Velvet Seal – Lend me your wings (Review und Kritik)

velvetseallendmeyourwings
Velvet Seal

Erst vor 3 Jahren gegründet, bringen die vier Ungaren schon Anfang Mai 2009 ihr erstes Album auf den Markt. Die Rede ist vom Lend me your Wings Silberling der Band Velvet Seal. Angelehnt an den typischen female voiced Metal versuchen auch die 3 Herren um Front-Sängerin Gabee sich einen Namen in ihrem Genre zu machen. Leider ist die relativ schwache Stimme der Ungarin keine Hilfeleistung dafür. Doch noch nicht nur das stört etwas.

Das epische Opening verspricht eine Menge Action in den folgenden 30 Minuten.

Der Titelgeber und erste Song der Scheibe beginnt recht powervoll, mit schwerem Drumming und tiefen Gitarrenriffs.  Aber schon nach einer halben Minute flaut der Sound ab und es wird ruhiger und macht dem Gesang Platz. Die Stimme geht daraufhin jedoch manchmal unter, Monotonie macht sich breit.

The One startet orientalisch. Doch auch hier greifen schwere Riffs ein. Ebenso geht der Gesang wieder öfters unter. Das Merkmal der erdrückend schweren Instrumentalisierung ist das hervorstechende trommeln.

Weitere Synthies beginnen den folgenden Song. Ein Männerchor leitet zum eigentlichen Desperati über. Der Gesang Gabees ist hier endlich mal vordergründig.

Wie bei den Vorgängern sticht bei Torn Within das Schlagzeug heraus. Dieser Track wirkt düsterer als bisherige. Eine tiefere Stimme begleitet ihn. Im Break erinnert diese an den Adel von Within Temptation.

Die obligatorische Ballade des Albums darf natürlich nicht fehlen und findet sich in Where Statues Cry. Anfänglich leiser Gesang mit sanften Saiteninstrumenten wird später lauter und von Schlagzeug begleitet. Jenes wechselt regelmäßig.

Mit einigem mehr an Power setzt The Divine Comedy? ein. Chorale Gesänge, schleppende aber energiegeladene Instrumente, ein Wechsel aus tiefer käftiger und hoher Stimme machen diesen Song schon zum stärksten Titel des Albums.
Die Stimme wirkt hier sogar kräftiger als bisher. Zwar ist es etwas langsam, und das Schlagzeug sticht weiterhin hervor, aber mit The Divine Comedy? haben Velvet Seal schon einen starken Titel geschaffen.

Mit Freefall taucht leider weniger Veränderung zu den Vorgängern auf.

The tragic overture beginnt elektronisch mit Synthis. Schwer, schnell, lastig kommen die Instrumente daher, stecken dann zurück und lassen dem Gesang den Vortitt. Sehr abrupt endet der Titel, und damit auch das Album.



feature
feature

Fazit:Der ein oder andere mag meckern, dass das Album nur wenig mehr als eine halbe Stunde Musik bietet. Doch muss man gestehen, länger wird langweilig.
Das Album reicht leider kaum an die großen Genre-Vorbilder heran. Eine im Vergleich schwache Gesangsstimme allein macht das Album noch nicht zum Kritikpunkt.
Die doch recht eintönige Produktion lässt vieles an Lend me your wings auszusetzen. Schwaches monotones Drumming, zwar viel aber auch nicht großartig ausgearbeitete Gitarrenarbeit, und Synthies, die mehr Power versprechen, als nachher folgt. Leider verdienen Velvet Seal in meinen Augen hier 5,5 Punkte.

Doch bitte nicht aufgeben.
Schließlich hat diese Bewertung kein niederschmetterndes Ziel.
Aus Kritik sollte man lernen. Und dass sie etwas drauf haben, beweisen sie ja auch ab und an. Hoffen wir also, das Quartett lernt aus ihr, und bringt in ein, zwei Jahren ein echt geiles Album zustande.


Tracklist:

  1. Opening
  2. Lend Me Your Wings
  3. The One
  4. Desperati
  5. Torn Within
  6. Where Statues Cry
  7. The Divine Comedy?
  8. Freefall
  9. The Tragic Overture


(5,5/10)
(5,5/10)

Anspieltips:

Where Statues Cry
The Divine Comedy
Lend Me Your Wings

Veröffentlichung:

08. Mai 2009


Velvet Seal Myspace

About feAtuRe

Check Also

Rezension: Pulse – Adjusting The Space

Wir schreiben das Jahr 2140, unsere Erde ist dem Untergang nahe. Fremde Wesen aus fernen …