Mabon - Stampede Of The Damned

Mabon – Stampede Of The Damned (Review und Kritik)

Mabon - Stampede Of The Damned

Als Einstieg wollen wir diesmal ein Zitat der Bandseite nutzen, was zugleich die Herkunft des Bandnamen erklärt: „Mabon ist eine Figur aus der keltischen Mythologie. Im Kreis der Legenden um König Artus steht Mabon symbolisch für das begabte Kind, dessen vielversprechende Kräfte erst freigesetzt werden müssen.“  Das uns hier vorliegende Debut der Schweizer ist erst das zweite gepresste Lebenszeichen der Band, inkludiert dies nun eine mangelnde Qualität, da die eigentlichen Kräfte erst noch freigesetzt werden müssen? Lest selbst…

Vorweg aber der Lieblingsabsatz aller Leser: Die Bandgeschichte!  In diesem Fall gibt es auch gar nicht so viel zu sagen. Gegründet wurde Mabon im Jahre 2003 als Quartett, wurde ein Jahr später aber zu einem Quintett ausgeweitet und ein weiteres Jahr später wurde eine Promo-EP Namens Eye For An Eye aufgenommen, welche wiederum erst 2006 erschiend. Nach einigen Besatzungswechseln, Contestsiegen und Aufträgen als Vorband bekannter Größen (Slayer, Ektomorf, Carnal Forge, Sodom u.v.m) begannen 2008 die Aufnahmen zum Debutalbum, das schliesslich im Januar 2010 erschien.

Schon mit dem – quasi – Titeltrack Stampede zeigen die Schweizer auf welche Art von Musik sie es abgesehen haben: Hochtechnischen, gradlinigen Thrash Metal. Das Album ist gefüllt mit zehn (neun, zieht man Phoenix ab) Tracks, die, entgegen aller Erwartungen, konstant auf einem sehr hohem musikalischen Niveau sind und auch den Druck nach vorn aufrecht erhalten und dennoch nicht anstrengend werden. Einflüsse bezieht die Band, sowohl laut eigenen Angaben, als auch hörbar ohne Zweifel, aus den Größen der 80er/90er. Nicht selten fühlt man sich vom Aufbau der Riffs an die frühen Metallica erinnert, Slayer lässt ebenfalls Grüßen (vor allem auch in den Vocals sind Ähnlichkeiten zu finden) und auch Testament und Kreator scheinen hier und da mitmischen zu wollen. Die Kenner etwas unbekannterer Bands werden hier auch Morbid Minds aus Berlin wiedererkennen, aber dies nur am Rande.

Besonders bei Liedern wie Born to Die,  und allgemein allen Soli wird klar, wie sehr die Schweizer ihr Handwerk verstehen. Einfach alles scheint in der Komposition ineinander zu greifen, Überleitungen werden perfekt inszeniert und Langerweile wird einfach keine Chance gelassen sich auch nur ansatzweise zu etablieren. Die Produktion des Silberlings ist natürlich auf allerhöchstem Niveau, zum Einen, weil es bei der hohen technischen Spielweise keine andere Möglichkeit gegeben hätte diese wirklich glänzen zu lassen und zum Anderen, weil es sich hier um eine Eigenproduktion der Band handelt und diese natürlich die eigenen Ansprüche vollends erfüllen musste.

Fazit:

Euer Autor!

Ich habe selten so ein überzeugendes Debut gehört, denn bei Mabon scheint einfach alles zu stimmen! Schon nach dem ersten Durchhören der Scheibe war ich komplett überzeugt vom Können und Liedgut der Schweizer und eines ist klar: Die Zeit ohne Plattenvertrag muss bald vorbei sein. Mabon müssen sich im Vergleich mit Größen des Thrash Metal keineswegs verstecken, bin ich mir doch sicher, dass sie einige davon im direkten Vergleich locker an die Wand spielen würden, was die relativ kurze Spielzeit auch mehr als Wett macht.Wer sich noch überzeugen lassen möchte, sollte in die Songs Born To Die und Desert War reinhören um vom Stil und der Struktur der Songs einfach überwältigt zu werden. Ansonsten gibt es hier eine uneingeschränkte Kaufempfehlung für alle Anhänger des Thrash Metal, oder solche, die es werden wollen!

Trackliste:

  1. Stampede
  2. Revolution
  3. Blood Domination
  4. Enemy
  5. Phoenix
  6. War Child
  7. Born To Die
  8. Killers
  9. Desert War
  10. Fields Of Blood

Spielzeit:

40:22

Wertung:

10/10
10/10

Anspieltips:

Born to Die, Desert War

Veröffentlichung:

bereits erschienen

Mabon Homepage

Mabon bei Myspace

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