Campire Rain (PS3)

Vampire Rain:Altered Species PS3 (Spieletest und Kritik)

Campire Rain (PS3)
Vampire Rain (PS3)

Vampire Rain:Altered Species (PS3)

Release:17.10.2008

 

Eher ungewöhnlich für Schwarze-News.de wurde uns freundlicherweise Ignition´s neu aufgelegter Survival Horror Schocker Vampire Rain:Altered Species zur Verfügng gestellt.

Eigentlich erschien Vampire Rain am 29.06.2007 für die Xbox 360, wurde dann aber mit einigen Extrainhalten gepimpt für das PS3 System neu aufgelegt.

Ob der Titel bekannten Genregrössen wie Silent Hill oder Resident Evil den Rang ablaufen kann, wollen wir mit einem ausführlichen (und so ziemlich Spoilerfreien) Test herrausfinden.

Jedes Jahr verschwinden hunderte Menschen spurlos, grausam entstellte Leichen zieren die dunklen, dampfenden Gassen und Hinterhöfe und ein süßlicher Duft begleitet die unmenschlichen Geräusche in den regengetränkten Nächten dieser Stadt.

Man spielt John Loyd, Mitglied eines vierköpfigen Spezialsteams welches in einer US-amerikanischen Stadt an der Westküste gegen die Nightwalker kämpft. Nightwalker sind dem Menschen weit überlegene Vampire die nach menschlichen Blut gieren und keine Gelegenheit auslassen sich an den ahnunglosen Hälsen der Stadtbewohner zu laben.

Zwischensequenz
Die Zwischensequenzen sind meist sehr stimmig

Nach einem nervigen, aber notwendigen Installationsvorgang wird man schon mit einem sehr atmosphärischen Intro in die richtige Gruselstimmung gebracht. Die erste Mission führt euch in die leeren Gassen der Stadt (Die im Spiel namentlich nicht erwähnt wird). Man folgt seinem Anführer Harrison auf dem Weg den Aufklärungstrupp zu finden zu denen jedlicher Kontakt abgebrochen ist. Dieser Spielabschnitt fungiert als Tutorial und bringt dem Spieler die gut zu handhabende Steuerung und bekannte Aktionen wie klettern, hangeln, springen, schleichen etc bei.

Grade das Schleichen ist überlebensnotwendig. Entdeckt euch ein Nightwalker seid ihr binnen Sekunden Hackfleisch. Mit eurer sperlichen Bewaffnung habt ihr den extrem schnellen Feinden nichts entgegenzusetzen. Mindestens ein bis zwei Magazine eures Maschinengewehrs stecken die Nightwalker locker weg, aber meistens sind sie schon dabei auch zu zerpflücken bevor ihr überhaupt gezielt habt.

Alleine das Scharfschützengewehr oder die Pumpgun warten mit genug Durchschlagskraft auf um sich angemessen zu verteidigen, aber diese Waffen findet man sehr selten und mit dem Bestreiten eines neuen Levels seid ihr leider wieder mit eurer Standartbewaffnung (Einer Handfeuerwaffe und einem Maschinengewehr mit jeweils einem Magazin) ausgerüstet. Neben mehreren Variationen des Maschinengewehrs steht euch auch ein UV-Messer zur Verfügung mit dem ihr euch an eure gegner anschleichen könnt um sie lautlos zu erledigen. Aber das Messer kann nur ein mal benutzt werden, danach muss man sich ein Neues suchen. (Obwohl man das Messer nach Benutzung wieder in den Halfter steckt)

Neben den Waffen gibt es noch einen Nachtsichtmodus der so gut wie nie benutzt wird und die sogenannte Nekrovision die Nightwalker durch die abgegebenen Moneküle (kurz: am Gestank) von Menschen unterscheidet und den Feind praktischerweise gleich mitsamt seines Sichtfeldes auf dem Radar markiert. Eine gute und hilfreiche Idee.

Kommt ein Nightwalker so nahe, ist es schon zu spät
Kommt ein Nightwalker so nahe, ist es schon zu spät

Das Sondieren und Auskundschaften der Gebiete ist mehr als notwendig wenn man keine bösen Überraschungen erleben will oder allzuschnell zu einer billigen Mahlzeit für die Nightwalker werden möchte.

Das Gameplay ist eine Mischung aus Metal Gear Solid, Splinter Cell und Resident Evil. Leider krankt alles irgendwie an der Umsetzung. Die eingestreuten Schockmomente mit denen Resident Evil z.B. vollgestopft ist, sind leider viel zu selten und die Level sind durch unsichtbare Grenzen (Mission Boundaries) eingeschränkt die sehr oft genau da sind wo man grade versucht eine Gruppe Feinde zu umgehen und den Spieler zwingt einen anderen Weg zu finden. Glücklicherweise kupferten die Entwickler gehörig von Splinter Cell ab und so findet man massig Leitern, Vorsprünge und Dachrinnen zum klettern oder abseilen.

