Tvangeste - Firestorm

Tvangeste – Firestorm (Review und Kritik)

Tvangeste - Firestorm
Tvangeste - Firestorm

Freunde melodisch orchestralen Dark Metals dürfen sich genau jetzt freuen. Die russischen Tvangeste bieten ihre 2 Alben (und gefühlte tausend Tonspuren) kostenlos auf ihrer Homepage an. Diese noble Geste in Zeiten gähnend leerer Brieftaschen ist uns natürlich eine Review wert.



Nun, wenn eine Band ihr Schaffen für lau feilbietet, denkt man zumeist erstmal dass die (Sound)Qualität unterste Schublade sein muss oder andere Mängel das Werk zum Ladenhüter machen würden  Ha! Falsch gedacht. Was dort aus den Boxen schallt kann sich wirklich hören lassen. Gut produziert ist „Firestorm“ also schon mal. Und die Musik? Ja, dazu kommen wir jetzt.

Tvangeste
Tvangeste im Wald

Das Intro, schlicht „Introduction“ getauft, ist ein kleiner harmonischer Leckerbissen aus  Streichern  der sogleich von einem Rabenkrächzer beendet wird und „Under the Black Raven´s Wings“ in die akustische Stratosphäre freisetzt.

Kein Geblaste? Kein Geschrammel? Ich bin leicht verdutzt, hatte ich doch genau das erwartet. Stattdessen offenbaren sich mir klare Songstrukturen und gekonnt gespielte Instrumente. Kraftvoll stampfende aber nicht verwaschene Metal-Parts wechseln mit orchestralen Einspielern, Chören, einer Frauenstimme und was der Band noch so einfällt. Tvangeste ist vieles, aber nicht einseitig.

Der Vergleich den man am ehesten ziehen möchte ist zu den britischen „Cradle of Filth“ aber Tvangeste agieren durchaus eigenständig und ohne wie ein billiges Plagiat zu wirken. (Und die dickeren Eier haben sie auch noch…natürlich in musikalischer Hinsicht)

Auch der Gesang ist an Giftzwerg Dani Filth angelehnt, aber auch eigenständig und mit vielen

Tvangeste gitarrist
Tvangeste live im "Collos" (1998)

eigenen Zügen. Schön umgesetzt finde ich „Perkunos Flame“ welches erst sehr straight nach vorne blastet und dann von einem herzzerreissenden Violinensolo abgelöst wird, nur um dann wieder mit den schnellen Parts eine Einheit zu bilden.  Also langweilig wird es sicher nicht, immer wieder wird man mit Melodiewechseln, klassischen Instrumenten, epischen Chören und Anderem dazu gelockt weiter zu hören. Das schöne daran ist dass es nie zu überladen wirkt. Es ist oftmals hart an der Grenze, aber nie übertrieben.



Johannes
Johannes

Fazit: Ich bin sehr positiv überrascht, Tvangeste bieten sehr vielseitigen, kraftvollen und zutiefst symphonischen Metal und setzen diesen gekonnt um. Die Parallelen zu Cradle of Filth sind natürlich spürbar, trotzdem sind Tvangeste mehr als eigenständig und sprühen nur so vor Ideen, die sie umsetzen. Ich erlaube mir sie wärmstens zu empfehlen.




Veröffentlichung: Bereits erschienen


Tracklist:

  1. Introduction
  2. Under The Black Raven´s Wings
  3. Birth Of The Hero
  4. Fire In Our Hearts
  5. Perkunos Flame
  6. Godless Freedom
  7. Storm
  8. Tears will Wash off the Blood From My Sword

Werung:

( 8,5 / 10 )
( 8,5 / 10 )

Anspieltips:

  • Perkunos Flame
  • Under The Black Raven´s Wings
  • Storm
  • Godless Freedom

Links:




About Kettenhund

Mir wurde hier erlaubt meine bescheidene Meinung über Musik zu äussern, dieses geniesse ich auch freudestrahlend und ich vollsten Zügen. Ich bin 22 Jahre jung und lebe im schönen Emsland in einem abgeschiedenen und weltfremden Dorf das ich hier nicht näher beschreiben muss.

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