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Z-Effektor – Zwischen XII Uhr (Review und Kritik)

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Fast sieben Wochen nach Veröffentlichung soll es hier nun um das Debüt-Album von Z-Effektor gehen. Hinter diesem Namen verbergen sich das Quartett aus Phantom, Leana, Chromatics und Xenia. Platzierungen in den Deutschen Alternativen Charts (DAC) und den German Electronic Web Charts (GEWC) beweisen, dass sich die vier Baden-Württemberger nicht zu verstecken brauchen.

Mit ihrer Mischung aus „klassischer […], elektronischer Musik, Phantasie und Realität“  formt das Quartett die Musik, die sie selbst als Renaissance Elektro bezeichnen.
Bei Z-Effektor treffen klassische Instrumente auf gnadenlose Beats aus dem Elektro-Genre, wie zum Beispiel bei Rotting Disguise (Track 3). Der Titelname gibt gleich Auskunft über die Sprache des Textes in dem durch Chorgesang unterstützten Song: Englisch. Mit den vergleichsweise harten Beats ist dieser Song wohl eher im Bereich der Industriellen Ohrengänge zu vernehmen.
Ähnliches gilt für Track 6: Armee der Finsternis kommt ebenfalls electro-Beat bestimmt daher und kommt ohne vordergründige klassische Instrumentalisierung aus. Freunde vom Tanzdiktator Thomas Rainer dürften Gefallen an diesem Werk finden.

Z-Effektor
Z-Effektor

Im Gegensatz zu den beiden vorher besprochenen Songs wirkt  Wenn Engel fallen (Track 7) getragen, aber keines falls bedrückend trotz der schweren Beats. Leider ist’s mir nicht vergönnt zu sagen, ob die wunderschöne Stimme Leana oder Xenia gehört.
Das gesamte Album zeigt sich abwechslungsreich, was sicher sowohl der Kreativität des Künstlerquartetts als auch der Erfahrung des Produzenten – niemand geringeres als Bruno Kramm („Das Ich“, Chairman „Danse Macabre Records“) – zu verdanken ist.
Interessant ist ebenfalls, dass das Album eine tatsächliche Ein- und Ausleitung erfährt: der erste Track der CD („Stillstand“) stellt ein etwas über zwei minütiges Intro dar, während am Ende des Ohrenschmauses schon die „Dämmerung“ hereinbricht, das Ende des Gesamtwerkes einläutet.

BassTierchen
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Fazit: Hola – Da hat’s mir glatt den Equalizer zerlegt. Derartig spannende und erstklassig produzierte Musik ist der gar nicht mehr gewohnt (gewesen). Meine Hochachtung haben sich die vier BW-ler schon beim Probehören mit dem ersten Eindruck ergattert – und (die Charts beweisen es:) die vier haben den Markt mit etwas Außergewöhnlichem und Neuem zum richtigen Zeitpunkt angegriffen. Mein Tipp: Kaufen, solange es noch geht!




Veröffentlichung: bereits erschienen



Tracklist:

  1. Stillstand
  2. Spinnlein
  3. Rotting Disguise
  4. Paranoid
  5. Zwischen XII Uhr
  6. Armee der Finsternis
  7. Wenn Engel fallen
  8. Your Nightmare
  9. Die Schuld
  10. Hexenfluch
  11. Fahr zur Hölle
  12. Teleutaion
  13. Melancholie
  14. Dämmerung

    Wertung:

    10/10 Punkten
    10/10 Punkten

    Anspieltipps:
    – Spinnlein
    – Armee der Finsternis
    – Wenn Engel Fallen

    mySpace.com/ZEffektor

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