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Terminal Choice Übermacht Tour 2010

Terminal Choice – Übermacht Tour 2010 Hamburg (Konzertbericht)

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Terminal Choice Übermacht Tour 2010

Neben dem Grafen gibt es wohl nur einen Künstler, der auch außerhalb der dunklen Szene eine vergleichbare Popularität genießt: Chris Pohl. Im Rahmen der Release-Tournee „Übermacht Tour 2010“ zelebrierten Chris, Gordon, Louis & Jens unterstützt von Battle Scream (Dresden) und Rabia Sorda (Mexico) am 10.4.2010 vor zirka 300 Gästen im kleinen Saal der Hamburger „Markthalle“ den Verkaufsstart des aktuellen Albums „Übermacht“.

Zur Überraschung des Überwiegenden Teils des Publikums war der Große Saal der Markhalle an diesem Abend nicht einmal geöffnet, obwohl von einem „erfolgreichen Vorverkauf“ die Rede war. Das durchwachsene Publikum erwartete ein kleiner Raum mit tiefer Decke & dezenter Dekoration, der angefüllt mit einigen Fans von Battle Scream und einer „Übermacht“ von Rabia Sorda sowie Terminal Choice-Anhängern.

Battle Scream-Mastermind Alex P.

Den schweren Start hatte die Dresdner Band Battle Scream, die sich in Hamburg und Schleswig-Holstein bisher noch nicht verbreitet haben: Alex’ Instrument – das (Funk-) Micro verweigerte zunächst seinen Dienst. Trotz der unvorteilhaften Umstände, mit denen Battle Scream auskommen musste, schlugen sich die fünf wacker – vor einem vergleichsweise teilnahmslosen aber dennoch aufgeschlossenen Publikum.

Ein Grund für die sparsame Hingabe mag wohl das folgende Set sein. Erk Aicrag’s Soloprojekt Rabia Sorda stand nach der kurzen Umbaupause auf dem Programm.

Erk Aicraig
Erk Aicraig

Gemäß der Erwartung startet Erk voll durch, im Gepäck Publikumslieblinge wie Out Of Control, Walking On Nails und Heart Eating Crows. Selbstverständlich gab Erk auch andere großartige Titel von „Noise Diary“ zum Besten: Monkeyland, Radio Paranoia sowie Save Me From My Curse fehlen ebenfalls nicht. Die Energie des Hocico-Frontmanns ging merklich in das Publikum über, wobei die Bekanntheit der Songs ihr Übriges tat und einige Chöre nur von dem Beschallungsequipment übertönt wurden. Schade, dass der LJ die Bühne während des Rabia Sorda-Auftritts in dichten Nebel hüllte. Der Effekt, den die Spots zusammen mit den Strobes und dem Fogger ergaben war ja ganz nett – aber es macht’s für die Fotografen auch immer sehr schwierig.
Den Einsatz, den Erk während seines Gigs zeigte dankte das Publikum mit der Forderung nach ‚Nachschlag’ – eine Zugabe, die Erk offensichtlich auch bereitwillig zum Besten gab.
Auch wenn Erk kaum Worte für das Publikum fand – was sicher kein wirklicher Makel ist – so war es in jedem Fall schon an dieser Stelle ein gelungener Abend.

Chris P. & Gordon (Terminal Choice)

Höhepunkt des Abends sollte nach einer weiteren Umbaupause der Headliner-Gig sein: Terminal Choice.Während Gordon, Louis und Jens schon während des beruhigenden Intros auf der Bühne die Atmosphäse aufsogen, erschien Mastermind Chris Pohl erst bei We Are Back!. Sichtlich genossen die Vier ihren Auftritt, spielten mit der Neugierde des eifrigen Publikums und bemühten sich auf routinierte Weise die Menge zufrieden zu stellen. Eine ansprechende Performance, ergänzt durch ausgewogene Songauswahl rissen nahezu das gesamte Publikum in den TC-Bann. Highlights neben Chris’ Überleitungen waren die Songs Injustice und Don’t Go, mit denen wohl nur wenige gerechnet haben.

Infolge der anhaltenden Rufe nach Zugaben konnte die Hamburger Audienz auch Gordon, Louis und Jens überzeugen, drei Zugaben zu spielen: Keine Macht, Menschenbrecher und DSM 2010. Das gut zweistündige Set der Berliner brachte den kleinen Saal tatsächlich zum Kochen, nachdem Erk Aicrag etwa 45 min lang enorm angefacht hatte.

Moderator & Redakteur

Schade, dass Battle Scream das Publikum nicht vollends überzeugen konnte. Hoffentlich lassen die Jungs sich durch die vergangene Show nicht abschrecken, noch einmal nach Hamburg zu kommen, denn es lag nicht an den fünf Dresdnern.

Alles in Allem kann man auf einen gelungenen Abend zurück blicken, der eine andauernde und angenehme Erinnerung darstellen wird.

Die Fotos wurden freundlicher Weise zur Verfügung gestellt von J. Hipp. Vielen Dank.

Für Schwarze-News.de berichtete Sebastian „BassTierchen“ E.

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