ZORGLÜB - Schizo Affective Disorder

Zorglüb – Schizo Affective Disorder (Review und Kritik)

ZORGLÜB - Schizo Affective Disorder
ZORGLÜB - Schizo Affective Disorder

Frankreich – das Land der Verliebten und Feinschmecker. In Reims hat die Band Zorglüb ihre Wurzeln. Das Projekt besteht bereits seit Oktober 2000. Die sechs Jungs machen Musik, die zwischen Thrash-Metal und Industrial einzuordnen ist. Schizo Affective Disorder ist nach zwei Demo-Alben das zweite Album der Band. Neben ihren Studioaufnahmen spielen sie auch viele Konzerte mit anderen Bands, sogar auf dem Fete de la Musique in Frankreich spielen sie neben Bands wie Devil Driver. Gehören Zorglüb zu den Feinschmeckern Frankreichs oder sind sie nur langweilige Liebhaber für eine Nacht?


Keryann von Zorglüb live
Keryann von Zorglüb live

Der erste Track „To Dust“ beginnt mit einem ruhigen Riff, der sich in seiner Lautstärke und Intensität nach und nach aufbaut, dann setzen Keryanns tiefe Growls ein. Zwischendurch gibt es immer kleine Soloeinlagen der Gitarristen und des Schlagzeugers. „Phantasms or Perversity“ ist vor allem geprägt durch klare, verhältnismäßig gut verständliche Shouts und schrillen Pinch-Harmonics. In „Great Collector“ gibt es wiederum kürzere Sprechparts und intensivere Growls. Die Dynamik ist im Vergleich zu den ersten beiden Tracks wesentlich schneller und somit wirkt das Lied allgemein düsterer. „Everyone“ dürfte eher etwas für die ruhigeren Vertreter sein. Auch dieser Song ist selbstverständlich keine Schnulze, jedoch gibt es hier einige Metal-untypische Gesangsparts. Titel Numero fünf – „Without Conscience“ – gönnt dem Hörer eine kleine Atempause, in der er durch Windgeräusche besänftigt wird.


Xand von Zorglüb live
Xand von Zorglüb live

Im sechsten Stück „Burn“ geht es aber dann direkt weiter im Programm. Hier kommen vermehrt elektronische Industrial-Elemente zum Einsatz. Die Rhythmen bleiben allerdings trotzdem schnell und gerade das Bass-Solo erinnert ein Stück weit an Power Metal. Auch in „Inner Fear“ geht es weiter mit elektronischen Elementen. Nach einem ruhigen Gesangspart und dazu passenden Gitarrenriffs zu Anfang, setzt Keryann nach knappen zwei Minuten growlend ein. „Weak Again“ ist vom Rhythmus her etwas träger und ruhiger. Insgesamt ist dieses Stück meines Erachtens nach das am wenigsten gelungenste auf dieser Platte, da es dem Hörer hier sehr schwer gemacht wird, weiter zuzuhören. „Shoot the Clown“ bringt wieder ein paar kleine Elemente des Industrials mit sich. Allgemein kommt der angepriesene Industrial und New Wave auf dieser Platte sehr kurz, denn auch in den folgenden Tracks wird dazu nicht allzu viel beigetragen. Hin und wieder gibt es wohl ein bisschen was Elektronisches, was dann aber schnell wieder durch Gitarren und Growls überschattet wird.


MorphineFazit:

Ein paar Lieder der Platte sind durchaus hörbar. Jemand, der gerne Thrash-Metal oder ähnliches hört, wird sich wahrscheinlich auch mit dieser Platte anfreunden können, jedoch ist sie für jemanden, der nur ab und an mal etwas hört, das in diese Richtung geht und eher auf Industrial hofft, vielleicht nicht ganz das Richtige. Die Tracks sind, wie erwähnt, alle nicht als „schlecht“ abstempelbar, allerdings wirkt die Kombination aus einem langsamen Anfang mit minimal elektronischen Elementen, steigender Dynamik, Growls und stellenweisen Gesangsparts mit der Zeit relativ eintönig. Mir würde ein allgemein langsamerer Industrialsong oder ein richtig lauter Thrash-Track, der direkt ohne langsamen Anfang auf den Punkt kommt, von dieser Band gefallen. Allgemein ist die Platte gut, jedoch nichts, was sich großartig von anderen Gruppen abhebt.

Trackliste:

  1. To Dust
  2. Phantasms Or Perversity
  3. Great Collector
  4. Everyone
  5. Without Conscience
  6. Burn
  7. Inner Fear
  8. Weak Again
  9. Shoot the Clown
  10. No God
  11. My Own Spread
  12. Nightmare Circle

7/10
7/10

Anspieltipps:

-To Dust

-Burn

Erscheinungsdatum:

März 2007

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