Arkona – Goi, Rode, Goi! (Review und Kritik)

Arkona - Goi, Rode, Goi!
Arkona - Goi, Rode, Goi!
Aus dem kalten Russland kommen sie – Arkona. Mit Landskollegen wie „Nomans Land“ haben die Russen bereits bewiesen, dass auch sie ihren festen Platz in der Riege der talentieren Pagan Metal-Bands einzunehmen haben. In diesem Jahr erscheint nun ihr fünftes Studioalbum: „Goi, Rode, Goi!“. Können sie trotz sprachlicher Unterschiede und Konkurrenz ein gutes Werk und vielleicht sogar einen Meilenstein in der Welt des Pagan-/Folk-Metals schaffen? Weiterlesen!

Der Gesang ist eine nette Mischung aus Growls und Klargesang der Leadsingerin Maria, wobei der klare Gesang und gelegentliches Flüstern oder Sprechen klar überwiegt. Generell ist die Stimme der Maria sehr wandlungs- und vor Allem anpassungsfähig, sodass sie sie jeder Atmosphäre der vielen Songs anzupassen vermag. Die Trackliste (siehe unten) umfasst ganze 14 Songs und verpasst der Platte somit eine stolze Laufzeit von knapp 80 Minuten. Hier wurde sehr viel Mühe reininvestiert, da sich jeder Song in seiner Machart und seiner Art und Weise von den anderen unterscheiden kann. Besonders fiel mir Song Nummer 9 auf: „Kolo Navi„.

Dieser beginnt mit schnellen Growls des 2. Sängers, Alexei „Lesiar“ Agafonow, leicht unterlegt mit der Stimme von Maria. Diese legt dann einige Momente später richtig los. Folk-lastiger Klargesang mit melodiösen Hintergrundtönen begeistern das Ohr des Hörers und erschaffen einen tollen Song.
Anschließend verstärkt sich der Druck der Drums und der Gesang wird langsamer, beinahe bedrückend. Aber durch den immernoch folkigen Sound und den Einsatz einer Flöte kommt keinerlei traurige Stimmung auf.
Wieder einmal kommen die Growls ins Spiel, die gegen Ende des gutturalen Gesangs in bester Art und Weise von Klargesang unterlegt werden und somit das relativ plötzliche Ende des Songs darstellen. Meinetwegen hätte es ruhig weitergehen können, das Ende empfand ich als eher unpassend.

Es ist zu sagen, dass alle Texte auf russisch sind. Hörer, die russisch verstehen oder sogar aus Russland kommen, werden sicher ihren Spaß mit der Lyrik haben, aber unsereiner, der kein Sprachgenie ist, wird verdutzt der Musik lauschen und gezwungenermaßen, sofern er nicht vor hat die Texte zu übersetzen, eben diese genannten Texte ignorieren.

Skaal
Skaal
Fazit:
Man muss bei Arkona stark zwischen zwei Ebenen unterscheiden. Einerseits gibt es die sprachlich-textliche Ebene: Bei der hab ich so meine Probleme. Ich empfinde als störend, wenn ich bei der Musik kein Wort des Textes verstehe. Damit behindert sich die Band nur selbst (auch die Homepage ist auf russisch), denn sie besingen zwar die slawische Geschichte, was dann ihre Sprache rechtfertigt, aber das Gefallen fällt dann Anderssprachigen wie mir recht schwer. Mir persönlich fehlte eine gewisse Struktur, die ich durch verständliche Texte erkennen würde.
Aber natürlich gibt es auch so einige gute Seiten an der Scheibe. Arkona wissen ihre Instrumente zu beherrschen, der Sound ist der Bezeichnung „Guter Folk-Metal“ würdig, wenngleich sich die Pagan-Elemente nur durch tiefe Growls zeigen. Und da kommen wir zum Gesang: Besonderes Lob verdient die wandlungsfähig schöne Stimme der Leadsängerin Maria Mascha „Scream“ Arichipowa.
Wer also nicht allzu großen Wert auf das Verständnis der Texte legt (oder eben russisch spricht) und zudem ein Fan von tollem Folk-Metal ist, der sei mit diesem Album gut bedient. Wer allerdings viel Wert auf angemessene Texte und zumindest das Verständnis dieser legt, so wie ich, der wird das eine oder andere Problem damit haben.

Trackliste:

  1. Goi, Rode, Goi!
  2. Yarilo
  3. Nevidal
  4. Na Moey Zemle
  5. Pritcha
  6. V Tsepiakh Drevney Tainy
  7. Tropoiu Nevedannoi
  8. Liki Bessmertnykh Bogov
  9. Kolo Navi
  10. Korochun
  11. Pamiat
  12. Kupaletc
  13. Arkona
  14. Nebo Hmuroe, Tuchi Mrachniye
  15. ( 7,5 / 10 )
    ( 7,5 / 10 )
    Anspieltipps:
    Kolo Navi; Goi, Rode, Goi

    Erscheinungsdatum
    02.11.2009

    Arkona Homepage

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