The Wanted - The Starcollector

The Wanted – The Starcollector (Review und Kritik)

The Wanted - The Starcollector
The Wanted - The Starcollector

Ein stimmungsvolles Intro, die ersten melodischen Metal Klänge und alles könnte so schön sein. Wenn der melodische Metal von The Wanted nicht so einen gehörigen Metalcore Einschlag besitzen würde, welcher sich vor allem im angestrengten Gesang manifestiert, der in seiner cleanen Ausführung durchaus zu gefallen weiß. Wer etwas für Musik Marke The Haunted und Konsorten übrig hat, darf also weiter lesen.

Nur leider kann die Musik der Oberpfälzer den Vorbildern aus Skandinavien kaum das Wasser reichen. Zwar kann man technisch locker überzeugen, ist es vor allem das stellenweise langweilige Songwriting und der gesichtslose Gesang, der nur wenig mitreißt. Bedient wird sich schließlich noch aus dem großen Riff-Fundus von Slayer und At the gates, was der Musik eine angenehm thrashige Ausrichtung verleiht, aber auch nur bedingt zum fröhlichen Headbangen einlädt.

The Wanted
The Wanted

Ein vermeintlicher Hit wie „Reflection“ hört sich zwar nett an, erhält durch den cleanen Gesang sogar etwas hymnischen Charakter, doch zu austauschbar sind die Riffs und Ideen hinter den elf Stücken. Sicherlich ist das gebotene alles andere als schlecht, leider aber nur schon viel zu oft da gewesen und so lassen The Wanted (schon erstaunlich, wie sich das auf The Haunted reimt…) die Eigenständigkeit vermissen, die gerade in einem mittlerweile so stark beackerten Sektor wie den des Melodic Death Metals nötig ist, um aus der Masse herauszustehen. Bei all dem Gemecker von meiner Seite darf man aber nicht das Positive von „The Starcollector“ übersehen, so ist das Album sehr sauber (nur leider etwas drucklos) produziert, tönt ordentlich metallisch, ohne den -core Aspekt zu sehr zu strapazieren und die eine oder andere Melodie hat durchaus ihren, wenn auch schon oft gehörten, Charme. So gefällt mir das vorletzte Stück „For my fears“ ziemlich gut, legt es mit seinem stampfenden Marschrhythmus spannend vor und auch das kurze, schleppende Outro „The Falling“ lässt mich aufhorchen. Leider sind diese Momente aber rar gesäht, aber immerhin merkt man dabei, dass The Wanted durchaus noch mehr können, als sie die meiste Zeit zeigen. Man darf für die Zukunft hoffen, dass die recht ansehnliche Musik mit frischen Ideen verquickt wird, denn dann werde The Wanted bei mir mit mehr als nur ein Hinhören rechnen können.


iskharian3Fazit:

Was soll ich sagen, The Wanted orientieren sich zu sehr an Vorbilder, was nicht unbedingt sein müsste. So bleibt „The Starcollector“ ein hörbares Album mit wenig Höhepunkten auf hohem spielerischen Niveau. Schade eigentlich, denn The Wanted haben mehr drauf als nur zu kopieren, was gute Ideen zwischendurch immer wieder deutlich machen. Nichtsdestotrotz sollte man als Fan melodischen Death Metals ein Ohr riskieren, denn mit etwas mehr Eigenständigkeit könnten die Oberpfälzer einiges reißen.

Trackliste:

  1. The rising
  2. Speechless
  3. The rise from love to hate
  4. Life roulette
  5. My red
  6. Reflection
  7. Losing the line
  8. Trial of strenght
  9. The starcollector
  10. For my fears
  11. The falling

(5,5/10)
(5,5/10)

Anspieltipps:


Reflection, For my fears

Erscheinungstermin:

03. Juli 2009

The Wanted Myspace


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