The Ruins Of Beverast - Foulest Semen Of A Sheltered Elite

The Ruins Of Beverast – Foulest Semen Of A Sheltered Elite (Review und Kritik)

The Ruins Of Beverast - Foulest Semen Of A Sheltered Elite
The Ruins Of Beverast - Foulest Semen Of A Sheltered Elite

Es ist gefühlt noch nicht einmal so lange Zeit her, dass Alexander von Meilenwald (auf die Nagelfar-Vergangenheit möchte ich gar nicht näher eingehen) mit Rain Upon The Impure ein unbequem überlanges, aber dadurch umso genialeres Album in der Schnittmenge aus Black und Doom Metal über den ehrwürdigen Ván veröffentlicht hat. Das The Ruins Of Beverast mit dieser Idee sicherlich kaum als Pioniere gelten können, dürfte klar sein, doch in ihrer archaisch eigenständigen Art und Weise dürfte Meilenwalds Soloprojekt einzigartig sein, denn selten ist es einer Band, geschweige denn einem Soloprojekt, gelungen so eine dichte Atmosphäre hinaufzubeschwören und diese über die ganze Spielzeit von fast 80 Minuten in Perfektion durchzuhalten.

Nun erschien am 11. September, völlig ohne Zusammenhang zum Turmfall in New York, Werk Nummer drei, welches den eher reduzierten Vorgänger in Opulenz nochmals stark übertrifft, so darf man Foulest Semen Of A Sheltered Elite getrost als Bindeglied zwischen dem angriffslustigen Debut Unlock The Shrine und dem hinter/tiefgründigen Rain Upon The Impure sehen.

Meilenwalds Stimme klingt noch tiefer und fieser wie bisher, die musikalischen Grenzen verschwimmen zusehends und man merkt immer deutlicher, dass The Ruins Of Beverast ihren Stil weiter verfeinern und mit neuen Nuancen versehen. Woran viele Bands kläglich scheitern, sich selbst neu zu erfinden und doch Vergangenes zu zitieren, gelingt Meilenwald in höchster Vollendung. Gerade gesanglich wirkt Foulest Semen Of A Shelterd Elite erhabener und ausgereifter als alle Vorgänger, was sich am deutlichsten an den klaren Chorgesängen erahnen lässt, welche den teils schleppend, teils rasenden Songstrukturen zu ihrer absoluten Vollkommenheit verhelfen. Selten machte ein Album so süchtig, wie das immer wieder aufs neue überraschende dritte Album von The Ruins Of Beverast. Es ist ein wahre Freude, wie Meilenwald Nagelfarzitate in die Stücke einwebt, ohne auch nur allzu deutlich in der damaligen Zeit zu schweben. Viel mehr sollte man gar nicht schreiben, erleben heißt die Devise, denn Foulest Semen Of A Sheltered Elite ist für mich eindeutig ein heißer Anwärter auf das Album des Jahres!!


iskharian3Fazit: The Ruins Of Beverast ist ein künstlerisch hochwertiges, kaum greifbares, aber doch irgendwie vertrautes Ausnahmephänomen in einem Genre, welches schon längst durch den faulen Samen der Profitgier durchwachsen wurde. Foulest Semen Of A Shelterd Elite ist Autentizität pur, kompromisslos und beweist deutlich, dass Meilenwald etwas anderes als ein Meisterwerk gar nicht veröffentlichen kann. Punkt.



Trackliste:

  1. I Raised this Stone as a Ghastly Memorial
  2. Alu
  3. God’s Ensanguined Bestiaries
  4. Mount Sinai Moloch
  5. Transcending Saturnine Iericho Skies
  6. Kain’s Countenance Fell
  7. The Restless Mills
  8. Theriak – Baal – Theriak
  9. Blood Vaults (II – Our Despots Cleanse the Levant)
  10. Arcane Pharmakon Messiah


( 9,5 / 10 )
( 9,5 / 10 )

Anspieltipps:

Das Album ist konzeptuell zusammen hängend, sollte also am Stück gehört werden

Erscheinungstermin:

11.09.2009

Van Records

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