Dark Solitary: Grenayde Class von Lord of the Lost

In unserer neuen  Reihe Dark Solitary, in der wir jeden Member der jeweiligen Band einzeln interviewen, machen wir heute den Anfang mit Lord of the Lost.

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Er ist ein Wirbelwind auf der Bühne und reißt die Fans mit seiner quirligen Bühnenshow mit: Grenayde Class.

Der im April 1982 in Stade geborene Bassist und Gründungsmitglied von Lord of the Lost versteht sein Handwerk. Auf der Bühne hat man den Anschein, er wird eins mit seinem Bass. Er geht in der Musik vollkommen auf und spielt sie nicht nur, sondern verkörpert sie, lässt sie uns spüren. Sein Baby ist zum einen der Zodiac-Bass , zum anderen der Streamline „devilgirl“, beides von Cyan.

Viele interessiert sicher, woher sein Name Grenayde Class stammt. Des Rätsels Lösung: Der Name kommt von seinen grünen Augen, aus greeneyes, wurde Grenayde und aus Klaas wurde Class.

Ich freue mich sehr, dass er mir einige Fragen beantwortet hat, die ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte:

Wie bist du zur Musik gekommen?

Es ergab sich irgendwie, dass man zum skaten Musik hört weil es einfach mit einem Groove mehr Spaß macht. Darauf bin ich dann hängen geblieben.class-grenayde-4

Wann hast du angefangen Instrumente zu lernen und welche?

Angefangen habe ich mit Keyboard. Aber das war nicht so mein Ding. Also habe ich mit einem Kumpel zusammen beschlossen Bass zu lernen. Da ich schnell in einer Band war habe ich es genossen und bin dabei geblieben.

Wie hat sich deine musikalische Laufbahn entwickelt bis du zu Lotl gekommen bist?

Ich habe in zig verschiedenen Bands gespielt und meine Erfahrungen vor allem Live gemacht.

Auf der Bühne wirkst du immer sehr quirlig ;), bist kaum zu bremsen. Nur auf der Bühne oder bist du auch im realen Leben so?

Im realen Leben bin ich recht entspannt. Meine teuflische Seite lasse ich auf der Bühne heraus. Ich bin eher der „Gute“. Aber trotzdem bin ich gerne auf Achse.

1501633_705062686193351_2006380284_oAbe Laboriel hat mal gesagt:
„The Bass Player builds the House, that all the other Players get to live in.“
Kannst du dem beipflichten? Wie siehst du das?

Wenn man es Bautechnisch betrachtet ja. Insofern als der Drummer das Fundament bildet. Wenn der Basser dann das Haus ist, sind die Gitarristen und Sänger dann die Möbel, die das Ganze dann vollenden! Hahahaha

Dein gigantischster Moment auf der Bühne war…?

In der ausverkauften Hamburger Markthalle auf die Bühne zu gehen und alle haben vor Euphorie geschrienen.

Woher holt ihr / holst du Inspirationen für neue Songs?

Das Leben. Erlebst du was, hast du auch was zu erzählen. Nur die Extreme im Leben bewegen zum Schreiben, denke ich. Deswegen gibt es unter anderem auch so viele Exzentriker unter den Schreibern.

Wie wichtig ist Musik für dich? In deinem Leben?

Es ist ein Standbein von mir. Ich bin auf jeden Fall ein Musikhörer. Fast jede Situation im Leben wird intensiver durch die richtige Musik.

Hast du noch andere Projekte neben LotL ?

Ich nenne es nicht „Projekt“ aber ich habe mit 2 Kumpels eine Coverband zu gründen um mit Spaß an der Musik Geld zu verdienen. Ganz simpel und deshalb auch so schön.

Wer ist für dich der beste Bassplayer? Außer dir natürlich 😉 .10606057_10152347623161659_996024054431058299_n

Es ging mir nie wirklich darum, wer der beste ist. Es gibt viele die mich Begeistern. U.a. auch wg. Ihren Macken und „Fehlern“. Es gibt einen Faktor, den ich gerne „Magie“ nenne. Den haben eben nur sehr wenige Musiker. Aber wenn sie diese Magie besitzen, ziehen sie dich in ihren Bann und nehmen dich auf eine Reise. Allerdings ist natürlich das Beherrschen des Instrumentes gepaart mit Groove unerlässlich! Aber diese Magic kannst du nicht erlernen. Das vergleiche ich gerne mit Photogenität. Das kommt auch eher aus einem heraus als dass man es wirklich erlernen könnte.

Hast du musikalische Ziele für die Zukunft?

Ich möchte ausschließlich mit Musik meinen Lebensunterhalt bis zum Tode verdienen können und auch noch Spaß dabei haben.

Mit wem würdest du gerne mal auf der Bühne stehen?

Meinst du zusammen in einer Band? Schwer zu sagen. Habe ich mir noch gar keine Gedanken darüber gemacht. Ich hatte bislang das Glück zur selben Zeit mit Keri Kelli (Alice Cooper) und James Kottak (Scorpions) ein paar Songs zu Jammen. Das war ein Spaß.

Wie beurteilst du den Musikmarkt in Deutschland? Was würdest du ändern, wenn es ich deiner Macht stünde?

Ich würde gerne mp3 aus der Geschichte löschen. Was waren das für Zeiten, als man in die Musikabteilung musste um sich CDs anzuhören um sich dann die beste zu kaufen. Wir haben uns getroffen um zusammen Musik zu hören. Wir haben die Texte gelesen. Wir haben gesammelt. Heute hat jeder alles auf seinem Computer und es wird nur flüchtig gehört. Ich hänge heutzutage immer noch an einem Album für Tage fest, weil ich es aufsauge. Selbst obwohl es nur auf mp3 vorhanden ist. Verteufeln will ich das ganze ja nicht!

10258198_779885928711026_2408072650234586363_oDein Tipp an Newcomer, außer harte Arbeit und Disziplin?

Glück. Und seid nett zu den Menschen aber ohne zu schleimen. Wenn ihr auch noch Menschenkenntnis besitzt, bringt euch euer (falls vorhandenes) Glück in die Arme der richtigen Menschen die euch unterstützen. Und seid ihr selbst. Falls ihr scheiße seid, seid ihr halt scheiße. Aber verbiegen macht es nur noch schlimmer!

 

An dieser Stelle lieben Dank an Klaas, für dein Offenheit und dein spontanes Interview.

 

Photos by Mandy Privenau und Jörg Fischer

 

About >puregatory<

Ich bin ein Mensch für den Musik eine wichtige Rolle im Leben spielt.... wie heisst es so schön ... da wo Worte nicht mehr weiter wissen, setzt die Musik ein .. da ist was wahres dran. Ich schreibe gerne , lese, fotographiere. Schreibe selber Gedichte und Songtexte für diverse Künstler. Sich weiter zu entwickeln finde ich sehr wichtig , denn ich bin der Meinung still zu stehen macht einen auf Dauer krank. Wer irgendwelche Fragen an mich hat, kann mich gerne kontaktieren.

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