Neofolk“ kategorisiert, was auf jeden Fall treffender ist.

Was man der Band zu Gute halten muss, ist, dass bei ihnen alles selfmade ist: Sie bauen zum Beispiel Instrumente wie die 15-saitige und die 12-saitige Kantele und die Lappland-Trommeln selbst und auch die Aufnahme, Abmischung und Produktion machen Syven komplett selbst – und diese sind wirklich makellos. Die Aufnahmen sind sauber und die Sounds perfekt abgemischt.

Fazit:

Sehr ruhiger Folk, der sich gut zum Entspannen eignet – sei es im Bett oder bei einem nächtlichen Spaziergang durch den Wald. Düster-Romantische Bilder werden mit dieser Musik sehr schön untermalt. Technische Qualität: Top, Kompositorische Qualität: Leider eher Flop, denn auch von ruhiger Musik kann man etwas mehr Abwechslung erwarten. Daher nur eine mittelmäßige Bewertung.

Tracklist:

  1. Syvys
  2. Jaljet
  3. Ne Jotka Selviävät Talvestamme
  4. Jaankatkema
  5. Tuulenvire
(5 von 10)

Erscheinungsdatum:

Bereits erschienen

Link:

Offizielle Website

About Mustaveri

Alter: 28 Beruf: Übersetzerin (freiberuflich) Lieblingmusik: Metal (Death, Dark, Black, Thrash, Symphonic, Gothic) Hobbys: Musik, Sport, Schreiben, Kunst, Kochen

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