Hellveto - Kry

Hellveto – Kry (Review und Kritik)

Hellveto - Kry
Hellveto - Kry

Dreizehn Alben in sieben Jahre. Das grenzt schon an Größenwahn, denn man fragt sich, wer denn diese ganzen Platten kaufen soll bei der Veröffentlichungsflut. Da müssen die Polen Hellveto schon unglaublich gut sein um da keine Qualitätsabstriche hinnehmen zu müssen. Erstaunlich ist, dass Alleinherrscher L.O.N. bisher keinen richtigen Fehlgriff zu verzeichnen hat. Seine Werke gehören zwar sicher nicht zur vordersten Pagan Front (los, ich will Emails!!), sind aber auf jeden Fall ein kurzweiliges Vergnügen. Und so ist es auch mit Album Nummer Dreizehn, welches wenig überraschend, aber sehr solide erschallen mag.


Hellveto

Helleveto kombinieren langsamen, an Bathorys erhabene Zeiten erinnernden Pagan Metal mit wohl klingenden orchestralen Keyboard-Elementen und verweben ein paar slawisch folkloristische Melodien zu einem gefälligen Ganzen, was manchmal etwas unspektakulär klingt, aber in manchen Momenten richtig Spaß macht. So ist man geneigt aufgrund ein paar weniger Melodien der Musik mehr Beachtung zu schenken, als sie es eigentlich wert wäre, denn zum einen ist „Kry“ für sich gesehen nur wenig besonders, in der Discography des Polen versinkt es leider auch eher im Mittelmaß. Immer dann, wenn man den besonderen Kick erwartet, läuft es einfach so weiter, ohne wirklich zu überraschen. Man erhält die Platte, die man erwartet, was für den einen ja nicht schlecht sein mag, in der großen Flut der Veröffentlichungen, welche von Hellveto selbst ja nur unterstützt wird, wird „Kry“ aber gnadenlos untergehen.

Und das ist eigentlich schade, denn, wenn sich L.O.N. einmal mehr um die Details kümmern und sich somit auch mehr Zeit nehmen würde, könnte durchaus etwas richtig starkes entstehen. Denn, wenn man Ballast und Längen einfach weglassen würde, entstünde ein großartiges Pagan Werk im Stile von Drudkh, alte Dimmu Borgir oder auch Graveland, erhaben und mächtig. Die slawischen Melodien sitzen nämlich prächtig, der epische Charakter der Musik wird dadurch noch verstärkt und genau dort liegen auch die wenigen spannenden Momente von „Kry„. Mit einer knappen halben Stunde Spielzeit ist das Album aber auch nicht sonderlich gehaltvoll, was einem die Kaumempfehlung auch nicht wirklich einfacher macht.


Fazit: „Kry“ plätschert an den Hörer nur so vorbei. Hängen bleibt leider wenig, dafür tut es aber auch niemanden wirklich weh. Den Spruch von Qualität und Quantität hier zu bringen, wäre sicherlich angebracht, denn L.O.N. könnte sicherlich wesentlich mehr, als er es mit seinem halbjährlichen Albumzyklus zeigt. Mit den furiosen Furia kann er sich somit also kaum messen. Wer aber nicht genug von Keyboard lastigen End-90er Black Metal bekommen kann, sollte sich Hellveto durchaus mal anhören.



Trackliste:

  1. Kry
  2. Glód
  3. Powiedz Mi…
  4. Kraina Mgiel
  5. Rzucone na Wiatr
  6. Smak Zniewolenia



( 5 / 10 )


Anspieltipps:

Glód

Erscheinungstermin:

24. November 2009

Hellveto Myspace

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