Apropos abkupfern, der Hauptcharakter John Loyd sieht aus wie ein junger Solid Snake der heimlich Sam Fishers Kleiderschrank geplündert hat. Genau wie im Horror Ego-Shooter F.E.A.R. taucht immer wieder ein kleines Mädchen auf. Auch erinnert einiges an die Blade Trilogie. Und die Animationen, nachdem der Spieler gestorben ist, sind Eins zu Eins aus Resident Evil. Man sagt zwar: „Besser gut geklaut als schlecht selber gemacht“, aber irgendwie hat man sich der falschen Elemente bedient.

Ein Nightwalker stürmt auf den Spieler zu

Die Gegnervielfalt besteht aus den Nightwalkern (die verwandelt wie eine Mischung aus Zombie und Vampir aussehen) und einer Art Pseudowalker, eine Spezialeinheit die bewaffnet gegen den Spieler vorgeht. Ich hätte mir viel mehr grausige, ekelige und vor Schleim triefende Mutationen gewünscht. Auch die Gegnerintelligenz ist…nunja, nicht vorhanden. Die Nightwalker brauchen auch eigentlich keine K.I. denn nachdem sie den Spieler entdeckt haben zerstückeln sie ihn eh. Auch schauen sie sich meistens irgendwelche Wände an so dass der Spieler sie ganz gemütlich von hinten mit dem Messer erledigen kann. Das wirkt sehr gekünstelt und drückt die Spannung. Die Pseudowalker agieren da schon etwas intelligenter. Sie gehen in Deckung, bleiben aber meist da. Auch unter Beschuss denken sie meist garnicht daran sich zu bewegen.

Die sehr stealthlastigen Missionen werden durch gelegentliche Shoot-Outs aufgelockert was man auch bitter nötig hat. Dabei wird man, wie öfter in den Missionen, von seinen Teamkollegen unterstützt.

Auch die Endgegnerkämpfe sind ein Witz, meistens lockt man den Gegner an bestimmte Punkte und knallt sie ab oder blendet sie und knallt sie ab oder knallt sie einfach nur ab und weicht den rhytmischen Angriffen aus (und knallt sie ab). Der letzte Spielabschnitt aber, reisst das Ruder der Mittelmäßigkeit durch permanente Aktion wieder etwas rum.

Die Grafik hätte besser sein können, grade in den hochgelobten Next-Gen Zeiten. Das ganze hätte mehr Leben und mehr Polygone vertragen können. Das Einzige, was mich grafisch recht beeindruckt hat, ist der permanente Regen der sogar an den Figuren hinunter läuft und wirklich klasse aussieht. Der Regen dämpft auch die Sinne der Nightwalker, was eine sehr große Hilfe darstellt. Die Animationen beim Klettern etc. sehen sehr hölzern aus und hätten ruhig geschmeidiger ablaufen dürfen.

 

Johannes
Johannes

Fazit:

Vampire Rain kann nicht so recht begeistern, zwar macht das taktische Planen der Vorgehensweise viel Spaß und auch ansonsten hat das Spiel so seine Momente. Aber mehr Abwechslung in den Locations und mehr Gegner-Arten hätten nicht geschadet.

Ich hätte mir mehr Horror gewünscht, dazu intelligentere Gegner und mehr Atmosphäre und weniger frustige Stellen.

Es ist kein schlechtes Spiel, aber auch kein Gutes. Aber Fans die auf Schleich- und Stealtheinlagen stehen, nicht so sehr von Grafik und Logik sich abschrecken lassen, können hier beruhigt zugreifen.

 

( 6,5 / 10 )
( 6,5 / 10 )

 

Links:

Homepage des Spiels

Ignition Entertainment

 

 

 

 

About Kettenhund

Mir wurde hier erlaubt meine bescheidene Meinung über Musik zu äussern, dieses geniesse ich auch freudestrahlend und ich vollsten Zügen. Ich bin 22 Jahre jung und lebe im schönen Emsland in einem abgeschiedenen und weltfremden Dorf das ich hier nicht näher beschreiben muss.

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  • Bieberpelz

    Ich war ja so dermaßen von den Trailern und der anfänglichen Präsenz begeistert das der Anfang für mich anders wirkte als er war.
    Leider aber war es dann doch etwas zu grob das Game.

  • Kettenhund

    Die zwischensequenzen sind auch klasse, aber genau die Athmosphäre wird im spiel eben leider nicht vermittelt.