Auri – Auri

Mit dem Projekt „Auri“ erschaffen Johanna Kurkela, Tuomas Holopainen und Troy Donockley eine Reise, die sich irgendwo zwischen Phantasie und Realität abspielt. Tuomas, seines Zeichen Mastermind der Symphonic-Metalband „Nightwish“ durfte sich bei diesem selbstbetitelten Debut voll ausleben. „Auri“ ist nicht am Reisbrett entstanden, sondern entstand aus einer Vision, die nun verwirklicht wurde.

Der Zuhörer wird mit eindrucksvollen Percussions bei „The Space Between“ empfangen. Spätestens, wenn Johanna die Regie übernimmt, sollte man den grauen Alltag bereits vergessen haben. Natürlich sind die Soundspielerein von Tuomas auch hier deutlich erkennbar. Mehrere Melodien, die sich ergänzen und plötzlich einen ganz neuen Handlungsstrang entstehen lassen. Verspielt und dennoch episch zeigt sich „I Hope Your World is Kind“. Für diesen Track braucht man einfach Zeit, um alle Details wahrzunehmen und genießen zu können. Eine sanfte Flötenmelodie ist das Kennzeichen von „Skeleton Tree“. Mit orientalischen Einflüssen und einem guten Tempo entwickelt sich eine Nummer, die sicher auf viel Gegenliebe stoßen wird. Das verträumte Duett „Desert Flower“ zeigt einmal mehr als deutlich, welche Genialität in Tuomas innewohnt. Keine kitschige Ballade, sondern der passende Soundtrack für einen Sonnenuntergang am Meer. Besser kann man Emotionen nicht vertonen. Die Vorab-Single „Night 13“ sorgte bereits für eine gehörige Portion Gänsehaut bei allen Fans. Ein opulentes Werk, das man einfach genießen muss. Gefühlvoll geht es auch mit „Aphrodite Rising” weiter. Ein absolutes Gänsehaut-Stück, das den geneigten Zuhörer nicht loslässt. Mystische Stimmeffekte und sanftes Meeresrauschen verleihen diesem Track die Aura der Zeitlosigkeit. Mit schweren Celli-Klängen kommt „Underthing Solstice” daher. Ein nachdenklicher Beitrag, der durch das Drehleierspiel von Troy deutlich an Tiefe gewinnt und euch in eine Welt der Phantasie entführt. Mit einer kleinen Melodie geht die CD in Form von „Them Thar Chanterelles“ dem Ende entgegen. Ein interessantes Experiment, das in Zukunft für eine erhöhte Ohrwurmgefahr verantwortlich sein wird.

Fazit: „Auri“ baut auf den Büchern von Patrick Rothfuss und seiner „Königsmörder Triologie“ auf. In diesem Band gibt es Mädchen mit dem Namen Auri, dass durch ihr ungewöhnliches Wesen auffällt. Eine gute Entscheidung also und wenn man bedenkt, dass es ebenfalls einen finnischen Vornamen gibt, der in etwas „Morgenröte“ bedeutet, kann man zu dieser Namenswahl nur gratulieren. Tuomas erschafft eine Welt, in die man sich hineintrauen sollte, auch wenn es einige Hördurchläufe braucht. Ihr werdet es nicht bereuen „Auri“ und ihre Welt kennenzulernen.

Tracklist:
1. The Space Between
2. I Hope Your World is Kind
3. Skeleton Tree
4. Desert Flower
5. Night 13
6. See
7. The Name of The Wind
8. Aphrodite Rising
9. Savant
10. Underthing Solstice
11. Them Thar Chanterelles
Label: Nuclear Blast (Warner)
Bandwebseite: https://www.facebook.com/AURlband/

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