DÜSTER UND ATMOSPHÄRISCH – THE COMMITTEES „POWER THROUGH UNITY“ IN DER BESPRECHUNG

The Committee - Power Through Unity - ArtworkThe Committee  wurde 2007 noch als 1-Mann-Projekt von Igor Mortis gegründet, legte aber erst später richtig los, als 4 Mann Verstärkung ins Boot kamen, mit denen bald die erste EP zustande kam. Die Band hat ihren Hauptsitz in Belgien, ist aber eine internationale Truppe mit Mitgliedern aus den Niederlanden, Frankreich, der Ukraine und Russland. Der Stil ist irgendwo zwischen Doom und Black Metal zu verordnen, die Texte jedoch beinhalten historische Themen. The Committee betonen dabei, keine politische Band zu sein, die bestimmte Interessen vertritt. Das Motto der Band lautet: „Geschichte wird von den Siegern geschrieben, wir sind die Stimme der Toten.“

Dieses Album ist zwar schon seit Ende Februar draußen, aber besser spät als nie, denn es verdient Beachtung!

50 Minuten Spielzeit, genretypisch verteilt auf wenige Songs: sechs an der Zahl, alle in epischer Länge.

Die Musik ist solide, die Kompositionen sehr schön aufgebaut mit einer gesunden Mischung aus Dur und Moll, die Musiker beherrschen ihre Instrumente, das Gesamtkonzept stimmt. Aber es ist auch nichts, was einen total vom Hocker reißt – Alleinstellungsmerkmale fehlen ein wenig. Zudem könnte den Stücken ein wenig mehr Abwechslung nicht schaden. Die Melodien und Rhythmen ähneln sich in allen Songs, auch wenn einzelne Hauptthemen durchaus erkennbar sind. Alle Tracks einzeln zu besprechen oder Anspieltipps zu geben, ist hier nicht sinnvoll.The-Committee_Band

Erwähnenswert sind auf jeden Fall die auffällig gut hörbaren und sehr ausgefeilten Bassläufe und die Überraschung gegen Ende: In „Katherine’s Chant“ kommt der russische Teil der Band durch und growlt uns die bekannte russische Volksweise „Katjuscha“ in Landessprache ins Ohr.

Fazit: Durchaus hörenswert, insbesondere für Fans von getragenem, melodischem und kraftgeladenem Black Metal, der ohne Keyboards auskommt, jedoch nichts Bahnbrechendes. Da ist noch mehr drin! Potenzial ist definitiv vorhanden

Line Up:

Igor Mortis – Guitar, Lead Vocals

William Auruman – Drums, Special effects

Aristo Crassade – Guitar, Backing Vocals

Marc Abre – Bass, Backing Vocals

Tracklist:

1. Not Our Revolution

2. The Man of Steel

3. By My Bare Hands

4. The Last Goodbye

5. Katherine’s Chant

6. Power Through Unity

About Mustaveri

Alter: 28 Beruf: Übersetzerin (freiberuflich) Lieblingmusik: Metal (Death, Dark, Black, Thrash, Symphonic, Gothic) Hobbys: Musik, Sport, Schreiben, Kunst, Kochen

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