From the Ashes

Voices of Destiny – From the Ashes (Review und Kritik)

From the Ashes

Dass Bands aus dem Genre des Epic Metal erfolgreich sind, zeigen allgemein bekannte Beispiele wie Nightwish und Within Temptation. Ab dem 26.2.2010 erschallen nun aus dem Hause Massacre Records eben solche episch-metallischen Klänge. „From the Ashes“ nennt sich das Debütalbum der Formation um Meike Holzmann. Die fünf Musiker Chris Gutjahr (Guitars), Lukas Palme (Keys), Jens Hartwig (Bass), Erik Seitz (Drums) und Meike Holzmann (Vocals) können jedoch schon auf eine längere Bandgeschichte (Gründung 2004) und reichlich Bühnenerfahrung zurückblicken, sowie den Sieg beim „Youngsterball Contest“ im LKA Longhorn (Stuttgart). Im Sommer 2009 unterschreiben sie schließlich den Vertrag bei Massacre Records und nun etwa ein halbes Jahr später erscheint der Erstling der Band „Voices of Destiny“. Ein viel versprechendes Album, dem nun die notwendige Aufmerksamkeit zuteil wird.

Zwölf Titel und eine gute dreiviertel Stunde bringt der Silberling mit sich und mit dem ersten Track „Ray of Hope“ starten sie direkt durch. Ein schneller Rhythmus und eine wunderschöne klare Sopran-Stimme geben dem Track eine ganz besondere Note. Auch taucht hier zum ersten Mal der starke Kontrast zwischen dem klaren Gesang und den Shouts von Seiten Lukas Palmes auf. Der Track endet schließlich so plötzlich wie er begonnen hat, es geht jedoch in dem gleichen schnellen Tempo, mehr Nachdruck und einer stärkeren Abwechslung in der musikalischen Untermalung weiter. „Twisting The Knife“ klingt düsterer, bedrohlicher, eindringlicher und auch die Growls bekommen hier einen größeren Part zugeschrieben. „Twisting The Knife“ zeigt sich im Gesamten betrachtet als einer der abwechslungsreichsten Tracks der Platte.
Während es in „Return From The Ashes“ deutlich härter zugeht. Zu loben ist hier wie deutlich der Gesang Meike Holzmanns ist, der einwandfrei verständlich ist und weißt bereits die klassischen Züge, die man von Epic-Metal Sängerinnen wie Tarja Turunen und Anette Olzon kennt, auf. Unglaublich energiereich und dennoch sanft und harmonisch.
Mit „Relief“ geht es nun in gewohnter Manier weiter, den Zuhörer erwartet jedoch zunächst ein rein instrumentales Intro, bevor der Gesang

Voices of Destiny

einsetzt und wie in den Tracks zuvor perfekt mit den Growls harmoniert. Hier zeigt sich auch eine stärkere orchestrale Begleitung als in den vorhergehenden Tracks.
„Icecold“ zeichnet sich durch ein gesprochenes Intro und eine melancholische Pianobegleitung, eher Drums und orchestrale Begleitung einsetzten, aus. Besonders bei diesem Track vermittelt der Gesang die Atmosphäre. Durch den leicht gehetzt klingenden Gesang erinnert es an das Einatmen von kalter Winterluft in die Lunge, aber durchaus auch an die Schönheit der Kälte und des Winters.
„Apathy“ hebt sich nun klangmäßig ab, es klingt fröhlicher und dynamischer, was eigentlich dem Titel widerspricht. Sobald der Gesang jedoch einsetzt wird es ruhiger und die Begleitung übernehmen nun Akustikgitarren. „Apathy“ ist das ruhigste Stück der Platte, auch wenn es immer wieder von den härter klingenden Intermezzi unterbrochen wird.
„Endevour of Life“ klingt zunächst bedrohlich und baut Spannung auf, bevor es ein wenig absinkt und dann der Gesang beginnt, leiser und ruhiger begleitete, bevor auch die Gitarrenbegleitung einsetzt und schließlich wieder die Growls. In diesem Track wechseln sich nun wie bereits bekannt harmonische, ruhige Parts mit teilweise schrillen Gitarrenklängen und finsteren Growls ab.
„All Eyes On Me“ ist der inzwischen achte Track der Scheibe und weißt verhältnismäßig viele Growls auf, besondere Aufmerksamkeit zieht er aufgrund des packenden Endes und der energiegeladenen Begleitung auf sich.
„Bitter Visions“ klingt nun ruhiger, was grundsätzlich an dem ruhigen Gesang und der harmonischen Begleitung liegt und dadurch leicht und schon fast etwas zu ruhig dahin laufen würde, wenn nicht hin und wieder Dissonanzen auftreten würden. Dennoch ist „Bitter Visions“ eines der nachhaltigsten Stücke, weil es wegen der melancholischen, betrübten Stimmung im Kopf bleibt.
Mit „Hourglass“ folgt ein starker Kontrast zu dem vorhergehenden Stück. Harte Riffs, orchestrale Begleitung, schneller kraftvoller Gesang.
„Red Winter Snow II: Blood and Stone“ klingt epischer als die Vorgängerlieder. Es könnte zu einer Herr der Ringe Schlacht passen, aber auch zu einem sich dem Ende zuneigenden Wintertag.
„Not The One“ ist schließlich der letzte Track des Silberlings und musikalisch noch einmal ein letzter Höhepunkt des Klangwerks, vor allem was die Growls angeht ist dieser Track besonders zu loben.

Fazit:
From the Ashes“ ist ein vollkommen gelungenes Debütalbum der Band „Voices Of Destiny“ und kann ganz klar mit anderen Werken von Bands wie Nightwish und Epica mithalten. Für alle Epic Metal Fans ein absolutes Muss und ein reinhören ist schon fast Pflicht.




Tracklist:

  1. Ray Of Hope
  2. Twisting The Knife
  3. Return From The Ashes
  4. Relief
  5. Icecold
  6. Apathy
  7. Endeavour To Live
  8. All Eyes On Me
  9. Bitter Vision
  10. Hour Glass
  11. Red Winter’s Snow II: Blood and Stone
  12. Not The One

Anspieltipps: Muss im Ganzen genossen werden

Veröffentlichung: 26.2.2010

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