The Arrival Of Satan - Vexing Verses

The Arrival Of Satan – Vexing Verses (Review und Kritik)

The Arrival Of Satan - Vexing Verses
The Arrival Of Satan - Vexing Verses

The Arrival Of Satan pissen auf Plastik-Pop Black Metal Scheisse. Hier herrscht Chaos, Psychopathie, unbändiger Hass und tiefschwarze Aggression. Absolut nekrotisch und verflucht authentisch.

Vergesst die ganze Gutmenschen Melodie Scheisse, hier wird perversester Black Metal in seiner ekligsten und abartigsten Form dargebracht. Denkt man zu Beginn noch, man habe sich auf einer schlecht produzierten Doom-Platte verloren, kracht einem die volle Apokalypse mit einem verzerrten Hass-Schrei und polternden Blasts ins Angesicht, dass es schrecklicher kaum mehr geht. Plötzlich wirkt alles so viel intensiver, so viel offener, wie die Wunden, die ihr euch selbst zufügt. Nein, diese Musik wird einem nicht „gefallen“, man erlebt sie, man erleidet sie, man wird sie hassen, oder in den Momenten völligen Schmerzes lieben lernen. Und gerade in dieser Gradwanderung zwischen Genialität und absolutem Wahnsinn liegt die Faszination von „Vexing verses„. Hier ist nicht wichtig, was wie gespielt wird. Es ist nicht wichtig, dass die Gitarren sich ins Hirn fräsen, das Drumming einem den Boden unter den Füßen wegzieht, der Gesang so ekelhaft verzerrt den vollkommenen Hass ins Antlitz schmettert. Nein, es ist einzig und allein die Intensität des Gesamtkunstwerkes und die ist wirklich extrem.

The Arrival Of Satan
The Arrival Of Satan

For psychiatry“ ist das Paradebeispiel für die Atmosphäre, so ist es in seiner irrwitzigen Raserei, gepaart mit der höllischen Stimme von Necropiss eine wahre Ausgeburt der Perversität und diese setzt sich im schleppenden „Aborted voices“ abartig fort. Alle möglichen Ausscheidungen des menschlichen Körpers verschmierend, liegt man in seinem eigenen Blut und hört den Soundtrack zu seiner eigenen psychopathischen Welt. Angst ist nur ein Wort, das Gefühl ist wesentlich stärker und schlimmer noch als jede Form der Negativität und des Nihilismus, verliert man sich in der absoluten Hölle. Nur ein kleiner Teil der heutigen „Szene“ wird den Pfaden von The Arrival Of Satan folgen können und vor allem wollen, denn die Wenigsten werden das Album hören und vor allem ertragen können. Als Kunstwerk also nahezu perfekt.


iskharian3Fazit:

Wenn Black Metal jemals abstoßend und schockierend sein sollte, dann ist es The Arrival Of Satan gelungen diesen Adjektiven ein musikalisches Bild zu liefern. Man wird es absolut hassen, oder dem Rausch aus Gewalt und Hass nicht mehr entrinnen können. Ein Album für die schrecklichsten Stunden im Leben, um diese nur noch stärker zu verfinstern. Perverse Genialität.


Trackliste:

  1. Tragic awakening
  2. Phantasms of hatred
  3. For psychiatry
  4. Aborted voices
  5. Vexing verses
  6. Morbid libido
  7. Facist whore
  8. She’s dead
  9. Unworthy

9/10
9/10

Anspieltipps:

Dieser perverse Rausch muss am Stück ertragen werden.

Erscheinungstermin:

Februar 2009

The Arrival Of Satan Myspace


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