Demgoroth - Besessen

Demgoroth – Besessen (Review und Kritik)

Demgoroth - Besessen
Demgoroth - Besessen

Demgoroth – Besessen (Review und Kritik)

Die Myspaceseite der Band Demgoroth, auf der ich mich erst mal über die junge Gruppe und ihr aktuelles Demo „Besessen“ schlau machen musste strotzt leider nicht sehr von Einfallsreichtum, lässt aber immerhin schon ein kleinen Einblick in das Werk der fünf Black Metal Debütanten zu. Als ich den Namen hörte, dachte ich unwillkürlich an Größen wie Gorgoroth oder Nargaroth und auch das Cover ihrer neuen Scheibe scheint jedes Schwarzmetallklischee mit nehmen zu wollen.

Doch bevor es hier so blutig zugehen kann wie auf dem Artwork, wird die Scheibe zunächst einmal mit einem Intro namens „Wahn“ eingeleitet. Irres Gelächter und noch recht leise Klänge bilden damit den Übergang zu „Toter Glaube“, dass überraschender Weise eher in die Sparte Death Metal passen würde. Sänger Andi scheinen die tiefen Growls zumindest um einiges besser zu liegen als hohe gekreische. Besonders im schnellen Titeltrack „Besessen“ ist sein gesangliches Spektrum im direkten Vergleich hörbar.

Das von Drums eingeleitete „Wahre Macht“ hingegen überzeugt durch gutes Riffing und durch einen interessanten Refrain der im Gehörgang hängen bleibt. Man hat es hier mit einem kleinen Highlight zu tun, dass aber ebenfalls eher in die Death Metal genannt werden

Demgoroth
Demgoroth

müsste. Andi growlt das komplette Lied durch, gibt ihm aber grade dadurch eine besondere Note. Die Erwartung das es mit „Erkenntnis“ so stark weiter geht, kann leider nicht wirklich eingehalten werden, jedoch muss ich an dieser Stelle zugeben, dass es besonders positiv auffällt, dass die Texte der Gruppe auf deutsch verfasst sind. Verständliche Textzeilen wissen die Gedanken des Hörers eben doch besser an die Musik zu fesseln.

Ein Umstand, der selbstverständlcih bei „Blutwinde“ nicht anders ist. Das Stück schallt nun wieder etwas schwarzmetallender aus den Boxen und weiß durch eine melodisch gegrowlte Stelle zu begeistern. Ein schöner Übergang zum letzten Song der Scheibe „Luzifers Auge“, der ein wenig ruhiger als der Rest der Scheibe das Demo sehr gut ausklingen lässt.

Tobias "Zigeunerjunge" GeersFazit: Black Metal ist das nicht. Sowohl die, eigentlich in jedem Song vorhandenen, Growls als auch das Riffing erinnern mehr an Death Metal. Das ändert aber nichts daran, dass die Musik wesentlich besser ist, als ich bei der Recherche zur Band erwartet hätte. Recht eigenständig klingt ihre Musik, im Gegensatz zu ihrem Namen, nämlich schon und eigentlich setzen sie das was sie machen auch recht gut um. Ein bisschen weniger Blut und kitschiges drum herum und dafür etwas mehr Songs im Stil von „Wahre Macht“ und aus den vier Herren und der Dame kann noch richtig was werden.



Tracklist von „Besessen“

  1. Intro Wahn
  2. Toter Glaube
  3. Besessen
  4. Wahre Macht
  5. Erkenntnis
  6. Blutwinde
  7. Luzifers Auge

(5,5/10)
(5,5/10)

Anspieltips:
> Wahre Macht
> Blutwinde

Erscheinungstermin:
Bereits erschienen

http://www.myspace.com/demgoroth

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