Istapp - Blekinge

Istapp – Blekinge (Review und Kritik)

Istapp - Blekinge

In ewiger Eiszeit, kristalline Strukturen, glasklar und rein. Immer näher an den absoluten Nullpunkt -273,15 °C. Wenn man Istapps offizielles Album Debut „Blekinge“ jedoch anhört, berührt einen nicht unbedingt der unendliche Frost, sondern eher die Wärme im Herzen, denn mit einem wahren, melodischen Feuerwerk aus Black Metal und einem Schuss Folklore zeigen die Schweden ein ums andere Mal wie ihr immerwährender Krieg gegen die Sonne und deren Anbeter aussehen soll.

Dass das reichlich bescheuert klingt, dürfte den meisten eigentlich klar sein, aber sicher kann man sich nicht sein, ob die Schweden diesen Kampf gegen die Sonne nicht wirklich genauso ernst nehmen wie ihre Musik. Hört man sich die unendlich mächtige Raserei von „Vinterriket“ und das überirdische Keifen Mordechai von Renvaktars an, beginnt man automatisch vor Ekstase zu zucken, was die Seele und somit das Gemüt erwärmt. Wenn man so wollte, könnte man den Schweden Themaverfehlung vorwerfen, denn richtig frostig ist das Material auch nur bedingt, da fällt mir für die Vertonung des wahren Winters eher Paysage D’Hiver ein als eben Istapp, aber nichtsdestotrotz weiß die Band herrlich melodische Musik zu schreiben.

Istapp

Wirklich jeder Song hat Ohrwurmcharakter, sei es wie bereits angesprochen der rasende Opener oder die mit tollen Männerchören versehenen Köldens Union oder I Väntan På Den Absoluta Nollpunkten, was für mich zu den absoluten Highlights der Platte gehört. Der eindringliche Refrain geht einem wirklich so schnell nicht mehr aus Herz und Hirn, lässt einen laut mitgröhlen. Ob dadurch tatsächlich die Sonne verschwindet sei mal dahingestellt, Spaß macht es trotzdem ohne Ende!

Dadurch, dass das Album aber gerade mal knapp 38 Minuten lang ist, ist man immer wieder gewillt die Scheibe erneut rotieren zu lassen, denn jeder Song besitzt das gewisse etwas, was es einfach nicht langweilig werden lässt. Ein bisschen Elite hier, ein bisschen (alte) Vintersorg da und schon hat man ein Party taugliches Album, welches man immer wieder gerne in den CD Schacht einlegt. Kritisieren könnte man das an manchen Stellen arg unecht klingende Drumming, welches vor allem bei den Blasts etwas Nähmaschinenartig klingt. Aber vielleicht liegt der Eindruck auch an der etwas drucklosen Schlagzeugproduktion oder an den perfekt gespielten Patterns.


Fazit:

Melodischer Extrem Metal in nahezuher Perfektion, den man als Fan des Genres gehört haben sollte, vor allem wenn man mit nordischer Folklore etwas anfangen kann. Mir wird es trotzdem eher warm als kalt bei dem Album!





Trackliste:

  1. Vinterriket
  2. Köldens Union
  3. 1160 (Miovik)
  4. I Väntan På Den Absoluta Nollpunkten
  5. Evig Köld Koncentrerad
  6. Snö
  7. Fjällhöga Nord
  8. Bortgång Af Alvrödul, Ljusets Förfall
  9. Blekinge



(9 von 10)

Erscheinungstermin:

8. Juni 2010

Istapp Myspace

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  • Ich glaube da muss ich unbedingt reinhören.

    Und du hast es noch immer drauf 😉

  • Iskharian

    Ich habs auch drunter 😛