The Flight of Sleipnir - The essence of nine

The Flight of Sleipnir – Essence of nine (Review und Kritik)

The Flight of Sleipnir - The essence of nine

Es gibt sie immer wieder, zwar mittlerweile scheinbar seltener, aber dennoch tauchen hin und wieder Bands und Musiker auf, deren Schaffen in ihrem Bereich einzigartig wirkt. The Flight of Sleipnir gibt es erst seit dem Jahr 2007 und doch haben sie sich mit zwei hervorragenden Alben einen sehr guten Ruf im Metal Untergrund erspielt. Denn die Mischung aus Stoner/Doom Metal, dem ein oder anderen Agalloch-Zitat und einem aufwühlend schönen Artwork kannte man so bisher eben noch nicht. Nachdem die selbstproduzierten Werke bei No Colours wiederveröffentlicht wurden, haben die beiden Amerikaner Album Nummer drei bei Eyes like snow, der Doom Division von Northern Silence, herausgebracht und dieses  reiht sich nahtlos in die beeindruckende Diskographie der Band ein.

Eine deutliche Entwicklung zu den Vorgängern darf man jedoch feststellen, da die Songs kompakter – auf Stücke jenseits der 10 Minuten-Marke wird wieder verzichtet – und insgesamt ausgefeilter wirken. Es gibt weiterhin reine Instrumental-Passagen, die aber bei weitem nicht so ausufern wie noch beim 18-minütigen Algiz vom Debut. Worauf zum Glück nicht verzichtet wurde ist der intensive Kreischgesang, der sich absolut passend zum emotionalen Cleangesang einfügt. Überhaupt ist dieser Stimmenwechsel mittlerweile schon ein unverzichtbares Markenzeichen der Band geworden, das sie doch hoffentlich auch in Zukunft beibehalten werden. Da man dem Gesang noch ordentlich Echo hinterhergibt, entsteht eine leicht mystische und hintergründige Atmosphäre.

The Flight of Sleipnir

Auch in Sachen Produktion ist man etwas greifbarer geworden, da das Schlagzeug nicht mehr ganz so im Vordergrund böllert, dafür werden Akustikpassagen noch eingehender eingewoben. Gerade in den ruhigeren, träumerischen Abschnitten wird man regelrecht von der Flut innerer Bilder hinweggerissen und perfekter ließe sich die musikalische Seite des Albums kaum darstellen, als durch das wieder einmal umwerfende Artwork von Drummer/Sänger David Csicsely. Die Texte aus der nordischen Mythologie erzeugen weiterhin einen nachdenklichen Eindruck, weitab paganer Spaßbands.

Fazit:

Für mich persönlich bleibt The Flight of Sleipnir eine der interessantesten Bands im stetig wachsenden Doom-Zirkus der letzten Jahre. Man benötigt zwar ein paar Durchgänge um vollends in Essence of nine eintauchen zu können, dafür wird man umso stärker belohnt, denn Songs wie das endlose schöne Nine worlds oder der tränenrührende Schlusstrack The serpent ring bleiben auf ewig im Gedächtnis. Klare Kaufempfehlung für Doom-Fans mit einem Herz für Agalloch!

Tracklist:

1. Transcendence
2. Upon This Path We Tread
3. A Tousand Stones
4. As The Ashes Rise (The Embrace Of Dusk)
4. Nine Worlds
6. The Seer In White
7. As Cinders Burn (The Wake Of Dawn)
8. The Serpent Ring

8/10

Erscheinungsdatum:

Mai/Juni 2011

Eyes like snow

The Flight of Sleipnir

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