The Haunted - Versus

The Haunted – Versus (Review und Kritik)

The Haunted - Versus
The Haunted - Versus

THE HAUNTED ist sicherlich eine der Bands, die es schafften einem der ältesten Metal – Subgenres, dem Thrash Metal, frischen Wind zu verleihen, als viele der großen Thrash Bands sich in den 90ern entweder der Kommerzialisierung Preis gaben oder durch beständig gleichbleibenden Sound in eine leichte, musikalische Sackgasse manövrierten. Mit VERSUS meldet man sich nun eindrucksvoll aus Schweden zurück.

Nachdem man mit der letzten Platte THE DEAD EYE seiner Experiemtierungsfreude gefröhnt hatte, darf man nun gespannt sein ob THE HAUNTED wieder zu alten Tugenden zurück finden oder weiter das zweischneidige Schwert der Kreativität schwingen wollen. Dass man eine klare Vision des Sounds hat, beweist nicht nur der Umstand, dass alle Songs live im Studio performt und lediglich der Gesang von Frontmann PETER DOLVING nachträglich eingespielt wurde. Mit TUE MADSEN hat man ausserdem einen Produzenten gefunden, der bereits mit der Gruppe arbeitete und vor allem auch durch seine bisherigen Produktionen, mit Bands wie CATARACT, ABORTED oder BORN FROM PAIN, ein echter Garant für einen ansprechenden Sound sein sollte.

The Haunted
The Haunted

Mit dem ersten Track MORONIC COLOSSUS presst man dem Zuhörer dann schließlich seine Definition von Thrash Metal in den Rachen und jeder wird bereitwillig schlucken was ihm die Schweden da anbieten: Bombastische Riffs, zackiger Sound und ein PETER DOLVING, der einem gehörig den Kopf wäscht. Zusätzlich eine kleine Soli Einlage und fertig ist der CD-Opener, der den Hörer nach mehr lechzen lässt. Bedient wird man danach erstmal mit den Songs PIECES und LITTLE CAGE, welche variierende und überdachtere Soundstrukturen aufweisen und den Hörer nicht gleich wie ein Brett am Kopf treffen. TRENCHES wiederrum kommt ein wenig rockiger rüber, hat aber aufgrund seiner eingängigen Machart das Zeug einer der besseren Songs auf dem Album zu sein. Mit SKULD hat die schwedische Kombo schließlich auch einen sehr ruhigen Titel im Petto, welcher lediglich von Sprechgesang begleitet wird, bevor die harten Riffs für den nächsten Track CRUSHER einsetzen, in dem es dann erstmal wieder ein wenig zügelloser zugeht. RIVERS RUN und IRON MASK ebnen mit ihrer loseren Soundstruktur dann eher einen ausklingenden Abgang für VERSUS. Mit IMPERIAL DEATH MARCH folgt schließlich noch ein kurzer Abschluss, der sich aber so nicht in das Gesamtbild des Albums einfügen will und daher wohl auch nicht ohne Grund am Ende der Tracklist steht.

Markus "presGomacho" Knaupe
Markus

Fazit zu Versus: Die Produktion des Albums ist wirklich gelungen und der Umstand, dass alle Songs live im Studio eingespielt wurden bestärkt diesen Eindruck nur. Gerade auf der ersten Hälfte der Platte sollte eigentlich jeder fündig werden, der sich beim Kauf der CD einfach nach ordentlichem Metal gesehnt hat. Auf der anderen Hälfte der Scheibe lassen es THE HAUNTED dann für meinen Geschmack ein wenig zu ruhig und zu experimentell angehen, so dass diese Songs mit Sicherheit nicht das komplette Publikum ansprechen werden. Dennoch sollte sich jeder einmal die Kombo aus Schweden zu Gemüte führen und einige Titel Probe hören.


Tracklist zu Versus:

  1. Moronic Colossus
  2. Pieces
  3. Little Cage
  4. Trenches
  5. Ceremony
  6. Skuld
  7. Crusher
  8. Rivers Run
  9. Iron Mask
  10. Faultline
  11. Imperial Detah March

( 7 / 10 )

Release: 19. September 2008

Anspieltips:
– Moronic Colossus
– Trenches
– Iron Mask

Homepage: www.the-haunted.com
mySpace: www.myspace.com/thehaunted

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