Sturm & Drang

Die Vorboten – Sturm & Drang (Review und Kritik)

Sturm & Drang

Die Vorboten, eine junge Band aus Wismar in Mecklenburg-Vorpommern, haben es sich zum Ziel gemacht, mit ihrem „Kraut-Metal“ neue Wege zu erschließen. Zitat: “ Kraut-Metal ist gitarrenschwerer, treibender Metal und intensive Klangexperimente ganz nach dem Vorbild unserer Vorfahren, den Kraut-Rockern aus den 70ern.“
Und obwohl ihre neu veröffentlichte, kostenlose EP „Sturm & Drang“ nur drei Stücke zählt, so sind diese doch genug, um Lust auf mehr zu machen.

Keyboarder Philipp verwendet nicht nur uralte Synthesizer aus den 80ern, sondern schließt daran auch noch Bodentreter von Effektgeräten an, sodass teilweise abstruse Klänge herauskommen, welche die Musik der Vorboten zu dem machen, was sie ist: Absolut unkonventionell und polarisierend. Sprechgesang und rhythmische Brechungen sind in packende Arrangements verpackt, Sänger Karsten experimentiert nach Lust und Laune herum, sodass den Texten hier wirklich Leben eingehaucht wird.
Im Prinzip kann man keinen der Songs in eine Schublade stecken, außer der, die sich Die Vorboten selbst gezimmert haben: Kraut-Metal.

Kraut-Metal aus Wismar

Vollkommen verrückt oder einfach genial? Musikalisch auf jeden Fall mutig und erfrischend!
Wer ein Beispiel braucht: „Zum Meer“ ist eine Mischung aus Rammstein, Die Apokalyptischen Reiter, Das Ich, und einem ziemlich verrückten Keyboard. Kingt komisch, ist aber so.
Die Produktion ist übrigens astrein, so saubere Klänge sind ein wahrer Ohrenschmaus.

Tracklist:

1. Zum Meer
2. Angst
3. Ehrgeiz

(8,5 von 10)

Erscheinungsdatum:

27. Januar 2012

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