Vinterbastard - A Dekade of War

Vinterbastard – Interview mit Mugar

Vinterbastard - A Dekade of War
Vinterbastard - A Decade of War

Vinterbastard – Interview mit Mugar

Drei Jahre und viele Line-Up wechsel kostete es, bis die Nordhorner Black Metal Band Vinterbastard ihre Aufnahmen zur ersten EP mit dem Titel „A Decade of War“ abgeschlossen haben. Das Ergebnis ist laut Sänger und Gitarrist Mugar, der uns in einem Interview rede und Antwort stand, dafür um so hörenswerter.

Schwarze-News: Sicher ist Vinterbastard noch jedem unserer Leser ein Begriff, bitte beschreibt eure Band kurz. Wer hat welche Aufgaben innerhalb der Gruppe?

Mugar: Vinterbastard wurden vor einigen Jahren von mir mit unserem ehemaligen Mitglied Crolcosz gegründet. Kurz darauf verlies Crolcocz die Band und Arrokh stieß – als einzig konstantes weiteres Mitglied – hinzu. Eine konkrete Aufgabenteilung besteht nicht. Die Texte werden meist zusammen geschrieben und da unsere Bereiche jeweils den Gesang und die Gitarren abdecken ergänzen wir uns gegenseitig in beiden Bereichen. Der Drumcomputer wird hingegen alleine von Arrokh programmiert. Auch die meisten Abmischungen der Songs kommen von ihm.

Schwarze-News: Die Arbeiten an eurer ersten EP „A Decade of War“ scheinen sich ja etwas in die Länge gezogen zu haben, zumal sie schon eine ganze Zeit lang angekündigt war. Wie kam es dazu, dass die Scheibe erst jetzt erscheint?

Mugar: Die arbeiten an den vier Songs haben tatsächlich mehr als drei Jahre in Anspruch genommen. Dies liegt vor allem im ständigen Wechsel des LineUps und den nicht immer zuverlässigen Mitgliedern. Auf einige Drumparts mussten wir beispielsweise annähernd ein Jahr warten. Durch diese vielen Wechsel in der Besetzung stehen wir auch nicht mehr voll hinter Songs wie „Stalingrad“. „Stalingrad“ hat auch den faden Beigeschmack der sehr niedrigen Qualität. Hörer der EP sollten sich hiervon nicht abschrecken lassen und die EP dennoch komplett hören – da sich Songs wie „Vergeltung In Unendlichkeit“ wirklich lohnen. Dennoch gehört „Stalingrad“ zur Bandgeschichte und ist deswegen auf der EP zu finden. Die lange Wartezeit hat aber auch dazu geführt, dass die Limitierung der EP von uns statt auf 33 nun auf 66 gelegt wurde

Schwarze-News: Mit „Blut und Krieg“ befindet sich ein Cover der Band Moonblood auf der CD. Habt ihr keine Angst das eure Musik damit in ein falsches Licht gerückt wird? Immerhin spielt Occulta Mors nebenbei auch in den, in der rechtsextremen Szene einschlägig bekannten, Bands Totenburg und Nachtfalke?

Mugar: In ein falsches Licht wird man ohnehin schon alleine durch die Kriegsthematik gerückt. Das sind Dinge mit denen man im Black Metal leben muss. „Blut Und Krieg“ sehen wir jedoch als einen der besten Songs des Black Metal der späten 1990er und wollten ihm somit Tribut zollen. Wir wollen aber auch klarstellen, dass wir die Vergewaltigung des Black Metal für irgendwelche politischen Ideale, seien sind nun links- oder rechtsradikal nicht akzeptieren wollen. Wir sehen Musik als Kunst und nicht als politisches Instrument.

Schwarze-News: Wovon handeln eure eigenen Texte? Ist die komplette Band auf den zweiten Weltkrieg konzeptiert oder finden auch andere Einflüsse den Weg in eure Musik?

Mugar: Anfänglich waren wir mit Stalingrad schon sehr auf den zweiten Weltkrieg getrimmt. Allerdings handeln die Texte von „Vergeltung In Unendlichkeit“ und „Sieg Hass“ vom Kampf gegen das Christentum, ohne jeden Bezug auf bisher stattgefundene Kriege. Die Texte des kommenden Konzeptalbums werden auch in keinster Weise auf den zweiten Weltkrieg gemünzt sein. Wie es anschließend weitergeht wird man dann sehen.

