Supreme Cheminement

The Foetal Mind – Suprême Cheminement (Review und Kritik)

Supreme Cheminement

Es ist schon länger kein Geheimnis mehr, dass guter Black/Doom Metal der „Neuzeit“ aus dem Land der Baguettes und Baskenmützen stammt. Einige Bands scheinen dabei länger zu brauchen bis sie richtig durchstarten und auf sich aufmerksam machen. The Foetal Mind reiften dabei wie ein guter Käse seit 2007 heran, bis sie nach den fünf selbst vertriebenen Demos dann endlich ihr Debutwerk über Hypnotic Dirge Records veröffentlichten. Ob sie dabei genau so viele positive Eigenschaften für Liebhaber sammeln konnten, wie es der Käse respektiv getan hat/hätte erfahrt ihr hier!

Da in der Einleitung schon fast die gesamte Bandgeschichte nachzulesen ist, steigen wir heute direkt in die Vollen und gehen etwas auf das Album ein. Als erstes fällt auf, dass man hier mit insgesamt zwölf Stücken auf 1:17:08 eine ganze Menge an Musik geboten bekommt, was man in der heutigen Zeit wohl schon als sehr aussergewöhnlich bezeichnen darf.

Schon beim ersten Stück Lunar Sleep zeigen The Foetal Mind, dass sie sich im Vergleich zu ihren Demo Zeiten stark verbessert haben. Vorallem auffällig ist natürlich diesmal die Produktion, die durch die Zusammenarbeit mit Hypnotic Dirge Records stark an Qualität gewonnen hat. Doch auch der Stil der Band insgesamt hat sich gefestigt und weiter definiert. Schleppende Gitarrenläufe, untermalt von Glockensamples oder leicht synthetischen Melodien und dazu passend monotonen Drums leisten hier die Hauptarbeit in Sachen Atmosphäre. Immer wieder unterbricht man dieses ruhige vor sich hin doomen für kürzere Black Metal Passagen. Diese Passagen verblassen jedoch direkt gegen La Corde Rouge, denn dieses ist  im Gesamten ziemlich Black Metallig angehaucht und erinnert doch teilweise stark an In The Woods, und das bei allgemein ziemlich überzeugendem Sound.

Doch nicht nur in Sachen Atmosphäre haben sich die Franzosen weiterentwickelt, auch im Songwriting sind sie mittlerweile mehr als überzeugend. Während man auf den Demo Tapes durchaus das Gefühl haben konnte, dass die über 6 Minuten pro Song etwas übertrieben und ausgelutscht sind, kommt dies auf Suprême Cheminement nicht mehr vor. Selbst der Song Monotonie wird seinem Namen nicht gerecht!

Fazit:

Euer Autor!

Bevor ich jetzt in zuviel Text zu wenig Inhalt schreibe komme ich einfach direkt zum Punkt: Besser kann ein Käse nicht schmecken Besser hätten The Foetal Mind sich eigentlich kaum entwickeln können. Auf dem Album gibt es keinen wirklichen Ausreisser, wenn überhaupt, dann nach oben. Punkte Abzug gibt es für die etwas monotone Drumprogrammierung und natürlich damit zusammenhängend auch direkt für den Drumsound und die leider fehlende Dynamik im Spiel. Da dies aber bei Drumcomputern immer so ist, fällt dieser natürlich weniger ins Gewicht. Gewisse Parallelen zu anderen Bands sind natürlich auch zu erkennen, aber welche Band des Genres hat denn schon das Rad neu erfunden (zumindest in der letzten Zeit!)? Meine Empfehlung ist: Kauft das Album, setzt euch Abends gemütlich mit einem Glas Wein (um bei den Frankreichandeutungen zu bleiben) hin und genießt das Album!

Trackliste:

  1. Lunar Sleep
  2. No Reprisal
  3. Kill Me
  4. A Bleeding Dream For You
  5. Demoniac
  6. True Man
  7. La Corde Rouge
  8. Peuple de Haine
  9. Deshumanisation
  10. Monotonie
  11. Suicide Solution
  12. Vociferation

Spieldauer:

1:17:08

Wertung:

8/10

Anspieltipps:

La Corde Rouge, Kill Me

Veröffentlichung:

bereits erschienen

The Foetal Mind – Myspace

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