Torture Killer – Interview

Torture Killer
Torture Killer

Die finnischen Death Metaller Torture Killer werden in diesem Jahr endlich auch die deutschen Bühnen betreten. Mit im Gepäck ihr gerade erschienenes Werk „Sewers“. Was euch auf ihrer Reise erwartet und wie es zur Ablöse Chris Barnes am Mikro kam haben wir in einem kleinen Interview mit Gitarrist Jari Laine für euch herausgefunden.

SN: Hey wie geht’s? Könntest du unseren Lesern vielleicht zuerst einmal erklären wie es dazu kam, dass das Projekt “Torture Killer” das Licht der Welt erblickt hat? Wenn ich mich nicht irre, war es anfangs gar nicht geplant dort zu landen, wo ihr heute steht.

Jari: Hey, ja das ist richtig. Wir haben einen langen Weg hinter uns gelegt seitdem wir angefangen haben… 2002 ging es los. Wir hingen mit unserem Bassisten, Drummer und Gitarristen ein wenig ab und coverten aus Spaß ein paar Songs von Obituary und Six Feet Under… einfach nur, um die Wochenenden ein wenig spaßiger zu gestalten. Wir mochten diese Bands wirklich sehr und die meisten anderen Death Metal Bands dieser Zeit spielten einen oft schnelleren und technischeren Stil, weshalb uns zur Abwechslung gerade dieser groovige „Lehn dich zurück“-Metal sehr viel Freude bereitete.
Jedes Wochenende lernten wir einige neue Songs und eines Tages wurden wir von einem Freund gefragt, ob wir Lust hätten als Coverband auf einem Event, welches er organisierte, mit mehreren anderen Bands zu spielen. Es versteht sich von selbst, dass wir nun einen Namen brauchten und ich denke es ist normal, in dieser Situation den Namen eines der Songs zu übernehmen, welche wir spielen wollten und so kam es, dass wir uns für „Torture Killer“ entschieden.
Nach dieser Sache waren wir der Meinung, dass es ziemlich gut lief. Es waren zunächst die Songs von jemand anderes aber wir fanden, dass wir ihnen einen guten Sound verpasst hatten und entschieden uns in die gleiche Richtung ein paar eigene Songs zu schreiben und zu sehen was dabei rauskommt.
Eine Sache führte zur nächsten und spät im Jahr 2003 hatten wir unser erstes Album „For Maggots To Devour“ über Karmageddon Media am Start.
Im Anschluss daran tourten wir ein wenig, bekamen aber einige Line-up Probleme, die uns etwas zurückwarfen, da wir bis dahin immer noch keine vollständige Band waren und somit die zweite Platte nicht aufnehmen konnten.
Dann wurde die Sache wieder verrückt, als Chris Barnes von Six Feet Under uns seine Hilfe anbot und wieder kam eins zum anderen und schon bald hatten wir einen Vertrag mit Metal Blade Records. Hier brachten wir dann auch 2006 unsere zweite Scheibe „Swarm!“ auf den Markt.
Nun geriet die Sache ins stocken und wir überlegten mit der Band neue Wege zu gehen. Mit Chris zusammenzuarbeiten war eine große Ehre aber er fühlte, dass wir nun keine richtige Band mehr waren und wir einigten uns darauf, in Zukunft getrennte Wege zu gehen, um einen lokalen Sänger einzustellen, der uns vollzeitig zur Seite steht. So fanden wir Sallinen.
Jetzt haben wir unser drittes Album über Dynamic Arts Records herausgebracht namens „Sewers“ und ich glaube wir haben jetzt ein Line-up mit dem es voran geht.

SN: Einmal las ich eine Beschreibung eurer Musik, die sie als „Killer Groove Death“ bezeichnete – was auch immer das heißen mag.

Torture Killer - Sewers
Torture Killer - Sewers

Für alle die euch noch nicht kennen, wie würdest du beschreiben, was die Leute auf euren CDs zu hören bekommen?

Jari: Labels kommen oft mit solchen Definitionen an… ich würde es als „mid-tempo old-school influenced death metal in the vein of SFU and Obituary“ bezeichnen.

SN: Wie schon angesprochen habt ihr soeben euer drittes eigenes Album „Sewers“ herausgebracht – diesmal mit neuer Stimme. Hat dieser Umstand das Album im Vergleich zu euren vorigen einen neuen Sound verpasst oder wart ihr bemüht euren bisherigen Weg möglichst weiterzugehen?

Jari: Ich denke, es ist wirklich gut geworden. Schwer zu sagen wie es sich von dem unterscheidet, was wir zuvor gemacht haben aber vielleicht kann man sagen, dass es sich ein wenig mehr auf die schnelleren Songs konzentriert, weniger aber auf die doublebass- lastigen. Eine neue Stimme bringt hierbei natürlich auch immer einige Veränderungen mit sich.
Ich denke wir haben mit jedem Album kleine Schritte gemacht. Ehrlich gesagt glaube ich aber nicht, dass wir uns jemals dramatisch ändern werden. Ich bin zufrieden mit dem, was wir machen und es ist das, was ich spielen will.

SN: Ihr werdet schon bald zusammen mit Facebreaker und Demonical auf Tour gehen und auch Deutschland besuchen z.B. auf dem Legacy Fest in Dessau. Freut ihr euch darauf, mal wieder live zu spielen und auf Tuchfühlung mit den Fans zu gehen?

Jari: Auf jeden Fall! Wir hatten seid unserem letzten Album nicht die Gelegenheit live auf der Bühne zu stehen, was schon ein wenig lustig ist, da gerade dieses Album uns eine Menge Bekanntheit einbrachte. Somit warten wir schon sehr lange auf diese Gelegenheit.

SN: Was ist mit dem Line-up? Wird man schon viel von euren neuen Lieder zu hören bekommen?

Jari: Wir haben noch nicht darüber geredet, was wir spielen werden aber ich denke man kann davon ausgehen, dass wir eine Menge von „Swarm!“ spielen werden zusammen mit einigen Stücken der neuen Platte. Diese Lieder leben in Live- Situationen wirklich auf.

SN: Was ist wichtig für dich in der Metal Szene?

Jari: Was wichtig für mich ist? Natürlich erst einmal die Musik. Aber auch die Leute in der Szene. Du kannst immer noch auf eine örtliche Show gehen und mit Leuten abhängen und reden, welche die selben Interessen mit dir teilen.

SN: Siehst du irgendwelche negativen oder positiven Tendenzen, in welche sich die Szene und die Menschen in ihr bewegen seitdem ihr ein Teil davon seid?

Jari: Ich denke beides findet sich im Internet wieder. Es gibt den Bands und den Fans die Chance in ständigem Kontakt zu bleiben und ist somit für die Bands eine definitiv große Hilfe.
Dann gibt’s da noch diese ganzen Foren, Blubbermouth und so ein Zeug, was das schlechteste in den Menschen hervorbringt. Alles hat seinen Zweck aber was ich meine ist einfach, dass die Leute heute zu viel Zeit verschwenden online irgendwelchen Müll zu reden.

SN: Ok, möchtest du unseren Lesern noch etwas mit auf den Weg geben?

Jari: Ich hoffe ihr gebt uns die Chance uns zu beweisen und dass wir so viele wie möglich von euch im Mai sehen werden.

SN: Danke, dass du dir ein wenig Zeit für uns genommen hast.

Torsten „MetzCore“ Noffz (Interviewführung, Übersetzung)

Stefan „Iskharian“ Döring (Kontakt)

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