Schwarze-News: Welche Bands hört ihr selbst bzw. was sind eure eigenen musikalischen Einflüsse?

Mugar: Die Einflüsse liegen in unterschiedlichsten Bereichen. Zum einen ist natürlich der Black Metal stilprägend, dort sind Bands wie Marduk,

Vinterbastard
Vinterbastard

Windir (mag man sie denn zum Black Metal einordnen), die alten Satyricon, Moonblood oder Summoning sicherlich tragend. Auch Nargaroth ist vertreten, denn egal wie bescheuert Kanwulf und seine behauptungen auch sind, seine Musik ist hörenswert. Darüber hinaus versuchen Arrokh und ich ein großes Musikalisches Feld abzudecken. So höre ich zum Beispiel sehr viel Viking- oder Paganmetal wie beispielsweise Black Messiah und Arrokh bleibt in der *Core-Szene auf dem laufenden. Des weiteren wären da noch Bands wie Saxon, Iron Maiden und Co. welche das Feld noch erweitern.


Wir meinen, dass Bands welche ausschließlich Musik aus ihrer Sparte hören nicht wirklich innovativ sein können.

Schwarze-News: Wie wird es mit Vinterbastard weiter gehen? Laut eurer Homepage arbeitet ihr schon an einem neuen Album das ein bestimmtes Konzept verfolgt.

Mugar: Direkt nach Abschluss der EP, noch in derselben Nacht, haben wir begonnen uns Gedanken über den nächsten Schritt zu machen. Da wir schon lange ein Konzeptalbum in den Köpfen hatten, haben wir uns schnell dazu entschieden dies als nächstes Projekt in Angriff zu nehmen.

Dieses Album wird in zehn Songs die komplette Geschichte eines Reiches erzählen, beginnend mit der Gründung, über Kriege hinweg bis zum Niedergang. Die Tracklist haben wir bereits auf Vinterbastard.de veröffentlich und einige Texte sind bereits abgeschlossen.

In den nächsten Tagen werden die Aufnahmen dazu beginnen und diesmal wird es keine 3-4 Jahre dauern bis das Werk erscheint.

Daneben wird auch ordentlich an der Qualität geschraubt. Und wir versprechen die höchstmögliche Qualität, welche mit unserer Ausstattung möglich ist.

Schwarze-News: Wie man liest seid ihr zur Zeit auf der Suche nach einem Drummer. Sind dann auch Live Auftritte von Vinterbastard geplant oder bleibt ihr eine reine Studioband?

Mugar: Sofern wir einen Drummer finden sind Live-Auftritte zumindest nicht ausgeschlossen.
Wir überlegen beispielsweise bei Rock-Gegen-Rechts-Veranstaltungen zu spielen.
Zum einen um eine Lanze für den, oft in die rechte Ecke gedrängten Black Metal zu spielen, zum anderen um diese Veranstaltungsart zu unterstützen.

Hierbei kommt es allerdings sehr stark auf die Ausrichtung der Veranstaltung an, da wir unsere Musik nunmal nicht für politische Propaganda vergewaltigen lassen wollen.

Sollte sich ein Drummer aus dem Bereich um Nordhorn allerdings von uns angesprochen fühlen und Black Metal lieben kann er sich gerne per Mail bei uns melden. Die Adresse lautet Vinterbastard.bm@googlemail.com Wir freuen uns auf alle zuschriften diesbezüglich.

Schwarze-News: Habt ihr unseren Lesern noch ein paar letzte Worte mit zu teilen?

Mugar: Wir möchten vor allen den bisherigen Käufern der EP für die Unterstützung danken und uns von der Qualität der Song „Stalingrad“ und „Blut Und Krieg“ distanzieren. Nicht aber von deren Inhalten hinter denen wir weiterhin stehen.

Für Lob, Kritik und EP-Bestellungen stehen wir jederzeit über die angesprochene Mailadresse zur Verfügung.

Daneben möchten wir dem Team von Schwarze-News.de dafür danken, dass ihr uns mit dem Interview einem größeren Publikum vorstellt.

Schwarze-News: Wir danken für das ausführliche Interview und wünschen euch weiterhin viel Erfolg mit Vinterbastard.

Beteiligte:
Tobias „Zigeunerjunge“ Geers (Interviewführung)
Michael „Mugar“ Keen (Vinterbastard)

www.vinterbastard.de



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