Divine Heresy - Bringer of Plagues

Divine Heresy – Bringer of Plagues (Review und Kritik)

Divine Heresy - Bringer of Plagues
Divine Heresy - Bringer of Plagues

Wir schreiben das Jahr 2006. In Los Angeles wird die Band Divine Heresy (auf Deutsch: Göttliche Häresie) gegründet. Die Besetzung ist vielversprechend, denn Divine Heresys Gitarrist, Dino Cazares, sollte bereits von seiner ehemaligen Band, der Metal-Größe „Fear Factory“, bekannt sein. Nun sind bereits zwei Jahre seit dem Release des ersten Albums (Bleed the Fifth) vergangen, da wird es Zeit für Nachschub. Und den bekommen wir auch: „Bringer of Plagues“ heißt das gute Stück, und der erste Eindruck ist vielversprechend.

Kein Wunder, denn alle Mitglieder der aktuellen Besetzung Divine Heresys haben bereits Erfahrung. So ist zum Beispiel der Mann an den Drums seiner ehemaligen Band „Hate Eternal“ entsprungen. Ebenso sind ehemalige Mitglieder von „Fear Factory“, „Nile“ und „The Bereaved“ vertreten. Aber ergeben all diese Zutaten auch eine gute Metalkapelle?

Ja! Denn sobald ihr die Play-Taste gedrückt habt ertönt ein wahnsinniges Gitarrenriff, nur wenig später setzt die grandios ausgeführte Double Bass ein und ein lautes, und vorallem langes „Damned!“ wird euch ins Ohr gebrüllt. Was für ein Auftakt! „Facebreaker“ heißt der erste Song, der dem Hörer um den Kopf fliegt. Blast Beats füllen nicht nur die kleinen Pausen im Song, sondern untermauern die ohnehin schon knallenden Riffs. So wird dem Gesamtklang wesentlich mehr Druck verliehen. Das Wort „knallend“ ist übrigens auch ein gutes Stichwort um „Bringer of Plagues“ zu beschreiben.

Die vier Jungs aus L.A.
Die vier Jungs aus L.A.

Was darf auf einer guten und abwechslungsreichen Platte nicht fehlen? Genau! ein Intro bzw. Interlude. Selbiges erwartet euch mit dem dritten Track unter dem Namen „Undivine Prophecies„, in welchem die beinahe bedrohlich klingende Geigen-Melodie von einer sauber gespielten Snare-Drum begleitet wird. Eine grandios umgesetzte Introduktion für den darauf folgenden, Titel-Song „Bringer of Plagues“ welcher einen der Höhepunkte auf dem gesamten Album darstellt. Der aufmerksame Hörer bemerkt, dass die zuvor im Intro von den Geigen gespielte Melodie nun von Dino Cazares, dem Gitarristen, übernommen wurde.

Wer zwischendurch gerne mal ein wenig Abwechslung mit einem ruhigeren Song haben möchte, kann sich freuen: „Darkness Embedded“ heißt der Track Nummer zehn – der melodischste Song des Albums. Hier kommt hauptsächlich cleaner Gesang vor, welcher allerdings an einzelnen Stellen durch Screams und Shouts untermalt wird. Dadurch wird das ganze an einigen Stellen einfach ausdrucksstärker. Ein weiterer lobenswerter Aspekt ist, dass die Stimme des Sängers Travis Neal, welcher zuvor das Mikro der Band „The Bereaved“ maltretierte, unglaublich vielseitig ist.

Die meisten Songs sind so aufgebaut, dass es eher unmelodische Strophen gibt, dafür aber sehr melodische Refrains. An selbigen merkt man durchaus den Fear Factory-Einfluss, den Cazares durchaus in sein neues Projekt mit einbringt. So wird jedem einzelnen Song Individualität verliehen. Allerdings fällt auf, dass die unmelodischen Parts teilweise zu ähnlich klingen.


Moshquito
Moshquito

Fazit:
„Bringer of Plagues“ ist tatsächlich ein Bringer. Allerdings bringt er euch keine (musikalische) Plage, sondern satte 42 Minuten dröhnenden Sound. Zwar fehlt es teilweise an Abwechslung, dennoch klingt das Album nicht eintönig oder langweilig. Auf dieser Platte findet ihr wirklich guten Metal, mit Einflüssen aus dem Metalcore, und teilweise sogar Death Metal. Wer also im Bereich des Metals noch keinen allzu weiten Horizont hat sollte auf jeden Fall mindestens reinhören. Ebenso lohnt sich der Kauf für alle Fear Factory-Fans, da eine gewisse Ähnlichkeit beider Bands nicht abzustreiten ist. Man merkt der Musik sofort an, dass sie von erfahreren Musikern geschrieben wurde.


Trackliste:

  1. Facebreaker
  2. The Battle Of J. Casey
  3. Undivine Prophecies (Intro)
  4. Bringer Of Plagues
  5. Redefine
  6. Anarchaos
  7. Monolithic Doomdsay Devices
  8. Letter to Mother
  9. Enemy Kill
  10. Darkness Embedded
  11. The End Begins


( 8 / 10 )
( 8 / 10 )

Anspieltipps:
Bringer of Plagues, Anarchaos, Darkness Embedded


Erscheinungsdatum:
24.07.2009

Divine Heresy bei Myspace

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