Rezension: Luna Rise – Dark Days And Bright Nights

Dark Melodic Rock aus Österreich gefällig? Ja, Österreich – richtig gehört! Auch wenn die Dunkle Szene hierzulande (zur Info: ich wohne in Wien) sehr klein ist, gibt es trotzdem einige Bands, die sich musikalisch in diesem Umfeld zu Hause fühlen und auch recht erfolgreich sind.

Luna Rise Band

Da ist z.B. Roterfeld, der es immerhin zu einer Nominierung bei den Amadeus Awards 2012 gebracht hat.

2011 gründete sich aber auch eine weitere Band im oberösterreichischen Enns, die sich mit ihrer Mischung aus melodischen, manchmal progressiven, dunkel-rockigen Klängen durchaus auch über die Grenzen hinaus hören lassen können.

Luna Rise präsentieren mit ihrem ersten Long Player Dark Days And Bright Nights zwölf solide und gut produzierteTracks.

Hier geben sich emotionelle Lyrics, stellenweise feine Gitarren Solos und manchmal verzerrter Gesang die Hand, gepolstert von Synths und Strings.

Schon beim Einstieg mit Demons Inside erfährt man, wie das alles einen recht bombastischen Sound produziert.

Die Liebe zum Detail fehlt aber auch nicht und zeigt sich in kleinen Sound-Effekten, wie z.B. die zischende Messerklinge bei RZRKT, einer der härteren Nummern. Ich bin ein Fan von so kleinen Akzenten…

Eine Hommage an die 80er bietet Luna Rise mit ihrem Cover von Ultravox’s Dancing With Tears In My Eyes. Natürlich hat Sänger Chris Divine nicht die stimmliche Höhe eines Midge Ure, aber der tiefer gelegte und rockigere Sound passt sowieso besser zum Gesamtkonzept des Albums.

Highlights auf dem Album, die ich hervorheben möchte sind The Secret In You, eine anfangs Piano-lastige, balladige Nummer, wo Chris Divines Stimme einmal richtig starke Gefühle zeigen darf; eine Nummer, die sich in einem tollen Gitarren Solo kulminiert.

Zweiter bemerkenswerter Track ist Until The Stars Have Come. Hier gesellt sich die Stimme von Gast-Sängerin Melanie Hirner zu Chris‘ Vocals. Und diese Kombi harmoniert sehr fein vor diesem rockig-poppigen Song.

Aber alles in allem ist aber das gesamte Album eine solide und reife Leistung des jungen Quintetts aus Oberösterreich.

Fazit: Ein rockiger, innovativer und hörenswerter Sound, der sich durchaus seinen Platz in der internationalen Dark Rock Szene verdient.

 

VÖ: 26. Juni 2015

 

Trackliste:

1   Demons Inside

2   RZRKT

3   Valentine

4   Dancing With Tears In My Eyes

5   For A Reason

6   The Secret In You

7   Silent Screams

8   Worshippin’ Shadows

9   Until The Stars Have Come

10  In Your Arms

11  The Storm

12  The Anthem Of The Night

About Betti Stewart

Sängerin... sometimes Komponistin...Lyric-Geschichten-und-Gedichte-Schreiberin... die beste Gitarristin, die nie Gitarre gespielt hat... Musik und Wörter sind meine Leidenschaft!

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