Nachtmystium - Doomsday derelicts

Nachtmystium – Doomsday Derelicts (Review und Kritik)

Nachtmystium - Doomsday derelicts
Nachtmystium - Doomsday derelicts

Nach der letzten, meiner Ansicht nach eher unglücklichen EP „Worldfall“ schieben die US-Amerikanischen Psychedelic Black Metaller Nachtmystium mit „Doomsday Derelicts“ die nächste EP hinterher. Vier Songs in einer guten viertel Stunde. Ob es sich dabei wirklich um eine wirklich essentielle Veröffentlichung handelt?

Diese Frage muss man leider wiederum mit einem „Jein“ beantworten, denn wirklich überzeugend ist auch diese kurze Statusbestimmung kaum. Man fragt sich, was Nachtmystium damit erreichen möchten, will man die Erwartungshaltung für Black Meddle Part II weiter senken? Hat man mit „Assassins“ sein Opus Magnum schon durch und pfeift nun nur noch auf dem letzten Loch? So wirklich beantworten kann das wohl nicht einmal die Band selbst, denn so uninspiriert das Cover der Ep ist, ist leider auch mehr als die Hälfte des sowieso schon spärlichen Materials.

Nachtmystium
Nachtmystium

Bones“ ist ein kurzer Prügler mit wenig Tiefgang. Der Gesang ist extrem verhallt, die Riffs eher unspektakulär, aber durchaus mit einem gewissen Death Metal Charme gespickt. Nichtsdestotrotz nichts, was sich mit „Assassins“ messen lassen kann. Und das wird leider jede neue Veröffentlichung der Amerikaner müssen. Gerade als ich wieder recht ernüchtert vom Gehörten war, tönt mit „Life of fire“ dann doch ein Stück aus den Boxen, was mit grandiosen Riffs und Melodien aufwarten kann und tatsächlich in dieser Form auch auf „Assassins“ hätte stehen können.

Leider war es das dann aber auch schon mit aller Herrlichkeit, denn „Hellish overdose“ weist zwar Reminiszensen an guten alten Metal der 80er auf, ist aber leider wenig mitreißend. Ein netter Banger, mehr aber auch nicht. Wirklich viel besser wird es mit „Pitch black cadence“ leider auch nicht. Klar, atmosphärisch vielleicht der stärkste Song der Platte, besitzt dieser wenigstens rhythmische Abwechslung, vom Thrash Geböller über schmetternde Blasts bishin zu stampfenden Abschnitten bedient man den Hörer aus einem großen Repertoire. Es mag aber der Funke nicht wirklich überspringen und so endet die viertel Stunde, wie sie begonnen hat. Leider belanglos. Warum das Teil ein knappes Jahr gebraucht hat, um veröffentlicht zu werden, wäre schließlich noch interessant zu erfahren, vielleicht wäre es aber auch einfach besser gewesen „Life of fire“ auf ein neues Album zu packen und den Rest einfach zu vergessen.


iskharian3Fazit:

Auch diese EP ist meiner Ansicht nach wieder vollkommen unnötig. Will man damit einfach nur die Zeit zum nächsten Album füllen? Wenn dem so ist, dann hätte man den vier Songs ja wenigstens noch etwas Bonus in Form von Live-Mitschnitten, etc. angedeihen lassen können. So kann man kaum einem empfehlen für diese viertel Stunde Geld auszugeben. Schade, denn „Life of fire“ ist ein wirklich starkes Stück Nachtmystium. Mehr davon und weg mit dem unnötigen Ballast.


Trackliste:

  1. Bones
  2. Life of fire
  3. Hellish overdose
  4. Pitch black cadence

 

(5,5/10)
(5,5/10)

Anspieltipps:


Life of fire

Erscheinungstermin:

27. Juli 2009

Nachtmystium Myspace


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